Posts by snorrino04

    In #194 hat "Zentris" die Frage gestellt , ob Teflon-Dichtungsband aus dem Baumarkt geeignet sein könnte , die gesuchte , wasserdampfdiffusionsdichte Isolationsschicht zu liefern . Als mögliches Verfahren stand im Raum , Dichtungsband-Teflon auf dem Sensorkondensator durch Aufschmelzen zu fixieren .


    An einer GFK-Leiterplatte habe ich es getestet . Aber - wie befürchtet - begann der Kondensatorcoupon weit unterhalb von 330°C unter stinkiger Rauchentwicklung zu verkohlen . So geht es also nicht. Mit Glas- oder Keramikcoupons als Träger für die Elektroden käme man vielleicht weiter . Sowas mag es bei der NASA geben , ich selber komme aber nicht an solche Materialien .


    Es zeigte sich weiterhin , dass das getestete Teflonband bei 330° stark schrumpft - geschätzt so um 50% . Es handelte sich also um vorverstreckte Ware ! Wenn man einen Zylinder damit bewickelt , zieht es sich bei 330....340°C recht fest darum . Daraus liesse sich theoretisch 'was machen , aber ich traue der ganzen Idee mit dem dünnen Teflonband nicht mehr über dem Weg . Weil : GORE-TEX Textilien enthalten ebenfalls durch Verstreckung erzeugte , dünne Teflonfolien . Die sind microporös und halten Regenwasser zurück , sind aber für Wasserdampf gut durchlässig .


    Ich selber suche weiter nach einer Kleinmengenquelle für Dispersionen von vorpolimerisiertem Teflon , das bei 200°C ausreagiert .



    Gruß an alle Foris.................................................Snorrino04



    Ja - ganz zweifellos : mit Teflon wäre ein Schritt weiter zu kommen . Im Internetauftritt der Firma "Rhenotherm" - es gibt auch andere Beschichter - findet sich der Satz : >>>Eine mikroporenfreie Schicht an der Oberfläche eines Substrates, die verhindert, dass Wasserdampf die Substratoberfläche erreichen kann.<<<
    Im Beitrag #133 vom 29.4.2016 habe ich schon einmal eigene praktische Erfahrungen mit der Erzeugung von Teflonschichten auf metallischen
    Oberflächen erwähnt . Die notwendigen Produkte sind aber für Private nicht erhältlich.


    So gut ich die Idee mit dem Umwickeln eines Sensors zwecks Aufschmelzung einer Teflonbarriere finde - aber : welches Sensormaterial hält dieser Temperatur stand ? Metallerne Streifenleiter als Kondensatorplatten immer , deren Träger aus Pertinax oder faserverstärktem Epoxidharz wohl kaum und die haftungsvermittelnde Schicht dazwischen ziemlich sicher auch nicht .


    Ich werde das Wickelverfahren trotz Alledem mal testen . Weil ich mir dafür das Öfchen erst bauen muss , kann das Ganze etwas dauern . Ich werde aber anschliessend darüber berichten .


    Gruss an alle Foris , besonders an die "Grower"....................................................Snorrino04


    Lieber Andreas . Das mit den 99,8% ist sicher richtig . Aber : die Brauchbarkeit dieses scheckkartengrossen Maschinchens erfährt doch eine ungeheuer grosse Steigerung , wenn es Sinnesorgane für die Umwelt bekommt . Das grosse Angebot einfacher Sensoren für physikalische Grundgrössen wie Temperatur , Druck , Strahlung und Kraft bestätigt mir diese Meinung . Die Messung der Bodenfeuchte ist deutlich anspruchsvoller , die "Gewerblichen" halten sich da heraus oder bieten in erreichbaren Preisgruppen nur einen unbrauchbaren Mist an . Ich glaube auch gerne , dass es bei der NASA etwas gibt - nur fingergross und mechanisch langzeitstabil - was man in die Erde steckt und dann ein Signal für die Bodenfeuchte zugefunkt bekommt . Aufgeschlüsselt nach Haftwasser , Zwickelwasser und Quellwasser . Vermutlich wird dessen Preis dem Gegenwert eines freistehenden Einfamilienhauses entsprechen . Wenn ich weiterhin annehme , dass unter den zitierten 99,8% der anderen User eine zweistellige Anzahl von " Growern " für einen erschwinglichen und langzeitbrauchbaren Bodenfeuchtesensor gute Verwendung hätte - ja , dann ist dieser Stang hier doch gar nicht so sehr fehl am Platze .


    "Der Sensor ist aller Messung Anfang " ( Sokrates ? ) :D


    Gruß an Andreas und an alle Grower unter den Foris......................................................Snorrino 04

    Teflon dürfte ziemlich gut sein, aber wie will man das aufbringen.


