Posts by Machtnix


    Der Rezensent muss ziemliches Glück gehabt haben mit seinem Teil. Bei mir gingen zwei Kanäle und zwei gingen nicht, wobei das eine Relais davon auf klopfen doch noch anzog. Aber wer will schon immer daneben stehen und dem Relais nachhelfen ;(


    Dann hab ich mir die Schaltung angesehen, es kann mit 3,3 Volt garnicht sicher schalten. Die Anzeige-LEDs sind mit den Optoppler-LEDs in Serie geschaltet, und da eine LED für ordentlichen Betrieb mindestens 1,8 Volt braucht, sind 3,3 Volt für beide definitiv zu wenig. Selbst wenn die Relais anziehen, sollte man von solcher Betriebsweise Abstand nehmen, denn die winzigen Schalttransistoren gehen dabei nicht in Sättigung und werden deshalb bald wegen Überhitzung ihren Geist aufgeben.


    Doch man kann die Reaiskarte auch ohne Zwischenschaltung am Raspi verwenden, wenn man auf die Anzeige-LEDs verzichtet. Entweder mit einem dünnen Draht überbrücken oder wenn man es schön haben will, die LEDs durch 0-Ohm-SMDs ersetzen. Dann reichen auch die 3,3 Volt für einen sicheren Betrieb.


    Die Optokoppler bewirken übrigens keine galvanische Trennung, da (zumindest in der 4er Version) beide Seiten eine gemeinsame Masse haben.


    Enttäuschend an der Karte ist auch der Platinenentwurf. Die beiden Klemmenblöcke sind zwar im 5,08 Raster, aber nur jede für sich und sind deshalb in einem Hutschienengehäuse nur zur Hälfte passend. Wer solches vorhat, sollte also lieber mehrere 2er-Karten verwenden.


    Der Audioausgang liegt laut Schalbild auf GPIO 40 und 45 und wird über PWM (Pulsweitenmodulation) betrieben. Abgreifen kannst du da aber nichts.


    Da musst du schon in schier unergründlichen Tiefen des Linux-Soundsystems hinabsteigen, um an die Sounddaten heranzukommen.


    Schneller geht es vielleicht, über eine Analogschaltung die Signale an der Buchse zu bearbeiten und als Spannungen über einen AD-Wandler wieder einzulesen. Dann kannst du mit einem PWM-Modul
    wunderbar RGB-LEDs ansteuern.


    Also ich find die Eigenschaft genial, somit kann das gesamte System incl USB-Geräten über die Stromversorgung eines HUBs ohne weiteres Micro-USB Kabel und/oder NT. Spart Platz, Kabel, Kosten & Strom, was will man mehr :)


    Ich find es auch genial, wobei die Genialität auf Einfachheit beruht. Im Schaltplan kann man erkennen, dass alle 5 Volt Anschlüsse von USB und auch vom GPIO miteinander verbunden sind. An derselben Leitung liegt auch der Stabilisator, der daraus die 3,3Volt für die CPU generiert. Bei einfachen USB-Hubs ist auch alles eine Leitung, wodurch man sie sowohl aktiv als auch passiv betreiben kann.


    Weniger genial finde ich am Raspi die Mikro-USB-Buchse als Stromversorgung. Wozu dieses Nadelöhr, in das nur teure Spezialkabel passen ? Für eine Mini-USB wäre auch noch genug Platz gewesen, dann müsste man den Strom auch nicht auf 1A begrenzen. Von daher begrüße ich es dass man den Raspi auch rückwärts über USB oder GPIO versorgen kann.