Sammelthread: "Ist mein Projekt machbar?"

  • Servus Zusammen,


    würde gerne mal eure Einschätzung bezüglich Leistung eines Raspi 3 wissen.

    Würde gerne darauf folgendes Laufen lassen:


    - Motioneye in Docker

    - PiHole in Docker

    - OpenVPN direkt installiert


    Könnt ihr euch vorstellen, dass das ganze vernünftig Lauffähig ist? Das ganze soll mit einer USB HDD betrieben werden, da denke ich viele Zugriff vorallem mit MotionEye und den Bildern sein wird.

  • Hallo wusa,


    MotionEye braucht, wenn Bewegungen erkannt und Bilder / Video weggeschrieben werden, ganz ordentlich Power und lastet den Pi3B+ schon bei 800x600@10fps komplett (alle vier Kerne) aus. Ob piHole und VPN nebenher noch reagieren, müsstest Du mal probieren.

  • Hallo zusammen,

    ich würde gerne in einer Kletterhalle die Gurte überwachen und feststellen wenn ein Gurt die Höhe ändert ob dieser im Sicherungssystem eingebunden ist.

    Den Höhenunterschied denke ich könnte man mit dem BMP 280 von Bosch erfassen, die Frage ist wie kann ich feststellen ob der Gurt an einem Karabiner eingehakt ist, geht das per RFID? Also quasi wenn der Raspberry nicht in der nähe von einem Karabiner ist und der Gurt höher als 2m vom Boden ist soll ein Alarm auf einem Monitor angezeigt werden. Es müsste dann an jedem Gurt ein Raspberry sein.


    Danke für eure Vorschläge :)

    Jörg

  • Warum Raspi? ("Wer nur einen Hammer hat, sieht überall nur Nägel?")


    Viel zu empfindlich (mechanische Empfindlichkeit), Stromversorgung nur per Powerbank, kurze Laufzeit usw...


    Besser: ESP8266 oder ESP32: Klein/kompakt, sparsam, robust, unempfindlich bei Stromausfall...


    Ob der BMP280 schon 2m Höhendifferenz barometrisch sicher erfassen kann?

  • Ich dachte an den raspberry weil ich hier die größte Community und unterstützung vermutete. Ich kann selber basics von php mysql und mit Linux komm ich klar. Ich werde mir die Anderen vorgeschlagenen aber auch ansehen. Der Raspberry zero w ist ja auch nicht sooo groß.

    Dachte das ich mit dem Bosch evtl noch ne höhere genauigkeit hinbekomme wenn ich Referenzwerte in der Halle habe nämlich auf dem Boden und unter dem Dach ebenfalls einen Sensor habe wo die Höhe bekannt ist.

    Was ja aber fehlt ist jetzt die Möglichkeit mitzubekommen ob der Gurt eingebunden ist ins Sicherungssystem. Wir verwenden ein vollautomatisches Sicherungssystem, was sehr sicher ist, aber eben nur wenn man sich einhängt und es nicht übergeht.

    Hierzu muss der Gast einen Karabiner von der Matte abmachen die vor dem Element hängt und sich in den Gurt einhaken (der Pi soll am Gurt hängen).

    Der Karabiner ist an einem sogenannten Webbing befestigt was automatisch nach oben gezogen wird, läßt der Gast sich los wird er gebremst. Aber durch das Webbing kann ich kein Signal schicken.

    Deshalb die Frage ob das per RFID oder so machbar wäre.

    DANKE

  • Ich bin auch der Meinung, dass ein Pi gar nicht in Frage kommt - wegen Größe, Kosten und vor allem Energieverbrauch.

    Mit einem µC ist das sicher besser lösbar.