    Diese Frage kann ich aus eigener Erfahrung beantworten .


    Im Zusammenhang mit Forschungen an Elektretmaterialien für Feinstaubfilter ergab sich die Notwendigkeit , Aluminiumcoupons mit Teflon zu beschichten . Dazu wurde eine Dispersion von vorpolimerisiertem Teflon mittels eines billigen Airbrush-Gerät aus dem Hobbyladen auf den Coupon gesprüht . Mit Druckgas von 5 Bar klappte das auch ganz hervorragend und die Schichtdicke hing von der Sprühdauer ab . Nach 20 Minuten bei 180°C war die Teflonschicht auspolimerisiert ( vernetzt ? ) und fest auf dem Untergrund fixiert . Wie bei Bratpfannen .


    Die Probleme für "privat" sind einerseits der Preis solcher Dispersionen . Mir sind so ca. 200€/l in Erinnerung und Kleinmengen werden praktisch nicht angeboten . Andererseits gibt's ein breites Spektrum von physikalisch und chemisch unterschiedlichen Produkteinstellungen , so dass man vor lauter Bäumen keinen Wald nicht mehr sieht . Ohne fachliche und materielle Hilfestellung durch einen hilfsbereiten Lohnteflonisierer ( ja - sowas gibt es ) ist man da aufgeschmissen .


    Gruß.............................................Snorrino 04


    @snorrino40: ich habe deinen Reagenzglassensor mal durchgemessen und kann dir jetzt auch sagen/schreiben, warum der bei dir quasi nicht funktioniert hat (bitte nicht sauer sein :bravo2: , wenn es ein bisschen belehrend klingen mag, ich weiß nicht, wie ich es netter verpacken soll :daumendreh2: )


    Hallo , das Zen .


    Nein - ganz und gar nicht sauer ! Im Gegenteil : ich bin sehr dankbar dafür . Als Chemiker reichen meine Elektro(nik)kenntnisse nur unwesentlich über das Ohm'sch Gesetz hinaus . Da bin ich dann immer sehr glücklich , wenn ich von qualifizierter Seite her etwas objektbezogenes dazulernen kann . :thumbs1:
    Wenn mal etwas nicht wunschgemäss klappte , haben wir es im Labor haben immer so gesehen : " Kein Ergebnis ist auch ein Ergebnis " . Die Kunst bestand dann darin , den real existierenden kürzesten Weg zum gewünschten Ergebnis zu finden . Der Pferdefuss steckte in "real" und "gewünscht" , aber : dieses Problem zwischen Forschung und Verkauf ist eine andere Geschichte ..........




    Deine Skizze vom Flachsensor zwischen Glasplatten inspiriert mich zu folgender Träumerei : Ich stelle mir einen gläsernen Objektträger ( >> Mikroskopiezubehör ) vor , auf dem zwei oder mehr Streifen mit Silber-Leitlack gezogen sind . Abgedeckt sind diese Streifen mit einem zweiten , etwas kürzeren Objektträger , so dass Kontaktflächen frei bleiben . Dann klebe ich gedanklich beide Objektträger aufeinander , mit Isolierbitumen :lol: , Carnaubawachs , Epoxid-Zweikomponentenkleber oder Sekunden-Cyancrylatkleber . Weiterhin träume ich mir den 555er-Wandler (von Kapazität auf Frequenz) als Drahtverhau direkt noch mit auf den Objektträger gebracht . Das müsste sogar klappen , wenn man den 555er mit dem Rücken auf den Objektträger klebt und ihm die 4 externen Bauteile zwischen die Beine lötet....................


    Die nächsten 3 Wochen bin ich weg , lese aber interessiert mit .



    Gruß an Dich und alle Foris........................................Snorrino04

    Hallo , Andreas .


    Ja , das ist Alles richtig . Wasser , das molekular in irgend einem Gefüge verankert ist , lacht bei 100°C nur über den Austreibungsversuch .


    Da ich aber scheue , Heizexsikkator+Wasserstrahlpumpe zu beschaffen , nehme ich den geringen Aufwand in Kauf , baue den Sensor neu und lasse mir für dessen hermetisch dichte Verpackung irgend etwas einfallen . Dabei schrecke ich auch vor "BillyBoy" oder ähnlichen Produkten nicht zurück .
    Möglicherweise liegt die Problemlösung ja auch viel näher und heisst "Pertinax" . Streifenleiterplatten daraus habe ich noch irgendwo und werde auch daraus 'mal einen Sensor stricken und ihn bewässern .


