Sammelthread: "Ist mein Projekt machbar?"

  • Meine Projekt-Idee:


    Einen Rover, so wie die auf dem Mars eingesetzt werden in kleiner Form autark zu betreiben. Das Grundgerüst wäre ein kleines Kettenfahrzeug (Bild mit Pi als Größenvergleich im Anhang) oder ein altes Spielzeugauto, dieses sollte nicht zu schnell sein. Eine kleine Kamera möchte ich auch noch mit unterbringen, um Fotos von der Umgebung des Rovers zu erhalten. Die Gesamte Steuerung und Kommunikation erfolgt über GSM. Da würde sich das netzclub Sponsored Dings super eignen. Ich denke soweit ist alles machbar, bei der Stromversorgung mach ich mich jedoch sorgen: Eine Solarzelle mit genug Leistung würde eine Powerbank laden, die zwischengeschaltet ist. Und würde ein Pi Zero ausreichen? Ich möchte, dass das Ding Tag und Nacht draußen ist, auch im Winter, auch wenn er eventuell einschneit, was nicht das Problem ist. Leider besitze ich absolut keine Erfahrung mit Programmieren. Könnte man die GPio Pins nutzen?


    Gruß,


    gsmRover

  • Ein relativ illusorisches Anliegen, meiner Meinung nach.


    Die Powerbank wird nicht lange halten. Was du mit einer Solarzelle auf dem Dach eines so kleinen Gerätes tagsüber aufladen kannst, ist nach wenigen Stunden (wenn nicht Minuten) verbraucht. Der Pi braucht einfach zu viel Strom.

    Ich hab mal auf die Schnelle gegoogelt und ein Solarmodul (13x20 cm) mit 4 W Peak gefunden.


    Meine 83 KW Solaranlage auf dem Dach (mit optimierter Ausrichtung) bringt einen Faktor 2,6 - also 2,6 KWh pro installiertes KW Peak in 24 h (im Jahresdurchschnitt). In guten Sommermonaten ist es ein Faktor 5,2. In dunklen Wintermonaten 0,3.


    Ein solches kleines Modul würde also im Sommer maximal 20 Wh/Tag bringen, im Winter 1,2 Wh/Tag.

    Das entspricht bei 5 V einer Dauerleistung von ca. 170 mA (im Sommer) und 10 mA im Winter. Verluste aller Art sind da nicht mal eingerechnet... Praktisch wird der Wert deutlich niedriger sein.

    Im Juli könntest du einen Pi damit noch am Leben halten. Allerdings ohne Kamera, GPS, GSM und vor allem ohne Motorantrieb. Im Winter wird das gar nichts. Schon die Kälte wird dem Akku zusetzen...


    Wenn überhaupt, geht es höchstens mit einer Ladestation, an der sich das Gerät gelegentlich mit Strom vollsaugt (wie ein Staubsaugerroboter). Wenn er autark durch die Welt fahren soll, kommt er aber nicht weit.. Natürlich könntest du auch immer nur so viel rumfahren, wie der Akku hergibt... dann bleibt das Teil stehen, bis wieder mal die Sonne drauf scheint. Wenn der Akku voll ist, gehts weiter. Der wird dann aber deutlich mehr mehr stehen als fahren.

    Oh, man kann hier unliebsame Nutzer blockieren. Wie praktisch!

  • Legen wir das Problem mit der Energieversorgung zur Seite, wär der Rest umsetzbar?

    Ich hab leider privat viel um die Ohren. Ich werde die Arbeit am Rover fortsetzen, sobald ich wieder Zeit habe.

  • Eine Zigarrenkiste von der Größe wird vor dem ersten etwas größeren Kieselstein kapitulieren. Von Dreck, Regen, Schnee und Eis, Kälte und Hitze brauchen wir da gar nicht reden. Das Problem ist wahrscheinlich weniger die Programmierung als vielmehr die Mechanik des ganzen Gefährts. Wenn es nicht gerade auf englischem Rasen fahren soll, wirst du zwei Nummern größer ansetzen müssen. Abgesehen davon wird wahrscheinlich recht bald ein vorbeikommendes Lebewesen das Teil entweder erlegen und ausweiden oder mit in seine Höhle (oder ins heimische Kinderzimmer) nehmen.

