Sammelthread: "Ist mein Projekt machbar?"

  • Hallo,


    ich möchte gerne eine digitale Bienenstock Waage bauen. So etwas gibt es zwar schon https://www.wolf-waagen.de/ ,ist mir aber zu teuer (mehr als 900€ nur für die Hardware).


    Funktionen die wichtig wären:

    -Gewicht (evtl. noch Temperatur / Sonneneinstrahlung) messen

    -Messdaten per LTE versenden (an Datenbank ?)

    -Messung pausieren über Schlüsselschalter ("Imkermodus")

    -Lange Akkulaufzeit bzw. autarke Stromversorgung (Solar)

    -Optisch ansprechende Darstellung der Messdaten (Online)


    Mir ist bereits klar, dass die Gewichtsmessung über sogenannte Wägezellen (Genauigkeit +- 10g bis 200kg max ) verwirklicht wird.

    Ein großes Problem sehe ich in der Akkulaufzeit, die ist nämlich beim oben genannten Hersteller mit !! 18 Monaten !! angegeben.

    Bei der professionellen Lösung, wird aber auch kein Raspberry verwendet. Kann mir vielleicht jemand sagen, welche Hardware hier verwendet wird ? Evtl. eine Eigenentwicklung ?


    Vielleicht hat hier jemand Tipps, wie man das Projekt am einfachsten und schönsten verwirklicht ?


    VG Christoph

  • Ein PI ist viel zu stromhungrig. Ein ESP32 mit Deep-Sleep und einem Mobilfunkmodem der via MQTT-Publisher, der die Daten in die Cloud hochlaed, wie zB zu https://www.cloudmqtt.com/ oder aehnlichem (kein Endorsement), ist eher der Weg, den du beschreiten koenntest.


    Allerdings gab es hier nicht vor all zu langer Zeit mal eine laengere Diskussion mit jemandem, der ziemlich daran gescheitert ist, verlaesslich eine 200kg-Waage auf die Kette zu kriegen. Und erst Recht nicht mit der hier geforderten Praezision. Da reichen dann die Waegezellen vom China-Grabbeltisch nicht mehr.


    Und alles in allem ist das *kein* kleines Projekt. Wenn du nicht viel Erfahrung hast, oder einer bereits bestehenden Anleitung folgts, wird das wochen- oder monatelange Arbeit. Ob es das wert ist, musst du entscheiden. Auch wieviele Vorerfahrung du mitbringst. Programmieren ist nicht trivial.

    Kein Support per PN! Von Hilfestellung sollen alle profitieren!

  • Tante G. mal gefragt? Stichworte: "bienenwaage bauen"


    Der 2. Eintrag sieht doch schonmal ganz gut aus:

    https://bienen.newtechcloud.ch/stockwaage-eigenbau/

    und dieser auch: http://imker-stockwaage.de/


    MfG


    Jürgen


    Der kein Imker ist.

  • Hallo Christoph,


    eine Arbeiterinnen-Biene wiegt im Durchschnitt 82 mg.


    Ich glaube nicht, dass ein Sensor, der für 200 kg ausgelegt ist, hier entsprechend auflösen kann.


    Beste Grüße


    Andreas

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

    Linux is like a wigwam, no windows, no gates, but with an apache inside dancing samba, very hungry eating a yacc, a gnu and a bison.

  • ch glaube nicht, dass ein Sensor, der für 200 kg ausgelegt ist, hier entsprechend auflösen kann.

    Er will ja keinen Bikiniwettbewerb mit einzelnen Bienen veranstalten und die dicken Brummer aussortieren sondern das ganze Gebilde wiegen...ich glaube schon, dass da ein paar Kg zusammenkommen

    Der Unterschied zwischen Genie und Wahnsinn definiert sich im Erfolg.

  • Also in der professionellen Lösung von Wolf Waagen wird mit 10g aufgelöst. Das sollte ausreichen. Es geht nicht darum die Bienen zu wiegen, sondern zu erfassen, wann wie viel Ertrag (Honig) gebracht wird und wann wie viel von den Bienen gefressen wird und das vielleicht noch in Verbindung mit Wetterdaten / Temperatur :)

  • Hallo,

    Ich bin Student und meine Projekt Gruppe und ich entwickeln eine Rallye Uhr, die bis auf die hunderstel Sekunde genau gehen soll. Damit wir diese Rallye Uhr mit der aktuellen Uhrzeit synchronisieren können, benötigen wir eine Funkuhr die ebenfalls auf die hunderstel Sekunde genau geht. Gibt es überhaupt so eine Funkuhr? Oder benutzen wir besser ein gps modul?