    Ich ärgere mich pickelig , wenn ich daran denke , wieviele 2xPt100-Messfühler in meiner Brötchenfirma auf den Schrott gegangen sind ! Zwei voneinander isolierte Drahtlängen auf einem Glaszylinderchenchen , überschmolzen mit einer dünnen Schutzglasschicht - wenn das mal nicht einen guten kapazitiven Sensor abgegeben hätte !


    Man sieht , dass das Thema noch lange nicht ausgereizt ist . Der Sensor ist aller Laster Anfang



    Gruß......................................Snorrino04

    Nein - an Schmitz-Backes bin ich immer noch nicht vorbei !


    Der beschriebene Flachsensor im gefalteten Polyethylen-Schutztütchen hat ca 14 Tage lang plausible Werte geliefert . Aber dann sackte die Ausgangsfrequenz der Schaltung um den Faktor 5 ab und blieb dort stehen . Exitus .


    Der Einsatzort des Sensors ist eine geschlossene Box mit 100% relativer Luftfeuchte bei 28°C . Wenn man im Internet im "Lexikon der Kunststoffe " blättert , findet man bei "Prüfung der Wasseraufnahme" Hinweise darauf , dass 100% rF. fast so gut ist , wie Eintauchen in Wasser . Aha - da werden sich also die Flächen zwischen den Leiterstreifen durch Wasseraufnahme bezüglich ihrer dielektrischen Eigenschaften gravierend verändert haben . Sie haben sich obendrein irreversibel verändert , denn stundenlanges Ausheizen des Sensors bei 110°C hat nur minimale Änderung in Richtung auf die ursprünglichen Werte gebracht . Man darf also keinesfalls hoffen , dass die ursprüngliche Empfindlichkeit sich wieder herstellen lässt .


    Abhilfe scheint nur möglich durch hermetisch dichten Verschluss des PE-Schutztütchens , am elegantesten durch Verklebung .. Das ist aber bei Polyethylen mit seiner geringen Oberflächenenergie sehr schwierig , denn kein bekanntes Klebersystem greift dort richtig . Meine zukünftigen Arbeiten richten sich daher auf Kittsysteme , bestehend aus Isolierbitumen , Chloroform und Tetrahydrofuran .


    Die Arbeiten gehen also weiter , ich werde gelegentlich hier davon berichten . Der Sensor ist aller Messung Anfang .


    Gruß an alle Foristen.......................................Snorrino04

    Ich denke, ich bau mir das mal nach... :thumbs1:


    LG, das Zen


    Hallo ," das Zen"


    Ich würde Dir bei Interesse gerne - kostenfrei und unverbindlich - für eigene Bearbeitung das Material aus der Bildanlage schicken . Zzgl. eines zweiten 8-mm-DURANröhrchens, aber ohne den Stopfenbohrer . Ein paar passende Bohrkerne aus Polymerschaum füge ich noch bei . Überigens : Bau-Polystyrol lässt sich nicht bearbeiten , es zerbröselt beim Ausstechen . Es gibt aber im Bereich "Bau , Dachdecken" auch Platten mechanisch stabilerer Polymerschäume . (Tipp : auf dem nächstgelegenen Schießstand für Kurzwaffen ist sowas als Scheibenträger in Gebrauch )


    Wenn ich wüsste , wohin ich das Ganze schicken sollte ! Ich habe nämlich bisher hier keinen Kanal für persönliche Nachrichten gefunden . Gibt es für Dich einen Weg , mich per EMail zu erreichen , ohne dass Adressen offen genannt werden müssen ?


    Gruß .................................Snorrino


    .......[...]


    Hm, wenn ich die Größen anhand des Bildes richtig einschätze, ist die Kupferfläche recht klein.
    Ich frage mich ernsthaft, wie du damit auf 0,106nF kommst:


    Hallo , das Zen .


    Tja - davon war ich selber auch sehr überrascht . Der Kondensator selber wird in meiner Rolle ja von den Seitenflächen der dünnen Streifenleiter gebildet , die - wie bei den planebenen Ausführungen - ein über die andere verkämmt parallel kontaktiert sind . Ich hatte selber ebenfalls einen ganz erheblich geringeren Wert erwartet . Vielleicht spielt die Feldverzerrung infolge der starken Krümmung eine Rolle , eventuell habe ich auch mit dem stützenden Isolator hinter dem Streifenleiter keinen guten Griff getan . Wie man auf dem Bild erkennen kann , habe ich dafür Zylinder aus einem neuzeitlichen Weinflaschenverschluss gestanzt . Das ist kein Kork mehr , sondern irgend ein Polymerschaum (Verdacht : Polyethylen )
    Die Schwingfrequenz am 555er Wandler bestätigt allerdings die o.g. Kapazitätsmessung , sie ist auf einige hundert Hz abgesackt .
    Wie auch immer - es hat bei mir nicht geklappt . Das steht aber keinesfalls im Widerspruch zu der guten Meinung , die ich von dieser Idee habe . Man muss sie halt nur richtig umsetzen , und da hat ein Chemiker so seine Grenzen ......


