Sammelthread: "Ist mein Projekt machbar?"

  • Hallo Allerseits,

    ich habe schon mal etwas im Forum gestöbert, nachdem ich mich zur Anmeldung entschlossen habe. Ist ein echt cooles Forum, mit vielen super Projekten und Infos.

    Kurz zu mir, ich bin Tom, lebe mit Frau und Kindern im schönen Unterallgäu und arbeite als Softwaretrainer. In der Freizeit befasse ich mich Musik und gehe in den Seen in der Umgebung tauchen. Den Raspi kenne ich bislang nur von aussen und kann die Möglichkeiten nur erahnen, aber dafür gibts ja solche Foren!

    Nun zu meinem Projekt:

    Ein alter Marshall- Gitarrenkombo soll, wie sagt man heute, upgecycled werden. Die erste Idee war, nur einen Stereo- Verstärker mit einem Paar guter Lautsprecher in das Gehäuse zu packen, dann einen Bluetooth- Empfänger dran und fertig ist die Partybox... So weit zur ersten Idee, die sich selbstständig gemacht hat und nun aus Amp, Raspi4B mit HiFiBerry und Volumio entstehen soll. Soweit so gut, das kriege ich hin. Aber folgende Features möchte ich noch integrieren:

    Lautstärke mit Inkremental- Drehsteller, gibt es.

    Paspi ausschalten per Taster auch

    Meine Frage nun: Ich möchte kein Display dran haben, darum u.a. Volumio, es soll hauptsächlich Webradio laufen. Die Stationen (Sender) kann ich ja im Volumio als Playlist ablegen, wenn ich das richtig verstanden habe, oder? Um jetzt die Stationen direkt auswählen zu können, dachte ich daran, einen BCD- kodierten Drehschalter ans GPIO zu verbinden, um dadurch mit 4 Inputs 10 Positionen (Sender) adressieren zu können. Geht sowas in Volumio generell? Es sollte also beim Einschalten des Systems der Sender laufen, der gerade auf dem BCD eingestellt ist. Was ich auch nocht nicht entdeckt habe, kann Volumio auch mit Bluetooth, also Musik vom verbundenen Handy abspielen? Dieses auch als "Playlist über Schalterstellung"?

    Soweit mal meine Wünsche... Wäre cool, wenn einer von den Cracks hier im Forum sich dazu äußern würde, was es dazu schon gibt an Codes, Skripten oder PlugIns.


    Danke schon mal und bleibt alle weiter so kreativ und vor allem gesund.


    Tom

  • Hi Tom,

    willkommen im Forum.


    Mit volumio kenne ich mich im Detail nicht aus, aber das was Du darüber schreibst, deckt sich schon einigermaßen mit dem, was auch ich darüber weiß.

    Ein fest codierter Drehschalter mit 4 Bits für 10 oder gar 16 verschiedene Sender dürfte auch unproblematisch sein.

    Für die Bluetooth-Anbindung muss der RPi als BT-Empfänger arbeiten. Da habe ich mal interessehalber etwas gemacht (noch unter Raspbian Stretch), aber ich nutze es derzeit nicht produktiv. Von daher mit Vorbehalt.

  • Hallo Schlizpäda,

    Vielen Dank für Deine Antwort.

    Das macht mich zuversichtlich! Die 10 Sender kommen von der Skala auf der Frontplatte des Marschall, die ich 1:1 lassen möchte. Deine anderen Projekte sind auch nicht ohne!

    Grüße

    Tom

  • Hallo zusammen,


    ich weiß nicht ob man das jetzt als "Projekt" ansehen kann, aber ich würde gerne wissen ob es sinnvoll ist oder nicht. Ganz kurz gefragt: Kann man mit einem Raspberry Pi 4 mit 4 oder 8 GB Ram flüssig zeichnen? Oder anders gefragt: Kann man mit dem Pi 4 und einem Monitor Grafiktablett, ein Standalone Grafiktablett machen?