  • Wer will das beurteilen, ob sie auf die Hundertstel genau geht? Das kann man ja schlecht nachmessen, es sei denn, man hat ein paralleles Messsystem...
    Eine DS3231 hat eine Abweichung von 2 ppm, also ca. eine Minute im Jahr oder 1/100 Sekunde in 1,4 Stunden - das sollte genau genug sein.
    Wäre noch abzuschätzen, ob die Zeit, die man braucht, um die Uhr abzufragen, dabei einen nennenswerten Einfluss hat.


    Allerdings liefert die Uhr meines Wissens keine Sekundenbruchteile - die müsstest du aus dem Uhrentakt Zurückrechnen.
    Wenn du einen Mikrocontroller nimmst, kannst du den auch mit dem Taktsignal füttern. Beim Pi wird das schlecht gehen.

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  • benötigen wir eine Funkuhr die ebenfalls auf die hunderstel Sekunde genau geht. Gibt es überhaupt so eine Funkuhr?

    Ja, die gibt es. Da fliegen ein paar Dutzend Atomuhren um die Erde.

    Und die kann man anzapfen.

    Man kann das System auch GPS, Galileo, ... nennen.


    Zum Einlesen:

    http://www.satsignal.eu/ntp/Raspberry-Pi-NTP.html

    http://www.unixwiz.net/techtips/raspberry-pi3-gps-time.html

    https://hackaday.io/project/169324-rpi4-ntp-server-with-gps

    https://pi-buch.info/raspberry-pi-6-auflage/ Kapitel 32, Seite 911


    MfG


    Jürgen

  • Und wer es bezüglich DCF genauer wissen will: Wiki hilft auch hier.

    Das Problem ist aber weniger die Genauigkeit der Uhrzeit als vielmehr die Ganggenauigkeit des Messsystems. Mit einem vernünftigen RTC-Chipsollte das machbar sein. Und wenn die Anforderungen zu hoch sein sollten... dann muss man halt tiefer in den Geldbeutel greifen. Aber 10 ms sind für einen µC ne Ewigkeit und die Kalibrierung anhand einer RTC mit 2 ppm Ganggenauigkeit sollte deinen Professor zufriedenstellen.

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  • Danke schön für die Antworten das hilft erstmal. Allerdings geht es uns bei der Uhr nicht darum, ob sie über einen längeren Zeitraum hinweg keine Abweichungen hat. Sie soll beim erstmaligen intiieren der Uhrzeit möglichst wenig abweichung haben. Diese Rallye Uhr ist für Gleichmäßigkeitsprüfungen gedacht. Sprich ich muss auf einer Strecke einen gewissen Punkt innerhalb einer festgeschriebenen Uhrzeit erreichen. Dabei kommt es halt auf jede Hunderstel Sekunde an.

  • Von welchen Zeiträumen redest du eigentlich?
    Eine Ralley Paris-Dakar über mehrere Wochen? Und dann soll bei bestimmten Punkten die zeit genommen werden - und das auf Hundertstel?

    Ein Hundertstel Abweichung bei der Messung einer Sekunde ist kein großes Problem. Bei der Messung eines Tages schon eher.

    Vielleicht kannst du die Aufgabenstellung mal präzisieren.

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  • Von welchen Zeiträumen redest du eigentlich?
    Eine Ralley Paris-Dakar über mehrere Wochen? Und dann soll bei bestimmten Punkten die zeit genommen werden - und das auf Hundertstel?

    Ein Hundertstel Abweichung bei der Messung einer Sekunde ist kein großes Problem. Bei der Messung eines Tages schon eher.

    Vielleicht kannst du die Aufgabenstellung mal präzisieren.

    Hallo Gnom, es geht nicht darum, über einen langen Zeitraum die genaue Uhrzeit sicher zu stellen, sondern zu einem Zeitpunkt die genaue Uhrzeit zu ermitteln. Sorry wenn ich mich da falsch ausgedrückt haben sollte. Aber mal zu der DCF77 Uhr. Du hast ja diesen Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/…nnung_des_Sekundenbeginns dazu verlinkt. Dort steht: "Haushaltsübliche Funkuhren setzen schmalbandige Empfänger ein (mit 10 Hz Bandbreite) und können daher den Sekundenbeginn nur auf 0,1 s genau feststellen". Wenn ich jetzt einen genaueren Empfänger hätte, sollte es mir möglich sein den Sekundenbeginn genauer festzustellen, sodass ich hier vielleicht nur abweichungen im Millisekundenbereich habe.