    Gruß aus meiner häuslichen Bastelecke........................snorrino04


    P.S . Mein Browswer zeigt mir richtig " ca 8 mm " für das Röhrchen an . Seltsam .


    Also - die Sache mit den vielen schmalen Kupferstreifen an der Innenseite eines Mini-Reagenzglases - die habe ich ausprobiert , aber es hat nicht geklappt . Ein Kapazitätsmessgerät zeigte für den Luftwert 0,106 nF an und in Wasser praktisch dasselbe . Vielleicht habe ich irgend einen Fehler gemacht . Jedenfalls verfolge ich diese Linie vorerst nicht weiter, obwohl man bei 6 voneinander isolierten und einzeln beschaltbaren Kupferstreifen schon schnell auf Sender-Empfänger-Ideen kommen könnte . Aber für mich ist das zu hoch . Es führt gedanklich zur "Impedanzspektroskopie" , die auch irgendwo in den Tiefen des Internets als geeignetes Verfahren erwähnt wurde . Immerhin : vielleicht entlockt jemand seiner Raspberry eine geeignete Frequenz , bei der das Sensörchen sich deutlicher angesprochen fühlt . Kapazitiver Spannungsteiler usw .
    Ich füge ein Bildchen bei , aus dem Alles hervorgeht : Ausführung , Werkzeug und Materialien . Das DURAN-Röhrchen hat ca 8 mm Durchmesser und wenn ich einen Liebhaber dafür finde , gebe ich es gerne ab .



    Mit Gruß an alle Foristen..........................................snorrino04




    Hallo , "das Zen " .


    So - hier sind nun die Bilder des kleinen , fliegenden Aufbaues , mit dem ich mir einen Überblick über die Funktion des planebenen , kapazitiven Feuchtesensorsystemes verschaffe . Die Grundeigenschaften des Sensors und die Auswirkungen von Schutzfolien und Beschichtungen auf die Empfindlichkeit des Sensors sind damit recht zuverlässig erfassbar . Um die langfristige Auswirkung von Nässe auf das System zu testen , denke man sich den gewichtsbelasteten BillyBoy durch ein feuchtes Schwämmchen ersetzt .


    Wie man den Bildern entnehmen kann , wurden für den Aufbau der Testvorrichtung keinerlei Spezialteile verwendet . Um unübersichtliche Effekte durch Elektrolyte auszuschliessen , besteht die Füllung des BiBo Regenwasser . Destilliertes Wasser ( Autobatterie , Bügeleisen ) tut es ebenso gut , Wasser aus (Kat-)Ionenaustauschern würde ich nicht nehmen .


    Trotzdem lässt mich Deine Idee mit den Kupferstreifen an der Innenseite eines dünnwandigen Reagenzglases nicht los , denn die Handhabungsvorteile eines solchen Aufbaues wären enorm . Da frage ich mich , wie weit man sowas noch verkleinern kann . Die kleinsten DURAN-Reagenzgläser , die ich kenne , haben ca. 6 mm innen . Irgendwann habe ich einen Tintenstrahldrucker zerlegt . Die elektrische Verbindung zum Druckerschlitten war ein elastisches Flachband mit vielen parallelen Kupferstreifen . Ob man damit wohl..........? Gelegentlich werde ich das auch mal angehen .


    Soweit für heute und die nächsten paar Tage . Ich werde mit Interesse lesen und ggf auch selber zur Sache " Bodenfeuchtesensor" berichten , denn : Der Sensor ist aller Messung Anfang .




    Gruß an Dich und die Foris
    ............................................Snorrino04

    Hallo , “das Zen“ .
    Meine aufrichtige Anerkennung für die gute Idee , ein Standard-Reagenzglas als mechanische Basis für einen kapazitiven Bodenfeuchtesensor zu nehmen . Doch – das ist prima ! Ein mechanisch recht stabiler Sensor , den man an jeder Stelle auf die Hauptwurzeltiefe in den Boden stecken kann – das ist schon Etwas ! Ich finde das derart gut , dass ich eigene Gedanken in dieser Richtung nicht unterdrücken kann . Gestatte deshalb bitte , dass ich zum Detail „Fixierung der kupfernen Elektrodenstreifen an der Innenseite des Rohres“ ein paar Gedanken zusteuere .