    Ich habe ein Grafiktablett mit Monitor und bin damit an meinen Schreibtisch gebunden bzw. an meinem Computer, ich würde gerne auch mal im Bett oder Wohnzimmer zeichnen und mir dafür nicht extra einen Laptop kaufen, nur damit ich etwas mobiler mit dem Grafiktablett bin, ist mir das dann einfach zu viel Geld. Ich habe mir zum Pi 4 auch schon ein paar Video angeschaut und für einen reinen Office PC reicht es wohl, Word, YouTube und so kleinere Dinge schafft er wohl. Aber bisher ist keiner darauf eingegangen, wie es sich mit Photoshop (sofern es das für Linux gibt) arbeiten lässt. Das Programm ist mir dabei nicht so wichtig, es wird schon ein Programm für Linux geben mit dem ich zeichnen kann.


    Ich frage mich nur wie gut sich auf dem Pi arbeiten lässt, nur mal so zum Beispiel: Photoshop, 1920x1080, 100 Pixel/Zoll, RGB 8-Bit, 15 Ebenen mit Konturen und als Auflösung auch entsprechend 1080p nach Möglichkeit. Kann man da noch flüssig zeichnen oder ist das schon zu viel?


    Mein Grafiktablett ist das XP-Pen Artist 15.6, angeschlossen wird das ganze über ein 3 in 1 Kabel, einmal HDMI, USB für Daten und USB für Strom.

    Holen wollte ich mir dazu das Raspberry Pi 4 4GB, Betriebssystem und Software habe ich mir noch keine rausgesucht. Außer zum zeichnen möchte ich es für nichts anderes verwenden, also falls es so eine Art Betriebssystem nur zum zeichnen gibt, wie zum Beispiel auch für Medien Server, würde mir das vollkommen ausreichen, dazu habe ich mich aber noch nicht informiert.

  • Da du noch nicht mal Photoshop laufen lassen kannst, lautet die Antwort: nein.


    Ich persoenlich wuerde in dem Moment zum iPad Pro greifen. Das ist im Bett jedenfalls fuer mich super, um 3D zu konstruieren mit dem Stylus. Und dafuer gibt es auch viele Apps, die sich an keative richten.


    Doch selbst wenn du dich zB mit GIMP statt Photoshop begnuegen wuerdest, waere mir das Risiko da zu gross, dass die Leistung doch nicht reicht. Bei sowas sind auch geringe Latenzen schon sehr aergerlich, und die wuerde ich erwarten.

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  • Ich möchte keinen Laptop für ~400€ weil es mir zu teuer ist und soll mir dann ein 800€ - 1.000€ iPad kaufen?

    Da würde ich doch eher das Wacom MobileStudio fürs gleiche Geld kaufen xD


    Ich befürchte ja auch, dass das Pi eine Verzögerung hat und genau deswegen frage ich doch hier, in der Hoffnung jemand hat das Pi und ein Grafiktablett, mit dem man das kurz ausprobieren kann.

  • ich habe den rpi4 mit 4 gb. und der muckt bereits bei libre office. und dann noch gimp und 15 ebenen. das kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, also NEIN !

    --- wer lesen kann, ist klar im Vorteil ---

    --- Freude entsteht aus Mangel an Information ---

    --- Scheiße ist, wenn der Furz etwas wiegt ---


  • Technisch oder modellieren?

    Was verwendest du?

    Shapr3D. Das ist das mit Abstand beste, was ich zum erstellen von 3D-Konstruktionen jemals erleben durfte. Und ich kenne (im Sinne von beobachten, wie Leute damit arbeiten, oder habe teilweise selbst damit gearbeitet) diverse andere Loesungen. Fusion 360, FreeCAD, ProEngineer WildFire (heisst jetzt anders), Rhino etc.


    Kostet auch ~150 im Jahr, aber es macht mir so viel Spass, dass es mir das gerne wert ist.

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  • ich habe den rpi4 mit 4 gb. und der muckt bereits bei libre office. und dann noch gimp und 15 ebenen. das kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, also NEIN !

    Danke, damit wäre meine Frage geklärt :)

  • @Perchamp: ja. Ich will nicht sagen, dass die nicht alle gut sind. Aber Shapr3D hat einen bestimmten Fokus, und die Moeglichkeiten von kombiniertem Touch-INterface und der Praezision des Stylus sind halt besonders.