  • ich wollt __deets__ link nur mal übersetzen. also für mich hört sich das richtig gut an. ist es ne preisfrage ?

    GPS-Satelliten enthalten Atomuhren, daher ist das Timing des GPS-Signals sehr genau. Wenn ein GPS-Empfänger die GPS-HF-Signale erfasst hat, die kontinuierlich mit 1575 MHz senden, werden seine eigenen internen Taktroutinen synchronisiert.
    Diese Synchronisation ermöglicht es den internen Taktroutinen, Zeit mit einer Genauigkeit von 10 ns zu erzeugen.
    Die Aktualisierungsrate des GPS-Empfängers ist eine Einschränkung dafür, wie oft er Daten aus dem kontinuierlichen HF-Signal abtasten kann. Die meisten Menschen erleben GPS zuerst mit kostengünstigen einfachen GPS-Empfängern, die nur mit 1 Hz abtasten können. Hochpreisige GPS-Empfänger mit höheren Spezifikationen können jedoch mit höheren Raten abtasten.
    Racelogic GPS-Empfänger können derzeit mit 100 Hz abtasten, theoretisch wäre es jedoch möglich, mit 1000 Hz abzutasten.
    In Bezug auf die Zeit geben wir bei GPS-Empfängern in einer Racelogic VBOX 3i die Zeit mit einer Auflösung von 0,01 Sekunden und einer Aktualisierungsrate von 100 Hz an unsere Benutzer weiter.


    so long

    --- wer lesen kann, ist klar im Vorteil ---

    --- Freude entsteht aus Mangel an Information ---

    --- Scheiße ist, wenn der Furz etwas wiegt ---


  • Hallo,

    Ich bin Student und meine Projekt Gruppe und ich entwickeln eine Rallye Uhr, die bis auf die hunderstel Sekunde genau gehen soll. Damit wir diese Rallye Uhr mit der aktuellen Uhrzeit synchronisieren können, benötigen wir eine Funkuhr die ebenfalls auf die hunderstel Sekunde genau geht. Gibt es überhaupt so eine Funkuhr? Oder benutzen wir besser ein gps modul?

    Hallo Danos,


    Eine Atomuhr geht auf die hundertstel Sekunde genau. Deshalb richten sich alle Funkuhren an der Atomuhr, die in Deutschland in Braunschweig steht, aus.


    Ich würde dir empfehlen dich bei der Entwicklung deiner Rallye Uhr an der Atomuhr auszurichten. Viel Erfolg für dein Projekt.

  • Hallo Gnom, es geht nicht darum, über einen langen Zeitraum die genaue Uhrzeit sicher zu stellen, sondern zu einem Zeitpunkt die genaue Uhrzeit zu ermitteln. Sorry wenn ich mich da falsch ausgedrückt haben sollte. Aber mal zu der DCF77 Uhr. Du hast ja diesen Artikel https://de.wikipedia.org/wiki/…nnung_des_Sekundenbeginns dazu verlinkt. Dort steht: "Haushaltsübliche Funkuhren setzen schmalbandige Empfänger ein (mit 10 Hz Bandbreite) und können daher den Sekundenbeginn nur auf 0,1 s genau feststellen". Wenn ich jetzt einen genaueren Empfänger hätte, sollte es mir möglich sein den Sekundenbeginn genauer festzustellen, sodass ich hier vielleicht nur abweichungen im Millisekundenbereich habe.

    Ich kann dir nicht folgen.

    Wenn du nur zu einem Zeitpunkt die Uhrzeit ermitteln willst, ergibt es keinen Sinn.

    Du hast von einer Ralley gesprochen. Da willst du doch sicher Anfang und Ende und ggf. Zwischenzeiten messen? Wie weit liegen die auseinander?

    Geht es darum, dass du Am Start und Ziel verschiedene Uhren verwendest und deshalb die genaue Startzeit und die genaue Uhrzeit brauchst? Ansonsten macht die Ermittlung der exakten Uhrzeit ja keinen Sinn.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!