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  • Der Rest ist (leicht) umsetzbar.


    Ich würde aber nicht nur auf Photovoltaik setzen, sondern z.B. auf

    - Segel zur Unterstützung der Fortbewegung

    - Windrad zur Unterstützung der Spannungsversorgung

    - Brennstoffzelle etc.

    Ich bin wirklich nicht darauf aus, Microsoft zu zerstören. Das wird nur ein völlig unbeabsichtigter Nebeneffekt sein.
    Linus Torvalds - "Vater" von Linux

    • Icon-Tutorials (IDE: Geany) - GPIO-Library - µController-Programmierung in Icon! - ser. Devices - kein Support per PM / Konversation

    Linux is like a wigwam, no windows, no gates, but with an apache inside dancing samba, very hungry eating a yacc, a gnu and a bison.

  • Ich glaube bei dem Projekt wird man mit Billigteilen wie das alte Fahrwerk oder ein Modellauto und ne Powerbank nicht weit kommen. Zumal die Anforderungen recht hoch scheinen. Für ne Studie, vielleicht um die Steuerung zu entwickeln (was wohl das kleinste Problem am Projekt ist) wäre das was, der reale Betrieb müsste wohl robuster sein. Bei den Anforderungen ist man eher bei über 2000 Euro, also kein Spielzeugprojekt mehr.


    Edit: Falls sich jemand fragt, wie ich auf den Preis gekommen bin. Ich habe mal auf die Schnelle nach leistungsfähigen Akkus, Fahrwerk und Solarmodulen im Modellbaubereich gesucht. Da ist 2000 schon eher die untere Grenze.

  • Echt? Mit diesem Preis hätte ich nicht gerechnet. Ich habe gestern begonnen, eine Version für drinnen zu basteln.

    Ich hab leider privat viel um die Ohren. Ich werde die Arbeit am Rover fortsetzen, sobald ich wieder Zeit habe.

  • Mit diesem Preis hätte ich nicht gerechnet.

    Wie bereits geschrieben, das wäre dann wirklich was für draußen bei wind und Wetter. Und auch etwas größer als dein Fahrgestell auf dem Foto. wird die Solaranlage durch eine Ladestation ersetzt wird es etwas billiger. Wenn du Abstriche bei der Geländegängigkeit machst auch. Deswegen ist eine genaue Beschreibung des Projekts so wichtig.

  • Hallo Jürgen,

    Hart am Wind heizt das Teil durch den Garten (Sorry, Kopfkino).


    MfG


    Jürgen

    Du hast Dein Kopfkino - ich habe die Teile im echten Leben gesehen. Du schlenderst gedankenverloren am Strand entlang. Kilometer weit weg, siehst Du irgendwas mit Segel - und denkst nichts weiter - ischa weit weg. 20 m weiter sausen dir segelbetriebene Vehikel mit 1 oder 2 Personen drin oder drauf mit mindestens 80 Sachen nur wenige Meter an dir vorbei.

    Garantiert ohne Akkubetrieb, garantiert ohne Solarzelle.


    Und plötzlich siehst du Markierungen im Sand mit anderen Augen. AHA!


    Und bei der Geschwindigkeit machen dann auch kleine Windräder Sinn, um einen Akku zum Betrieb des RPi oder was auch immer zu laden.


    Beste Grüße


    Andreas

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  • Wie bereits geschrieben, das wäre dann wirklich was für draußen bei wind und Wetter. Und auch etwas größer als dein Fahrgestell auf dem Foto. wird die Solaranlage durch eine Ladestation ersetzt wird es etwas billiger. Wenn du Abstriche bei der Geländegängigkeit machst auch. Deswegen ist eine genaue Beschreibung des Projekts so wichtig.