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  • Hallo Zusammen,

    ich plane für meinen Keller eine Belüftungsanlage.
    Die Dezentralen Lüfter mit WRG haben bereits Werkseitig Sensoren für Luftfeuchtigkeit (leider nur für den Innenraum und nur relativ) - ich kann die Lüfter aber bspw. so einstellen, dass sie bei einer rel. Luftfeuchte von >45% starten sollen.


    Bringt mir im Keller leider nicht ganz soviel, solange ich die absolute Luftfeuchtigkeit Innen & Außen nicht kenne.


    Nun habe ich überlegt, ob ich einfach eine zusätzliche externe Steuerung einbinden könnte und dies mit einem Schalter in den Lüfter integriere.


    Die Idee wäre dann:

    - Prüfung Absolute Luftfeuchtigkeit Außen ist mind. X geringer als Absolute Luftfeuchtigkeit Innen
    -- Wenn ja: Strom an

    Nun prüft die Belüftungsanlage selber noch:

    - Relative Luftfeuchtigkeit Innen > 45%
    -- Wenn ja: Belüftungssystem starten


    Meine erste Idee war, dies einfach mit Homekit Sensoren (Eve Room & Eve Degree) steuern lassen zu können, leider scheint dies aber "von Haus aus" nicht möglich zu sein und auch hier müsste ich selber basteln bzw. einen Weg finden, wie ich überhaupt mit den Sensordaten (rel. Luftfeuchte + Temperatur) die abs. Luftfeuchte berechnen kann und daraus dann Abhängigkeiten zu bilden....


    Da ich bisher keine Berührung mit Home Automatisiserung habe, kann ich den Aufwand nicht wirklich einschätzen ... Ich habe einige Fertigprodukte für Taupunktsteuerungen gefunden ... leider alle ziemlich unsexy ... mein Wunsch wäre nur zwei kleine Funk-Sensoren und einen Funkschalter in die Anlage zu integrieren und nicht einen 15x15cm Kasten an der Wand zu haben + diverse Kabel ziehen zu müssen...


    Erfahrung mit Programmierung ist vorhanden (auch wenn stark eingerostet .. vor 13 Jahren sowas mal gelernt :X) mir fehlt aktuell nur irgendwie der Überblick wie sinnvoll gestartet werden kann und was überhaupt benötigt wird... Mit welchem Themen sollte man sich beschäftigen? Oder ob meine "einfache" Idee so gar nicht funktioniert bzw. nicht zu empfehlen ist?


    Wäre über ein kurzes Feedback ob sinnvoll/umsetzbar und wie ich am besten starten sollte, sehr dankbar.


    Vielen Dank

  • Mit Smart-Home-Geräten kann das gut und schnell funktionieren. Z.B. wenn die das MQTT Protokoll unterstützen. Die Taupunktberechnungen kann man dann in einer Rule-Engine machen, und die Regelung selbst ebenfalls in einer Rule-Engine.

    Auf dem Raspberry-Pi laufen dann

    1. der broker (mosquitto) und

    2. die Regelmaschinen (Node-Red falls lieber grafisch "programmiert" oder die aus MQTT-Hyperdash (Programmieren in "C").


    Es ist nun nur noch die Frage, ob es Sensoren und Lüfter mit MQTT-Anbindung (z.B. über WLAN oder zigbee) gibt.

  • Yagyu :

    was GENAU hast du denn vor ?

    willst du einen keller trocken legen ?

    also, wenn du bei einer rel. luftfeuchtigkeit von >45% die lüftung (aussen nach innen? oder was auch immer) anschmeissen willst, dann schießt du dir ins knie !, holst dir die feuchtigkeit in den keller ...

    die steuerung/lüftungsanlage wird sowieso nur in den monaten (nov - februar) zum einsatz kommen werden !

    eine 'gutartige' luftfeuchtigkeit liegt zw. 40 und 60%, eine 'bösartige' darüber (keller/wohnbereich) oder darunter (wohnbereich).

    einen keller beispielsweise legt man am besten im winter trocken. eine taupunktberechnung etc. hilft dir dabei in keinster weise ...

    effektiv ist eine querlüftung (am besten ost-west), also gegenüberliegende (ver)schließbare öffnungen ...

