Beiträge von schnasseldag

    Ein wenig Information zur Bestandsverkabelung mußt Du schon beisteuern, da sich danach die Auslegung des Vorschlags richtet.

    Hast Du an der Stelle der Klingel auch einen "Dauerstrom" verfügbar, über den sich ein Raspi versorgen ließe? Wie stark wäre der belastbar? Besitzt die Lokalität einen LAN/WLAN "Zugang"? ...

    Die Diode würde ich auf jeden Fall allein schon zum Schutz vor Rückstrom einbauen. Allerdings mußt Du hier wohl auf eine Power-Schottky Diode ausweichen. Normale Dioden haben einen recht hohen Spannungsabfall, sodaß von den 5V vielleicht nur 4V an Raspi/Kondensator ankommen. Bei Schottky-Dioden bekommst Du (je nach Typ/Strom) bis an die 4,6V an Raspi und Kondensator durchgereicht. Und Power-Schottky - weil Du eben nicht nur einige mA fließen lassen willst.

    Auf die Schnelle gesucht - schau mal >>> hier <<<.

    Hallo PretzRudi,


    ich habe mir die Sache heute noch mal angeschaut. Ich glaube, das Hauptproblem sind die Projekttemplates zum Raspberry Pi, welche über die Versionen hinweg nicht upgradefähig sind. Hast Du tatsächlich ein direktes Problem beim Umstieg von Weezy auf Stretch durchlebt oder bist Du indirekt beim Upgrade auf Stretch zu einer neuen Runtime "gezwungen" worden, welche dann ihrerseits auf neuen Bibliotheken für die Codesys-Applikation bestanden hat?

    Am Ende kommt das zwar auf das Gleiche hinaus - der automatische Update der Projektreferenzen gelingt nicht mehr - es würde mir aber logischer erscheinen?!

    Ich fasse mal kurz zusammen, wie ich vorgegangen bin:

    • neue Version von CODESYS installiert (CODESYS 3.5.14.10)
    • neue Raspi Control Package via Paketmanager installiert (CODESYS Control for Raspberry PI 3.5.14.10)
    • meine alte Hubo-Library (ohne deren Demos) via Paketmanager installiert
    • ein leeres Raspberry Pi Projekt erzeugt
    • die alten Referenzen der Library zur Raspi Runtime über den Bibliotheksverwalter nachgeladen (per Download)
    • sämtliche Quelldateien per Copy-Paste in das neu erstellte Projekt kopiert
    • die beiden Busmaster (I2C und SPI) angehängt und für den SPI-Bus die Bitrate und Geschwindigkeit gesetzt
    • in denjenigen Projekten, in denen mit mehreren Tasks gearbeitet wird diese entsprechend konfiguriert
    • compiliert, downloaded, gestartet -> läuft

    Speichert man das Projekt nun ab, so läuft es ohne zu murren und zu knurren aus jedem beliebigem Ordner. So einfach ist das... :conf:

    Nachdem die Projekte nun eh' schon konvertiert sind, habe ich sie gleich mit auf meiner Homepage aktualisiert.


    Deckt sich die o.g. Vorgehensweise ungefähr mit der Deinigen oder gibt's da einen einfacheren Weg?


    Schöne Grüße


    schnasseldag

    Hallo PretzRudi,


    im Prinzip liegt das Package zur Raspi Unterstützung immer der Codesys Entwicklungsumgebung bei. Insofern ist bei jedem Bundel auch alles "passend". Allein die Runtime kann im Codesys Store separat heruntergeladen werden und muß ggf. über den Paketmanager aktualisiert werden.

    Allerdings scheint es so, als würde man sich bei den Updates auch die eine oder andere inkompatible Änderung erlauben, was sich dann dahingehend auswirkt, daß alte Projekte viele unaufgelöste Referenzen aufweisen. Manchmal hilft das Nachladen fehlender Bibliotheke oder die vorgeschlagene Anpassung des Speicherlayouts - aber nicht immer. Bei den Bibliotheken scheint man allerdings mehr Wert auf Aufwärtskompatibilität zu legen.