    >>>>>> die Kupferstreifen ordentlich fixieren und dabei formschlüssig an die Innenseite des Reagenzglases andrücken - das müsste auch mit einem zylindrischen Stück Polystyrol klappen . Wohl Demjenigen , der über einen kompletten Satz Stopfenbohrer verfügt , mit dem er passende Zylinder aus Isolierschaum als "Bohrkern" herstellen kann .
    >>>>> Eine einfache Fixierungsmöglichkeit besteht sicher auch darin , die Baueinheit mit geschmolzenem Kerzenwachs auszugiessen
    >>>>>Wenn verfügbar , kann man dafür sicher auch Polyesterharz nehmen – solches von der Glasfsermattentränkung .
    >>>> >Ausschäumen des Reagenzglases mit PU-Schaum würde die Kupferstreifen ebenfalls fixieren , aber wegen der mangelhaften Witterungsbeständigkeit müsste man den oberen Sensorschaft vor Sonne und Regen schützen .



    Das Stichwort „vor Licht schützen“ hat eine für mich selber eine überraschende Bedeutung bekommen : Licht verschiebt das Sensorsignal meines planen Sensors kräftig in Richtung auf den „Trockenwert „ .! Das beobachte ich immer , wenn ich die Pflanzenbeleuchtung einschalte und sie den oberirdischen Teil meines Sensortütchens anleuchtet . Was es nicht Alles gibt ! Aber : konstante Störungen lassen sich ja gut auskompensieren .


    Was die Sache mit dem BilliBoy zur Prüfung der Empfindlichkeit des flachen Elektrodensystemes angeht , so sende ich mit meinem nächsten Beitrag drei aussagefähige Bilder .( Es wird Ostermontag darüber werden , denn heute steht die Familie mit den schnellwüchsigen Enkeln auf der Matte - und passend dazu ist der Blitz meines Fotoapparätchens gestorben . Da muss ich mir erst eine Beleuchtung stricken )


    Ich wünsche Dir+Familie und allen mitlesenden Forophilen ein schönes und frohes Osterfest . Gruß.........................Snorrino04


    Hallo , das Zen .


    Ein wenig kann ich auch wieder beisteuern .


    Einen Sensor mit einer Epoxidbeschichtung ( Uhu Plus 2-Komponenten , 90 Min Verarbeitungszeit ) habe ich hergestellt , sicherheitshalber 10 Std bei 70°C nachbehandelt und geprüft . Bei meinen beiden "Standards" hat er vertraute Werte geliefert : 3,2 kHz gegen Luft und 2,2 kHz mit dem aufgelegten BillyBoy+Regenwasserfüllung . Zum Betriebstest wurde ein Schwämmchen aufgelegt und durch Wasserauftropfen nass gehalten . Die Oszillatorfrequenz sank langsam , aber stetig und nach 3 Tagen war sie unter 1 kHz . Da habe ich den Versuch beendet , denn dieses Ergebnis kann ich nicht deuten .


    Parallel dazu habe ich einen neuen Sensor hergestellt ( Bildanlage : Sensor nackig ) , in ein massgeschneidertes Polyethylentütchen gesteckt ( Bildanlage : Sensor komplett betriebsfertig eingepackt ) und ihn dem oben beschriebenen Schwämmchentest unterzogen . Dabei zeigte er keine Drift . Polyethylen ( PE ) erscheint also brauchbar , es war nun die Frage der Folienstärke zu klären . Vorversuche haben ergeben , dass der Hub der Frequenzänderung , also das Nutzsignal , arg klein werden kann , wenn man die Folienstärke zu groß wählt . Verfügbar als Material waren Gefrierbeutel , s=0,04 mm und eine Dokumentenhülle , s=0,15 mm .


    Ich muss nun ein paar Zahlen nennen - die gemessenen Frequenzen der 555er Oszillatorschaltung - damit eventuelle Mitleser einen Anhaltspunkt für eigene Arbeiten haben . Der Sensor lag dabei auf einer Styroporplatte , unter BiBo ist im Folgenden der mit Regenwasser gefüllte BillyBoy zu verstehen .


    Nackter Sensor mit Messfläche frei zur Raumseite..................................................... 3,9 kHz ( Standardmesspunkt , oberer )
    Nackter Sensor mit aufgelegtem BiBo..........................................................................1 kHz ( Standardmesspunkt , unterer )
    Sensor + 0.04 mm PE-Folie mit aufgelegtem BiBo...................................................... 1,7 kHz
    Sensor + 0,08 mm PE-Folie mit aufgelegtem BiBo.......................................................2,0 kHz
    Sensor + 0,15 mm PE-Folie mit aufgelegtem BiBo.......................................................2,6 kHz


    Man sieht ganz klar , dass der kapazitive Sensor stark an Empfindlichkeit einbüsst , wenn man auf Wasserdampfdiffusionsfestigkeit der Abdeckung Wert legt und die Folienstärke der Schutztüte höher wählt . Ich habe mich trotzdem für die weitere Arbeit mit 0,15 mm entschieden , denn mir erscheint der Signalhub von 1,3 kHz zwischen den Standard-Messpunkten noch ausreichend .Mal sehen.........