    Für die Höhenmessung käme man vielleicht präziser mit einer Signallaufzeitmessung hin. Allerdings wirds mit Funksignalen nichts werden - die sind zu schnell für einen der üblichen µC. Es gibt spezielle Messtransceiver, aber die sind natürlich teuer. Schallsignale gingen vielleicht. Bei Laufzeitdifferenzen um 3 ms/meter wären Abweichungen unter 1m leicht messbar. Man bräuchte aber zwei Schallsignale (von oben und unten), müsste einen richtungsunabhängigen Empfänger haben und die Schallsignale dürften nicht verdeckt werden (z. B. durch den Körper des Kletterers). Auch Reflexionen sind problematisch. Das macht die Sache recht schwierig. Andersrum könnten die µC Schallsignale senden und mehrere Empfänger werten die Laufzeiten aus und bestimmen daraus die Position. Einzelne Empfänger, die wegen Hindernissen ein Schallsignal nicht oder verspätet bekommen, könnten rausgerechnet werden.

    Eine andere Möglichkeit wäre eine Messung der Signalstärke. Man könnte ein relativ engmaschiges Empfängernetz über die Wand ziehen und die einzelnen µC mit sehr kurzen Reichweiten an diese Empfänger senden lassen. Aus den Signalstärken der Empfänger könnte man die Position abschätzen. Der Sender müsste sich ja zwischen den Empfängern mit den stärksten Empfangspegeln befinden. Bewegung des Senders verändert die Signalpegel. Auch hier haben aber Hindernisse, vor allem der Körper des Kletterers, Einfluss. Je dichter das Empfängernetz, desto zuverlässiger dürfte die Ortung sein. Natürlich gehts auch andersrum. Die Sender sind in der Wand und der µC am Gurt misst die Signalstärken. Jeder Veränderung der Signalstärke bedeutet jedenfalls eine Bewegung des Empfängers oder wenigstens einer Person in der Nähe des Empfängers. Bewegungen des Empfängers müssten wenigstens für einen Teil der Signale proportionale Änderungen der Signalstärke zur Folge haben. Bewegungen von Personen in der Nähe des Empfängers wirken eher nichtproportional. Auch Veränderungen der Lage des Empfängers (drehen kippen, ...) wirken auf die Empfngsstärke. Ich stell mir schwierig vor, zwischen den verschiedenen Einflüssen zu unterscheiden. Trotzdem müsste eine grobe Positionsbestimmung damit möglich sein.

    Ich hab kürzlich ein paar Beiträge zu IPS (Indoor Positioning System, Indoor Positionsbestimmung) gelesen. Das ist sicher ein Stichwort, wo man weitersuchen kann. Dort tauchen immer wieder RFID, Bluetooth und Ultra-Wideband als Basis auf.

    RFID hätte den Vorteil, dass es kostengünstig ist (1000 Tag-Etiketten für 170 € - wenn sowas geeignet ist... bei 50 cm Abstand würde das für 250 qm reichen). Man könnte die Wand mit einem engmaschigen Netz aus Tags bepflastern und den µC mit diesen Tags kommunizieren lassen. Da die Reichweite kurz ist, sind immer nur wenige Tags erreichbar und geben so Aufschluss über die Position. Man bräuchte auch keinerlei Elektronik außerhalb der Gurte. Es gibt da aber viele verschiedene Techniken und Frequenzen... da muss man wohl schauen, was am besten geeignet ist.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • WoW Vielen Dank für die ausführliche Antwort, jetzt habe ich erstmal was zu tun, ich werde mich da mal einlesen. Es sit so das bis zu 60 von den Gurten in der Halle sind und klettern eben an unterschiedlichen Elementen die auch kreuz und quer in der Halle stehen, also da ist einiges was Signale ableiten kann. Die Stichworte Indoor Positioning etc sind sehr interesant ich werde da mal weiter machen. DANKE

  • Um so interessanter ist RFID - weil du die Tags überall hinkleben kannst und so ein engmaschiges Netz auch an komplexen Klettergebilden im Raum aufbauen kannst. Schau auch mal nach NFC - da gibts ne ne Low-Energy-Bluetooth-Variante von RFID - könnte auch interessant sein.