    Ich hatte vor einiger Zeit selbst ein Codesys Package aus Treibern (MCP23017, MCP3008, MCP3208, 433MHz Funkmodul) nebst Demoprogrammen und Webvisualisierung für den Hubo gebaut. Siehe >>> hier <<<. Erstellt ist es unter Codesys 3.5SP12. Die Treiber laden unter der derzeit aktuellen Version Codesys 3.5.14.10 immer noch, die Demoprogramme müssen aber per "copy paste" in ein frisch aufgesetztes Projekt kopiert werden.


    Leider trübt das ein wenig das Bild der ansonst exzellenten Softwareumgebung, die 3S in Form von Codesys für den Raspi zur Verfügung stellt.


    Das war jetzt zwar nicht exakt die Antwort auf Deine Frage, dafür aber ein wenig mehr an Hintergrundinformation. ;)


    Schöne Grüße


    schnasseldag


    PS: Ich hatte dei Tage die Single-Core Unterstützung auf einem Pi 2 B unter Codesys 3.5.14.10 laufen. Es scheint wohl egal zu sein, welches Package (single oder multi Core) Du Dir aus dem Store lädst. Bei der Installation auf dem Pi fragt er nämlich nochmals erneut und bietet beide Versionen an.

    Diesen Thread sollte man bis auf Linus Beitrag und eine weitere Aussage komplett löschen: "Servos (insb. unspezifizierte) sollten nicht über die 3,3V Stromversorgung eines Raspberry Pi versorgt werden.".


    Ansonsten wird hier schon wieder wild mit Strömen von GPIO's, Spannungsreglern und Dokumentationsfragwürdigkeiten der Foundation herumgeworfen.

    Für den Fall, daß der Thread überhaupt noch aktuell ist...

    Ist die Stromfrage eigentlich geklärt? Wand aufstemmen ist ja ausgeschlossen und egal welcher Motor am Ende eingesetzt wird, mit einer "4-adriger Telefonleitung aus einem 1A Steckernetzteil" (um es überspitzt auszudrücken) wird er sich schwerlich speisen lassen?! Hier eine optisch halbwegs akzeptable Lösung zu erreichen erscheint mir sportlich.

    Ja gehen tut das schon. Heizungen sind ohmsch und einen Zero Cross Schalter hat zumindest Dein FOTEK SSR-40 (wenngleich dies den Typ nicht hinreichend spezifiziert). Deinen Ausführungen nach würde ich Dir aber dennoch empfehlen, das einen "versierten Bastler" umsetzen zu lassen. Die Software kannst Du auch schreiben, ohne daß eine 2KW Heizung an- und aus geht.

    Ja, der ULN "entkoppelt" die Versorgungsspannung des Raspi von der zweiten am COM.


    SSR's gibt es in verschiedenen Formen. Manche besitzen bereits eingebaute Vorwiderstände, manche nicht. Das liegt am Typ. Ansonsten ist das Schaltbild prinzipiell i.O..


    Wenn das SSR für 5V ausgelegt ist, so benötigst Du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein weiteres Netzteil. Den Spannungsabfall am ULN kannst Du vermutlich vernachlässigen. Lastmäßig belasten die SSR's den ULN quasi auch nicht.


    Ground beider Netzteile MÜSSEN sogar miteinander verbunden sein.


    Wenn Du schalten willst, dann wirst Du wohl den GPIO zwischen High und Low wechseln lassen - oder? High bedeutet SSR einschalten, Low bedeutet SSR ausschalten.


    Aber - es gibt noch diverse Randbedingungen wie das Toggeln der GPIO's beim Booten und dem Verhalten Deiner Last am SSR. Ist die Last induktiv, kapazitiv oder ohmsch? Bei Snubbergliedern fließt immer ein Strom... und 230V (SSR suggeriert mir so etwas) bringen einen zum Zappeln. Also hol' Dir am besten noch zusätzliche Hilfe vor Ort, wenn Du rumwerkelst.