    Die Geländegängigkeit und die Wetterfestigkeit sind mir egal. Inzwischen bastle ich an einem alten großen RC Auto, welches nicht schnell ist und trotzdem genug power hat. Und wenn dann halt mal kein Signal mehr da ist, ist es halt so und dann sag ich meiner Oma, sie soll das Ding wieder reinstellen^^

    Ich hab leider privat viel um die Ohren. Ich werde die Arbeit am Rover fortsetzen, sobald ich wieder Zeit habe.

  • Aha, da war also deine anfängliche Projektbeschreibung etwas hoch gegriffen. Nehme an beim Modellauto ist ein Fahrregler und ein Lenkservo verbaut. Ist das digital oder analog? Bei analog würde ich beinahe dazu raten alles mit digitalen Servos und Steuerungen zu ersetzten, dann ist der Aufwand, das mit dem Raspberry Pi zu machen gering. Ich empfehle auch, denm Raspberry Pi eine eigene Stromversorgung zu geben. Also jeweils Fahrakku und Steuerungsakku einzubauen.

  • Hat kein Fahrtenregler. Den billig "Servo" welcher keiner ist, werde ich tauschen. Was den Regler angeht muss ich nochmal schauen.

    Ich hab leider privat viel um die Ohren. Ich werde die Arbeit am Rover fortsetzen, sobald ich wieder Zeit habe.

  • Hallo zusammen,


    auch ich hätte gerne eine Einschätzung von euch.


    An unserem Haus gibt es eine angebaute Garage mit einem alten Motor mit Funkfernbedienungen, aber ohne Schlüsselschalter o.ä. Eine dieser Fernbedienungen liegt natürlich in dem Auto, dass normalerweise in der Garage wohnt. Die andere Fernbedienung hängt aktuell direkt an der Haustür an der Pinnwand. Problem: Raus aus dem Auto, rein ins Haus, von den Kindern überfallen, Garagentor vergessen.


    Meine (eigentlich recht simple) Idee:

    • Lichttaster oder Lichtschranke in der Garage ist so ausgerichtet, dass er erkennt, ob das Garagentor in der geöffneten Position ist. Zum Beispiel oben am Motor. Kurze Reflexion = Tor auf, Lange Reflexion = Tor zu. Genauer muss es nicht sein. Alternativ könnte der Sensor auch unten an der "Geschlossen"-Position sein und entsprechend umgekehrt ausgewertet werden.
    • In der Küche (etwa ein halbes Stockwerk über der Garage, aber direkt an der anderen Seite der Garagenwand) würde ich einen RasPi auf dem Küchenschrank installieren.
    • Am RasPi schließe ich eine kräftige rote LED (in etwa sowas hier (Affiliate-Link)) an.
    • Wenn das Garagentor länger als 30 Minuten als "offen" erkannt wird, wird die LED eingeschaltet, bis das Tor als "geschlossen" erkannt wird. Dann soll sie wieder von allein ausgehen.
    • In der Küche kann ich den RasPi dauerhaft mit Strom versorgen.
    • Der Sensor in der Garage könnte auch dauerhaft mit Strom versorgt werden (Steckdose vorhanden). Allerdings würde ich den gerne per Funk mit dem RasPi verbinden, damit ich kein neues Loch in der Wand brauche.

    Ich kann zwar (noch) kein Python, hab mein Geld aber schon mit Software-Entwicklung / Programmierung verdient - nur bisher nicht hardwarenah wie in diesem Fall. Ich denke, der Programmierteil wird mit ein paar Hinweisen auf die richtigen Bibliotheken nicht so schwierig. Ich bin nur vollkommener Noob, was den Elektrotechnik-Anteil angeht. Dementsprechend wäre ich sehr dankbar für Tipps, was in einem RasPi-Kit enthalten sein sollte (mit Gehäuse) und was passende "Outdoor"-Sensoren angeht.


    Danke schon mal für eure Zeit.

  • Das lässt sich sicher noch viel kompllzierter planen, Du musst aber vorerst wissen wie Du das WLAN Kabel von der Garage zum Kühlschrank verlegst.


    Servus !

    RTFM = Read The Factory Manual, oder so