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  • Ich hab nochmal eine Frage wäre es denkbar an der Kletterwand alle 2m einen ESP 32 zu machen, der kann ja BLE und am Gurt auch, ist es möglich dem Teil am Gurt zu sagen er soll sich immer bei dem ESP32 einloggen wo das BSE Signal am nächsten ist also am stärksten sendet, und kann man das auslesen?


    DANKE

  • Ich hab nochmal eine Frage wäre es denkbar an der Kletterwand alle 2m einen ESP 32 zu machen, der kann ja BLE und am Gurt auch, ist es möglich dem Teil am Gurt zu sagen er soll sich immer bei dem ESP32 einloggen wo das BSE Signal am nächsten ist also am stärksten sendet, und kann man das auslesen?


    DANKE

    Hast du Mal grob überschlagen was das ganze kostet? Hat das wirklich so einen Mehrwert? Könnte man die Leute nicht einfach besser schulen, wenn das so ein Problem darstellt?

    Die einzige Lösung, die ich mir halbwegs wirtschaftlich vorstellen kann, ist RFID Sender auf 2 oder 3m Höhe anzubringen (je nach Reichweite), die vom Netzstrom gespeist werden und die Gurte werden nur mit passiven Transpondern ausgestattet.

  • Ziemlich aufwändig. Willst du die dann alle verkabeln oder lieber alle paar Monate die Batterien wechseln? Die ESPs werden da auch nicht lange hängen, wenn es sich mal rumspricht, dass man die dort kostenlos von der Wand knibbeln kann... ;-) es sei denn, du baust sie unterputz ein. Und ein Netzwerk mit Hunderten von Sendern und Empfängern wird dir auch Kopfzerbrechen machen.

    Das mit der Sendestärke ist ohnehin nicht so richtig zuverlässig. Da spielen viele Faktoren rein.

    Wenn du über die Empfangssignalstärke gehst, dann eher mit wenigen Sendern an exponierten Orten.


    Ich hab bei einer RFID-Lösung ein besseres Gefühl. Die Tags sind passiv, brauchen also wenig Wartung, und können in engen Abständen angebracht werden. Damit hast du bei Bewegungen ein relativ zuverlässiges Signal. Und preiswert ist es auch. Allerdings müsste man mal testen, welche Frequenten geeignet sind, was die Reader Kosten und wie nah man an die Tags dran muss, um sie zu erkennen.

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  • Hallo zusammen,


    wir renovieren gerade unser drei Generationen Familienhaus. Nun möchte mein Schwager gerne die vorhandene Gegensprechanlage erweitern. Und zwar mit IP-Kameras und Monitoren. Es soll der Eingangsbereich und der Hof eingesehen werden. Sein Wunsch wäre dass an einem kleinen Monitor 7-10" in jeder Etage EG, 1.OG, 2.OG, 3.OG das Bild der zwei Kameras am Monitor angezeigt wird. WLAN Lösungen stehen nicht zur Debatte. Die Wohnungen werden alle mit Netzwerk verkabelt, RJ45 Kabel wären also vorhanden. Die Überlegung ist, dass für jeden Monitor ein Raspberry Pi zum Einsatz kommt. Raspberry und Verkabelung sollte alles hinter dem Monitor unsichtbar sein. Ist das denn so realisierbar? Bisher konnte ich noch keinen wirklich überzeugenden Monitor finden. Dieser hier wäre der einzige der Ok wäre Klick (Affiliate-Link), hier kann der Raspberry auf der Rückseite befestigt werden. Da der Platz hinter dem Monitor beschränkt ist suchen wir auch eine Lösung den Monitor und Raspberry mit Strom zu versorgen ohne extra eine Steckdose zu benutzen, sprich das Netzteil direkt verkabeln?!


    Freue mich auf Feedback, Vorschläge ect.


    Grüße B0bi

  • Danke das ist eine gute Idee. Der LAN Adapter wird dann über Micro USB angeschlossen? Den brauche ich aber zum laden?! Gibt es da eine Lösung? Netzteil und LAN Adapter in einem?