    Mir kam da noch so eine Idee... Die paßt zwar nicht so ganz zum geschilderten Fehlerbild, welches in mir den Eindruck erweckte, daß das Problem erst nach einer Zeit des Betriebs einsetzt - aber sein's drum.


    Die Platine scheint bestaubt zu sein. Staub gepaart mit Luftfeuchtigkeit kann ein HF-Teil zum Driften der Frequenz animieren. Dann paßt die Empfangsfrequenz nicht mehr zum Sender. Nimm mal einen Pinsel und "reinige" die Platine. Insbesondere unter der Spule. Und falls alles Vorgenannte nix mehr bringt, und Du den Schalter gerade mit voller Wucht in die Mülltonne schlagen willst, dann nimm einen Schraubenzieher und verstelle in geringen Schritten den Ferritkern in der Spule. Den Schraubenzieher mußt Du aber nach einem Stück des Verstellens und vor einem Test mit dem Handsender wieder herausziehen, da er als Eisenkern nämlich selbst zur Frequenzverstellung beiträgt. Also immer schön schrittweise drehen!

    framp : Ok, ich habe auch noch einen - so aus der Ecke "armer Mann Test". Allbekannt ist ja Kältespray und dessen zuweilen kurzzeitig "heilende" Wirkung. Du schriebst, daß der Schalter "nach einer Weile" manchmal nicht mehr geht. Vielleicht fängt er ja an zu mucken, wenn ihm zu warm wird?! Dabei muß daß noch nicht mal die Eigenwärme sein, sondern es kann auch an der Umgebungstemperatur liegen, je nachdem, wo der Schalter eingesetzt wird. RC-Netzteile sind allerdings auch bekannt dafür, daß sie nicht gerade die ökonomischsten sind und eben Wärme produzieren...


    Wie nun aber testen?


    Draußen ist es ja gerade schön kalt (also "schön" ist natürlich Ansichtssache). Schaltet der Schalter denn zuverlässig, wenn er sich in der Kälte befindet? Ein Kühlschrank bzw. eine Tiefkühltruhe könnten auch helfen (wenn Du den Schalter vorher in eine Folientüte packst, dann hast Du nicht so viel Kondenswasser drin, wenn Du ihn anschließend wieder "auftaust")... Feuerzeuggas macht auch schön kalt... aber das brennt eben auch, wenn's funkt. Daher habe ich das jetzt eben explizit nicht erwähnt.

    Andererseits kann man auch heizen, um den Ausfall zu provozieren. Lockenwickelstab oder Fön könnten dabei behilflich sein.


    Den bereits genannten Ferndiagnosen würde ich mich ebenfalls anschließen.


    Lieber Framp. Sei doch so gut und probier' das doch bitte aus. Hier im Forum sitzen jetzt ein ganzer Haufen kleiner Bastlerherzen, die gern wissen würden, ob ihr Lottotip denn richtig war! ;)


    Schönes Wochenende Euch allen!

    hyle Ich schrieb ja nicht, daß der Ansatz neu wäre. dreamshader hatte ihn als erster im Visier. Ich hatte den Wägeansatz nur lange nicht weiter verfolgt, weil die Pumpe nun mal "gegeben" war. Es sollte halt immer eine Pumpe mit drin sein. Will heißen, nicht das Abfüllproblem stand im Vordergrund sondern die Wahl von Pumpe und Antrieb.


    Bulli  

    ... auch hatte ich die Parallelisierbarkeit und Einfachheit der Anlage im Hinterkopf. Eine Exzenterscheibe auf einem Stepper, die über einen Hebel einen Schlauch abquetscht, die ist einfach und skalierbar. Und zwar in Hinsicht der Größe, wie auch der Anzahl (weil billig und über ein RAMPS Modul gleich 5 Pumpen gesteuert werden könnten). Einfach zu reinigen ist ein Schlauch ebenfalls.