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  • Hallo zusammen.

    Für mich müsste der Threadtitel eher lauten "Ist mein Projekt sinnvoll?" 🙂

    Worum es geht:

    Ich überlege einen Raspberry mit Android TV aufzusetzen. Dieser soll per Hdmi mit dem TV verbunden , und mit der einen oder anderen Streaming-App versehen werden.

    Als Steuerung müsste das Smartphone oder Tablet herhalten, sofern kein CEC möglich ist.

    Nun gibt es ja auch diverse fertige Android-TV-Boxen, für vergleichsweise "kleines Geld".

    Lohnt sich der "Bastelaufwand" oder würdet ihr eher zur fertigen Box greifen?

    Ich freue mich auf Antworten 🙂

  • Android auf dem PI ist faktisch nicht existent. Theoretisch gibt es das, aber gerade bei den fuer dein Vorhaben wichtigen Thema Medienwiedergabe und beschleunigte Grafikausgabe ist es nicht nutzbar. Darum wuerde ich da zu einer kommerziellen Loesung greifen.

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  • Hallo zusammen!
    Mein Projekt in einem Satz:

    Eine 3-2-1 Backup-Lösung durch zwei Pi 4, mit einigen Zusatz-Funktionen an dem Pi 4 vor Ort.

    Nachdem ich mich eine Woche quer eingelesen habe, ist mir noch die Frage offen, ob der Rpi 4 für mein Projekt ausreichend Leistung hat.
    Vorkenntnisse im Bereich NAS, Linux & Raspberry bringe ich keinerlei mit.

    1. NAS am Standort A (+ 1 HDD via USB 3)
    2. ext. HDD am Standort A als onsite Backup und Reisebegleiter (auch via USB 3 an NAS)
    3. NAS am Standort B als offsite Backup (+ 1 HDD an USB 3)


    Zu 1:

    PI 4 mit OMV 5 und einer HDD in ext. Gehäuse (USB 3).

    Funktionen:

    - HDD-Verschlüsselung (luks)

    - NAS
    - Pi-Hole
    - Torrents (Deluge?)

    - Audiostreaming an Standalone-Brüllwürfel (UPnP-Server)

    - ggf. bisschen Website Hosting
    - S.M.A.R.T.-Überwachung und Email bei Handlungsbedarf

    - Backup (ggf. hsync) und rsync auf 2 und 3.


    Zu 2:

    Die HDD soll

    - vor DAU und ransomware geschützt sein (solange keine SMB-Freigabe o.ä. , müsste ransomware auf PC/Laptop hier ins Leere laufen, oder?)

    - außer für das Backup stumm und aus sein


    Zu 3:

    Offsite NAS: PI 4 mit OMV 5 (oder einfach nur Raspberry Pi OS?) und einer HDD in ext. Gehäuse (USB 3).

    Funktionen:

    - HDD-Verschlüsselung (luks)

    - Backup des eigenen OS auf Onsite NAS (1)

    - Backup von Onsite NAS erhalten (rsync)

    - S.M.A.R.T.-Überwachung mit Email-Benachrichtigung bei Handlungsbedarf

    - ansonsten möglichst nichts tun.

    Nach meiner bisherigen Recherche hat ext4 weniger Overhead und ist damit für die nicht ganz so potente Hardware des Raspi besser als btrfs. Zumal in meinem Usecase die Snapshots auch nicht so einen enormen Mehrwert bieten.
    Daher die Frage:
    rsync übers Internet von Pi 4 zu Pi 4, HDDs ext4 formatiert, luks verschlüsselt. Geht das gut?
    Über FritzBox-Fritzbox sollte eine sichere Verbindung gehen (VPN), sprich die Pi 4 müssen nicht auch noch den Traffic verschlüsseln (SSH), stimmts?
    Und kann auf einem Pi 4 neben der NAS noch PiHole, Deluge, UpnP und bisschen Webhosting laufen? Falls nein, kriege ich das mit zwei Pi 4 hin oder brauche ich da größeres Kaliber?
    Vielen Dank für eure Einschätzung, den Rest recherchiere und nötigenfalls erfrage ich dann an anderer Stelle des Forums.
    LG CrumblePie