    Bau mit dem RasPi einen Kameraserver und nimm als Monitore (Clients) günstige Tablets. Wenn du kein WLAN magst, kannst Du die Tablets auch mit einem LAN-Adapter versehen.

  • Hallo zusammen,


    ich habe ein paar Fragen, die ich mir bisher leider noch nicht selbst beantworten konnte. Vermutlich wirken sie für euch primitiv, ich würde mich aber trotzdem über eine Beantwortung freuen.


    Meine Vorstellung:

    Ich habe noch einen Raspberry Pi 3 zuhause und dazu noch ein ungenutztes 10" Touch-Display. Nach ein paar Recherchen hätte ich Lust, mir eine Wetterstation für innen und außen zu bauen und habe nach Raspberry-Projekten gesucht. Das Ganze scheint aber äußerst mühsam, weil man halt die Sensoren alle selbst raussuchen, verlöten usw. muss und das stelle ich mir als Anfänger relativ schwierig vor (Fehlersuche usw.). Gestern bin ich auf Tinkerforge gestoßen und finde den Ansatz auch überzeugend, allerdings habe ich ein paar Verständnisschwierigkeiten bei dem Konzept und weiß auch nicht, wie sich das sinnvoll mit nem Raspberry integrieren lässt.


    Mir schwebt folgendes vor:

    Sensoren außen:

    - Windstärke

    - Windrichtung

    - Regenmenge

    - Temperatur

    - Luftfeuchtigkeit

    - UV

    - Feinstaub

    - "Lärmpegel" (Schallintensität oder Schalldruck?)

    - Barometer

    - radioaktive Strahlung


    Sensoren innen:

    - Temperatur

    - Luftfeuchtigkeit

    - Indoor Air quality index

    - Dust Detector?


    Prinzipiell gibt es da auch alle Sensoren als Baukasten, bis auf den Geigerzähler :)


    Jetzt kommen wir zu meinen Fragen:

    1. Hat jemand Erfahrung mit Tinkerforge und kann was zur Qualität sagen? Natürlich schlagen die nochmal ordentlich was auf die Preise der reinen Sensoren drauf, dafür müsste ich mich nicht um das handwerkliche kümmern.


    2. Ich stelle mir das Setup aktuell so vor, dass die Daten in eine Datenbank geschrieben werden und auf dem Display mit ner Weboberfläche angezeigt werden. Hierfür wäre dann ein separater PC, ein Raspberry oder irgendwas in der Cloud notwendig, korrekt? Ich würde auf dem Display auch gerne irgendwo noch eine Ansicht z.B. von wetter.com integrieren und den Forecast der nächsten Tage anzeigen. Ich denke nicht, dass das Tinkerforge-Zeug diese Form der Ausgabe sinnvoll aufbereiten kann, daher komme ich wohl um einen Raspberry nicht rum. Würdet ihr den


    3. Macht die Integration in OpenHAB Sinn, wenn ich sonst keine Heimautomatisierung nutze? Tinkerforge nutzt ja auch schon ein internes Framework, daher hätte ich von der Integration vermutlich keine Vorteile, oder?


    4. Bin ich mit meinem Vorhaben bei Tinkerforge richtig oder sollte ich lieber nach einem kompletten Selbstbau-Projekt Ausschau halten? Ich war bisher auf verschiedenen Selbstbau-Tutorials unterwegs und bin erst durch Zufall auf dieses Baukasten-System gestoßen, daher bin ich mir nicht sicher was ich davon halten soll.


    Vielleicht gibt es hier ja schon Erfahrungen und jemand kann was zu meinen Problemen schreiben.


    Vielen Dank für eure Hilfe!

    n00bpro

  • Solch ein Projekt gibt es schon. Schau mal hier:

    http://pits.tgd-consulting.de/


    Der Support dort ist top.

    das ist halt aber prinzipiell ja nur die Software, oder? Da müsste ich mich trotzdem noch darum kümmern, wie die Sensoren ausgewählt, angeschlossen, ausgelesen usw. werden. Oder gibt es da noch irgendwo Empfehlungen die ich jetzt nicht gesehen habe?