    Wenn der Bottich in 2m Höhe stören sollte - den könnte man dann mit einer einfachen 2-Punktregelung (tatsächlich mittels einer Pumpe!) auf Füllstand halten. Diese Pumpe wäre allerdings unkritisch in Hinsicht auf Fördergenauigkeit, Trockenlauf, Saugfähigkeit..., da sie sich in Bodennähe befinden könnte. Die Zweipunktregelung hätte ich per optischer Füllstandsmessung (Totalreflexionsprinzip) erledigt, weil das wohl die hygienischste und robusteste Lösung ist.


    Nachdem nun aber die Zielrichtung des Projektes nicht "genaues" Abfüllen sondern "ein Antrieb mit verschiedenen Pumpenköpfen" lautet, sind "pumpenlose" Ansätze bei denen das genaue Abfüllen niedrigviskoser Flüssigkeiten im Vordergrund steht natürlich daneben. Schade, daß die Problemstellung nicht zum Anfang klar umrissen war. :-(

    Was mir bei allen Überlegungen dennoch nicht gefallen will, das ist der Umstand, daß am Ende ein Gewicht/Volumen unsere Zielgröße darstellt, wir die ganze Zeit aber versuchen, diese durch genaue Volumenströme über der Zeit zu integrieren. Letztere messen wir auch noch nicht mal, sondern stellen wiederum auf Positionen oder Geschwindigkeiten von Motoren ab. Wir meinen, eine gute Motorposition allein würde reichen! Über den Aktor ("Pumpe") haben wir erst eben nachgedacht. Naja, immerhin :-) Das Problem an der Geschichte - je höher die Fördermengen ausfallen, desto höher fällt auch der Fehler aus, weil wir die eigentliche Zielgröße (die Masse) nicht kennen und Volumenförderfehler proportional mit dem geförderten Volumen wachsen.

    Bei der zugrunde liegenden Aufgabenstellung müßte der Pumpentyp die folgenden Kriterien erfüllen. Er:

    • muß trockenlauffähig sein,
    • muß saugen können,
    • benötigt vermutlich einen Rückflußverhinderer,
    • muß über seinen Antriebsbereich hinweg idealerweise ein lineares Fördervolumen aufweisen,
    • darf nicht tropfen,
    • sollte sich leicht regeln lassen,
    • sollte sich leicht reinigen lassen und
    • vermutlich noch einiges mehr.

    Alle der genannten Pumpen sind nicht primär darauf ausgelegt, genau dosieren zu können (die Schlauchpumpe kann das vielleicht noch am besten). Für solche Anforderungen würde man Kolbenpumpen einsetzen. Ob nun mit Linearmotor oder mit Nockenantrieb oder Pleuel sei erst mal egal.


    Hier mal ein gänzlich anderer Ansatz, der die Schwerkraft benutzt. Diese hat nämlich den Vorteil sehr konstant zu sein :-)

    Also Vorratsbehälter in etwa 2m Höhe und ein Schlauch der in den abzufüllenden Eimer (oder das Glas) ragt, welcher wiederum auf einer Waage steht. Zur Dosierung wird der Schlauch abgequetscht. Damit ließe sich je nach Quetschgrad der Volumenstrom einstellen. Es ist jetzt nur eine Frage des Querschnitts des Schlauches und der Förderhöhe, um auf entsprechend hohe oder kleine Volumenströme zu gelangen. Wahrscheinlich ließe sich damit sogar die gwünschte Spreizung erzielen. Der Schlauch kann dabei mit wachsendem Füllgrad linear verengt werden, damit bei Annäherung an das Wägeziel eine genauere Dosierung und Wägung erfolgen kann.

    Die Wägung ist nämlich nicht ganz ohne. Die Flüssigkeit schwappt und der Füllstrahl verleiht der Wägezelle je nach Einleitungsrichtung einen translatorischen (also nich elastischen) Impuls. Vielleicht könnte man diesem durch rotatorische Einleitung entgegenwirken... Als schlauchverengender Motor wäre ein Schrittmotor aufgrund seiner einfachen Ansteuerung und Positioniergenauigkeit ideal. Mittels eines zweiten (dünneren) Schlauches nebst Motor ließe sich eine einfache Feindosierung vornehmen. Die Reinigung der Schläuche ist vermutlich auch einfacher, als die der "flügelbehafteter" Pumpen - egal welchen Typs.