    Eine hübsche Bastelarbeit war es noch , das Schutztütchen aus PE-Folie herzustellen . PE ist elastisch und praktisch nicht zu verkleben . Mit einem Bügeleisen bei 90°C und Isolierbitumen als Kleber war es aber doch brauchbar hinzukriegen . Morgen wird der Sensor eingebuddelt und ein Datenlogger registriert dann die Oszillatorfrequenzen . Ich werde - auch wenn's jetzt etwas dauert - gelegentlich berichten und mit Interesse verfolgen , was Du hier über Deine Arbeiten berichten wirst .


    Überigens : das Ziel dieser Aktion ist lediglich , Paprikapflänzchen aus Samenkörnern zu ziehen und im Sommer Früchte zu ernten . Dabei will ich aber zwischendurch irgendwo 14 Tage abhängen und nicht auf Fremdgiesser angewiesen sein . Für diese Zeitspanne müssen Bewässerung , Heizung und Beleuchtung automatisch laufen . Für das Geld , das ich in diese Liebhaberei schon investiert habe , könnte ich mich unter Paprikaschoten begraben lassen - aber darum geht's ja nicht .



    Herzlichen Gruß aus NRW....................................................Snorrino

    Hallo , "das zen" .


    Deinen Bericht habe ich mit Genuss gelesen :bravo2: und kann daher ein wenig fachchinesisch hier einbringen .


    Das Problem ist ja folgendes : wir suchen einen Werkstoff zur schützenden Beschichtung von Kondensatorelektroden , der einerseits wasserbeständig ist - mechanisch so wie elektrisch - und andererseits nicht verhindert , dass die Kondensatorkapazität sich als eindeutige Funktion der Qualität der grossen "Pseudo-Dielektrikumsmasse Erdklumpen" verändert . Dabei sollte der Zusammenhang zwischen Bodenfeuchte und Dielektrizitätskonstante des Bodens deutlich herausschauen .
    Man ist , wenn man über "Wasserdampf-Diffusionswiderstand" von Oberflächen recherchiert, recht schnell bei der Bauphysik und der DIN 4108/4 und kommt von dort aus in Tabellenwerke . Neben baupspezifischen Materialien findet sich dort auch öfter der Hinweis auf Epoxidlacke . Da ist also schon 'was dran ! Den höchsten Wasserdampfdiffusionswiderstand bieten aber offensichtlich Polyäthylenfolien . Aha - sowas habe ich in 0,2 mm doch auch schon mal im Baumarkt gefunden . Überigens : Schrumpfschlauch verringert die Empfindlichkeit des Sensors sehr stark , ist also keine Lösung .


    Den Sensor aus der Fotostrecke habe ich vom Bitumen völlig befreit und mit einer vliesgebundenen Epoxidharzauflage versehen ( UHU+ , grün , 9o Minuten Verarbeitungszeit ) . Er liegt nun beschaltet flach auf einer Styroporplatte . Die Oberfläche ist komplett mit Wasser belegt und ich schaue mir den langzeitlichen Verlauf der Kondensatorkapazität an Hand der Schwingungsfrequenz an . Die sinkt , kontinuierlich ungefähr in der von Dir genannten Grössenordnung . Sie stürzt aber förmlich ab , wenn ich die Raumtemperatur um ein paar Grad erhöhe - allerdings scheint dieser Absturz reversibel . Der Test läuft jetzt erst 10 Stunden . Vielleicht stabilisiert sich der Aufbau irgendwann . Ich werde darüber berichten .


    Wegen der guten Wasserdampfbremsung von Polyäthylenfolie liegt es nahe , das olle Folienschweissgerät zu reaktivieren und die Sensorplatte in ein massgeschneidertes Polyäthylentütchen zu packen . Irgend sowas werde ich machen und dann hier auch davon berichten .