    Wären die Eimer/Gläser etc. in ihrem Geometrie- Volumenverhältnis reproduzierbar, so ließe sich die Gewichtsmessung ggf. durch eine Füllstandsmessung realisieren...

    @Scharlieh: Kann es sein, daß Dir (weiter oben im Thread) entgangen ist, daß wir die ganze Zeit von Jughurt ausgehen, der noch keiner ist, mithin die Masse noch eine Viskosität von Wasser (und eben nicht derjenigen aus dem Glas, den wir löffeln) besitzt? Daher auch meine Annahme des diskreten Ausfließens der "Lamellenfächer" oder wie auch immer man die Zwischenräume der Flügel nennt. Bei 3/4" wird er auch kaum mit einer Kapillarwirkung (und "Retraktionsmöglichkeit") rechnen können. Dies mal beiseite gelassen, teile ich Deine anderen Ausführungen in weiten Zügen.


    Bei kleineren Volumenströmen würde mir die Schlauchpumpe auch besser gefallen. Gegen einen Bürstenmotor hätte ich auch nix. Insbesondere weil die einfach billig sind. Will man den Aufwand der H-Brücke nochmals senken, so könnte man alternativ über einen Bürstencontroller aus dem RC-Modellbau nachdenken. Der Umstieg auf Brushless wäre dann vermutlich recht einfach. Controller und Motor gewechselt - der Rest bleibt.

    Welchen Antrieb würdet Ihr für diese Vorgaben favorisieren?

    Gegenfrage: Welches Drehmoment muß denn für die Flügelzellenpumpe aufgebracht werden, damit sie pumpt?

    Antwort: Dieses Gefühl bekommst Du, wenn Du eine Pumpe in der Hand hältst.

    Frage: Ab welcher Drehzahl fördert die Flügelzellenpumpe (... wenn sie vielleicht auch noch erst 2m Luft ansaugen muß)?

    Antwort: Rate mal ;)


    Bei einer Schlauchpumpe hätte ich mich vielleicht noch aus dem Fenster gelehnt und gesagt "nimm mal einen Schrittmotor", weil diese Pumpen recht niedrig drehen. Bei einer unbekannten Flügelzellenpumpe muß ich passen. Ich habe selbst so eine Pumpe für die Bohrmaschine, um meinen Boiler ab und an zu reinigen. Nachdem die aber schon ziemlich verschlissen ist, lasse ich sie auf etwa 2000 U/min laufen, damit sie den Boiler schnell leer bekommt. Die Leistung der Bohrmaschine von 710W würde ich vorn und hinten nicht aus einem Stepper mit RAMPS 1.4 herausbekommen. Meine Pumpe bekomme ich mittlerweile kaum noch von Hand gedreht, so wie ich sie über die Jahre hinweg (auch im Trockenlauf) maltretiert habe.

    Mit einer Antriebsempfehlung für eine solche Pumpe muß ich leider passen.

    Quatsch, nein. Natürlich schiebt die Flügelzellenpumpe einen recht gleichmäßigen Volumenstrom aus der Düse, den man auch in Teilen der Flügelvolumen portionieren kann.

    Dann erkläre mir bitte, wie ein Fluid der Viskosität von Wasser "geschoben" werden kann.

    In meiner Vorstellung fließt Wasser aus einer geöffneten Kammer heraus - und zwar vollständig. Insbesondere, wenn die Öffnung nach unten zeigt, sprich die Schwerkraft ein Auslaufen fördert. Ich gebe aber zu, an eine "Springbrunnenanordnung" der Abfüllvorrichtung (Auslauf oben) bis eben nicht gedacht zu haben. Eine lustige Idee :-)


    Und wie stellst Du Dir die Bemessung der Düse vor? In meiner Vorstellung muß die bei einem hohen Volumenstrom eine Größe aufweisen, bei der ein Auslaufen nicht verhindert werden würde.