    Gruß.........................................Snorrino



    Der Sensor ist aller Messung Anfang ( Kon-Fu-Tse ?? ) :lol:

    Das war nix ! Bitumen ist eine Sackgasse


    Isolierbitumen scheint untauglich . Erste Arbeiten an Standardproben , wie der Scheibe Fleichwurst oder einem wassergefüllten BillyBoy :lol: , haben zwar gut reproduzierbare Messungen ergeben , aber im Praxistest hat's nicht dauerhaft geklappt . Wenn im Testgefäss eine bestimmte Feuchte eine Zeit lang überschritten war , setzten die Schwingungen der 555er Wandlerelektronik aus . Nachdem der Sensor eine Zeit lang an der Luft gelegen ( = getrocknet ? ) hat , setzten die Schwingungen wieder mit den erwarteten Frequenzen ein . Auch beim Anschliessen eines frischen ( trockenen ) Messkondensators konnten Messungen im Topf wieder ein paar Minuten lang durchgeführt werden - dann war's aber auch erneut vorbei .


    Ein Hinweis auf die mögliche Ursache dieses Verhaltens findet sich mitunter in Elektronik-Compendien zum Thema "555" . Wenn der Leckstrom :baeh2: des Kondensators zu gross wird , setzen die Schwingungen aus . Ich muss also annehmen , dass die Bitumenschicht unter Feuchtigkeutseinfluss die Kondensatorflächen zunehmend ohmisch verbunden hat .


    Schitte - watt nu ?


    Es gibt zwar vorpolymerisierte Teflon-Suspensionen , die man auftragen und bei ca 200°C thermisch vernetzen kann . Die sind aber als Kleinmenge arg teuer . Mit einem Hunderter für einen Liter muss man rechnen und ich bin auch nicht sicher , ob diese Substanzen im freien Handel erhältlich sind .


    Meinen nächsten Beschichtungsversuch an einem Messkondensator werde ich mit Zweikomponentenkleber "UHUplus , 10 Minuten" ( es gibt auch andere Marken ) durchführen . Der muss exakt zusammengewogen werden , damit im Endprodukt weder Härter noch Binder im Überschuss verbleiben . Dann wird der Feldtest schnell zeigen , ob diese Beschichtung etwas taugt . Wenn nicht , stecke ich den Sensor samt Elektronik ein ein Prophylaktikum und versuch's damit . Es würde mich aber auch nicht wundern , wenn letztendlich ganz einfache Klebefilme von der Rolle zum Schutz der Sensorfläche optimal wären . Ich werde darüber berichten .



    Gruß.............................................Snorrino


    Hallo , Andreas .


    Doch - die Idee ist prima und würde in Verbindung mit zwei Stücken Lichtleiter einen ganz prima Sensor geben . Der direkte hydraulische kontakt zum Messgut könnte recht kurze Ansprechzeiten bewirken .


    Aber : Kobaltchlorid ist als Ba-Ba praktisch vom Markt verschwunden und per Erlass auch aus den Chemiesäälen der Schulen verbannt . . Da müsste man schon Verbindungen zu einem Lehrlabor für qualitative Analyse haben - aber wer hat das schon ?


    Die nächst naheliegende Idee - der fremdbeheizte Lithiumchlorid-Feuchtegeber - hat seine Anwendung im Gasraum, also nicht direkt im Boden . Wenngleich im Topf die Luftfeuchte im Gleichgewicht mit der Bodenfeuchte steht , erscheint mir , wegen der langen Zeiten bis zum Einstellen des Gleichgewichtes , die Methode wenig brauchbar . Da würde man wohl auch eher mit den resistiven Feuchtefühlern arbeiten , die es über EBAY für



    Der Sensor ist aller Messung Anfang . Das war schon beim OC71 so , gilt für die Raspberry und wird für ihre Nachfolger ebenso gültig sein . Es ist deshalb nicht ganz "ausserhalb" , wenn sich hier ein kleiner Sensorstrang entwickelt .


    Die Frage nach der Temperaturbeständigkeit von Fundamentmauern-Isolierbitumen als wasserfeste Abdeckung einer Sensorfläche kann man sicher so beantworten : wenn man den fertigen Sensor einige Stunden lang bei 70° ausgeheizt hat , bestehen gegen Anwendungen bis zu den angefragten 40° keine Bedenken. Selbst bei 60° hat die "Oberfläche a la Snorrino" auf mich einen guten Eindruck gemacht . Bei 80° zeigt sich eine leichte Tendenz zur Klebrigkeit .


    Den Werdegang meines selbstgestrickten kapazitiven Sensors füge ich als kleine Fotostrecke bei ( hoffentlich klappt es mit den Attachementos und die Bildchen kommen auch 'rüber ) . Man sieht , dass die Herstellung kein Problem ist , wenn man die Komponenten hat . Das Problem sind die Kleinmengen . Eine Löffel voll Isolierbitumen kann man vielleicht beim nächstgelegenen Bauunternehmer abstauben und in Haushaltswarenläden gibt's sehr dünne Vlieslappen als Wischtücher .


    Ob man nun den Sensor als frequenzbestimmendes Glied einer Oszillatorschaltung nimmt oder einen kapazitiven Spannungsteiler damit aufbaut und ihn mit variabelen Frequenzen füttert, ist sicher ein weiteres , interessantes Thema . Unter einer starken Temperturdrift leidet die Messung auf jeden Fall und es wird eine gut programmierte Raspberry erfordern , diese Abweichung per Programm zu minimieren



    Gruß aus NRW..........................................Snorrino


    ...
    btw: Wie trennt ihr die Bahnen von Streifenplatinen ????
    ...


    Dremel mit Schleif- oder Trenn-Scheibe ... ;) ...
    Schlüsselfeile wäre auch eine Maßnahme. Cutter halte ich für ziemlich mutig :angel:
    Oder Punkt-/Streifenraster nehmen ( das sind die, bei denen immer drei Lötpunkte verbunden sind).


    Gute Besserung,
    -ds-
    [/quote]


    Ein prima Trennwerkzeug hat man , wenn man einen 3-mm-Bohrer in das Heft einer Schlüsselfeile einsetzt . Nein - nicht durchbohren ! Nur die Leiterbahn rund um ein Rasterloch damit wegnehmen . Dann kann man sogar die Trennstellen auch von der Bestückungsseite her erkennen .



    Gruß..............................................Snorrino

    Zum Überprüfen der Messvorrichtung an einer " Standardprobe" möchte ich noch 'was ergänzen . Wer öfter irgend welche Messungen durchführt , weiss , dass die regelmässige Überprüfung der gebrauchten Messmittel sehr wichtig ist . Das gilt für dn Versuch , Bodenfeuchte mit einem Messkondensator zu erfassen , ebenso .


    Meine 555er-Schwingerschaltung ist so ausgelegt , dass sie an Luft mit 4950 Hz schwingt . Das ist auch kein einzelner Zufallswert , sondern der Mittelwert aus 25 Messungen innerhalb einer Minute . Damit ist ein Prüfpunkt schon gegeben . Den zweiten Prüfpunkt erzeuge ich mit einer ca 1 cm dicken Scheibe Fleischwurst , die ich an die Sensorfläche drücke . Dann sackt die Frequenz auf 3050-3100 Hz ab und ich habe damit meinen zweiten Prüfpunkt . Irgendwo zwischen diesen Punkten wird meine Bodenfeuchte wohl liegen . So lange ich die o.g. Prüfpunkte reproduzieren kann , ist jedenfalls meine Messvorrichtung zuverlässig .


    Ob das Messergebnis in Anzuchttopf dann immer streng die Bodenfeuchte widerspiegelt , ist eine andere Frage . Luft-CO2 , Düngerzugabe oder der Stoffwechsel von Bodenbakterien haben Einfluss auf die spezifische Leitfähigkeit des Bodenwassers und damit auch auf die Kapazität des Messkondensators .


    Mal sehen , was draus wird .



    Gruß.......................Snorrino04

    Hallo , das Zen .


    Hmmmmm - Temperaturbeständigkeit der Messkondensatorabdeckung mit Baubitumen bei 40°C ? Das ist eine gute Frage .


    Ich habe mich das ja auch gefragt und deshalb noch diese dünne Vliesschicht aufgelegt und eingetränkt . Ein wenig wird die auch noch von den Graten der Rasterlochungen gehalten . Das Isolierbitumen wird durch Abdampfen des Lösungsmittels sehr hochviskos , fast spröde und haftet sehr gut . Bauchgefühlmässig möchte ich also meinen , dass 40°C kein Problem für die mechanische Stabilität der Beschichtung darstellen . Wiederholte Messungen an einer Standardprobe könnten genaueren Aufschluss darüber bringen , aber : das ist ein eigenes Thema .


    Eine andere Sache ist die : Wasser wird bei steigender Temperatur leitfähiger ( Dissoziation ) . Die dadurch bedingte Änderung der Verhältnisse führt in der 555er Oszillatorschaltung zur Erniederigung der Schwingungsfrequenz . Das läuft der Erkennung von Trockenzuständen direkt zuwider . Man muss , wenn starke Temperaturschwankungen zu erwarten sind , also entweder die Anzuchttöpfe thermostatisieren ( meine Arbeitsweise bei der Aussaat ) oder die Feuchtemessung mit einer Temperaturmessung korrigieren .


    Das ist dann sicher wieder eine prima Aufgabe für eine Raspberry .



    Ach ja - die Sache mit dem Tippfehler ! Da hat wohl das Herz die Hand geführt und habe eine Taste daneben getippt . :D Es soll nicht wieder vorkommen !




    Gruß........................................Snorrino04