    Bulli : Die Schlauchpumpe zur Dosierung kleinerer Volumenströme erscheint mir auch eher das Mittel der Wahl. Die Dosierung wird einfacher als bei der Flügelzellenpumpe sein. Einen Umstand hast Du nämlich vergessen. Die Flügelzellenpumpe kann nur in diskreten Portionen gemäß der Anzahl Ihrer Flügel portionieren. Da nützt es auch nix, einen Stepper zu haben, der sonstwie genau positionieren kann.


    Nach dem Überfliegen des Datenblattes kam mir der Gedanke, wieso Du nicht einfach mal eine kleine "Übung" mit einer Bohrmaschinenpumpe machst? Damit bekommst Du zumindest mal ein Gefühl für die Physik, des Aufbaus - als da wären Tropfenbildung, Dosierreproduziergenauigkeit, Nachlauf, Ansaugvermögen und ~Fehler bei Trockenlauf... Drehzahlabhängigkeit der Fördermenge, Diffusorauslegung...


    In mir entsteht mehr und mehr das Bild einer zweistufigen Lösung. Eine Grobdosierung für hohe Volumenströme (gegebenfalls noch nicht mal positionsgeregelt, sondern) zeitgesteuert mit Geschwindigkeitsregler (also wie eben bei der Bohrmaschine), über den dann eine Kalibrierung vorgenommen werden könnte und eine Feindosierung per Schlauchpumpe und Schrittmotor. Dazwischen wird das Gewicht gemessen, damit der Sollwert für die Schlauchpumpe bestimmt werden kann.

    Bulli : Unsere posts haben sich wahrscheinlich überschnitten. Bevor Du an eine Umsetzung nach irgendeinem Modell A-C denkst, solltest Du m.E. noch mal überlegen, das Problem des großen Dynamikbereiches des Volumenstroms zu hinterfragen. Sowohl ein Fahrrad, als auch ein LKW sind Fortbewegungsmittel. Dennoch würde ich wohl mit dem Fahrrad zum Bäcker um die Ecke fahren, mit dem LKW aber mein Umzugsgut transportieren. Das kann man zwar auch umgedreht machen, aber das ist eher nicht sinnvoll.

    max. Fördermenge: 30 Liter/min bei 2800 U/min

    Ich greife mal diesen Eckpunkt als Anfang meiner Serie von Vermutungen auf...


    Das entspricht also 1/2 Liter pro Sekunde. Mir kam das (also der Volumenstrom von 500ml/s) ganz schön viel vor, um es in ein 5l Gefäß "tröpfeln" zu lassen. Von 100ml Bechern mal ganz zu schweigen. Wie fühlt sich das wohl in der Praxis an...


    Also, 10l Eimer geschnappt, in den Keller gegangen, wo 2m hinter dem Druckminderer ein DN15 Rohr (1/2", also etwa 15mm Innendurchmesser) mit Zapfstelle ist (Druckabfall ist also zu vernachlässigen). Bei voll aufgedrehtem Hahn ließen sich bei delta p = 3bar in 30s 10l Wasser zapfen. D.h. 0,33l/min. Die Pumpe schafft nun nach obigem Zitat 30l/min = 0,5l/s. D.h. bei einem Rohrinnendurchmesser von 15mm, einer Viskosität von Wasser und einem delta p von 3 bar würde man die Fördermenge nicht bewerkstelligen können. Pi mal Daumen würden wir bei diesem Querschnitt wohl ungefähr 5bar Druckdifferenz benötigen.


    So, zurück zur Kurvenschar der Pumpe. 30l/min liefert die vermutlich bei delta p = 0 bar?! Die Fördermenge einer Pumpe ist bei seriösen Datenblattangaben als Kurvenschar für verschiedene Druckdifferenzen angegeben. Bei Heizungspumpen der Einfachheit halber als Höhe Wassersäule über dem Volumenstrom. Jetzt ist der TE gefordert, sich das mal genauer anzuschauen :-)


    2800U/min. Das nenne ich mal eine Hausnummer! Der 0815 Nema Formfaktor Stepper mit RAMPS und A4988 Controller wird das nicht schaffen. Und schon dreimal wird er die Leistung nicht erbringen, wenn er bei der Drehzal laufen soll.


    Max. 2m Förderhöhe. Hm, klingt zunächst nicht dramatisch. Weil 0,5kg*2m*9,81m/s^2 ja "nur" 9,81Ws pro s ausmachen. Will heißen, rechnerisch nur ein 10W Antrieb benötigt würde, um die Höhendifferenz auszugleichen. Das ist aber eine Milchmädchenrechnung, da der überwiegende Teil der Leistung in die Strömungsverluste geht. Und die steigen mit der Geschwindigkeit. Zurück zum altbewährten und gern genommenen Halbzollrohr mit seinem Durchmesser von etwa 2cm^2. Bei 333cm^3/min (=0,333l/min) ergibt sich bei 2cm^2 Querschnitt eine Geschwindigkeit von (333cm^3/s)/2cm^2 = 167cm/s = 1,7m/s = 6km/h! Lösung - Querschnitt erhöhen. Damit steigt aber der Leistungsbedarf der Pumpe...


    Kurzum, betrachtet man die Kennzahlen, so halte ich mehrere Dinge für kritisch. Der Volumenstrom der Pumpe muß bei einem realistischen Druckabfall angegeben sein. Die Strömungsgeschwindigkeit und der Rohrdurchmesser (ggf. nebst Viskosität) bestimmen die Leistung des Pumpenmotors und müssen kritisch beurteilt werden. Eine Drehzahl von 2800 U/min erscheint mir zu hoch, weil sie zu Strömungsabrissen am Impeller führen könnte. Das liegt nun wieder an der Steigung des Impellers ... oder der Schnecke (womit klar werden sollte, was ich meine). Man stelle sich einen Rührer für Wandfarbe in einer Bohrmaschine bei 3000 U/min vor. Der schlägt Schaum! Und nochmals der Volumenstrom... einen 5l Eimer in 10s ohne Verkleckern füllen zu wollen, bedarf eines ausgefuchsten Diffusors. Der aber bedingt wiederum Druckabfall und somit weiteren Leistungsbedarf am Motor.


    2m Förderhöhe halte ich aus mehrerlei Gründen für kontraproduktiv. Erstens wird der "Einfädelprozeß", sprich das Erstansaugen bei leerem Rohr zum Problem. Man muß sich unmittelbar dem Problem des Trockenlaufs stellen! Zweitens könnte ggf. die Reinigung schwieriger ausfallen, wenn die Gravitation in zwei Richtungen wirkt?!


    Wie der TE schon selbst erkannte - einen 5l Eimer und ein 100ml Glas "schnell" über dieselbe Anordnung bei niedriger Toleranz zu füllen, daß ist sportlich (wir reden vonm einem Faktor von 50)! Ich würde die Aufgabe daher für große Abfüllmengen in eine Grobdosierung (mit nachgelagerter Gewichtsmessung) und eine Feindosierung trennen. Die Gravitation wüde ich "für mich" arbeiten lassen (insb. bei der Grobdosierung), anstelle mit "Förderhöhen" gegen sie arbeiten zu müssen.


    Nebenbemerkung - wie schnell kann denn der Eimertausch erfolgen? Sprich, was nützt es, den Eimer in wenigen Sekunden füllen zu können, wenn der Rest der "Taktstraße" herumtrödelt? Hier muß der ganze Workflow berücksichtigt werden.


    dreamshader Das mit Marlin hast völlig und allein Du verbockt! Jawoll! :-) Und zwar, als Du mir letztes Jahr einige Unterstützung hinsichtlich der Kriterien zu 3d-Druckern zukommen ließt. In irgendeinem Deiner Sätze stand das Wort "Marlin-FW". Und wenn ds so etwas erwähnt, dann setzt man sich gefälligst auf seinen Hosenboden und erfüllt seine Hausaufgaben - nämlich sich aufzuschlauen. :-)) Und so hab' ich mich dann für so einen Drucker entschieden und mir mal eine "Ersatzsteuerung" auf Halde gelegt. Hab' noch mal vielen Dank für Deine Beratung!!!