Beiträge von Manul

    Wie gesagt habe ich schon erfolglos versucht, aus der rc.local einen sshd zu starten. Warum das besser funktionieren sollte, wenn ich den Start in ein eigenes Skript packe, statt ihn direkt in der rc.local auszuführen, verstehe ich nicht. Ich werd's aber ausprobieren.

    Update: Er bootet. Immerhin. Ich habe Debian an einem separaten PC an anderem Ort auf die SSD installiert. Nach Anhängen dieser SSD zu Hause war der Rechner erst mal nicht mehr erreichbar. Ein grml-USB-Stick, der per UEFI booten sollte, bootete nicht. Daraufhin habe ich die GPT der SSD durch einen MBR ersetzt und grub neu installiert. Gleichzeitig fielen mir ein paar Umstimmingkeiten in der Netzwerkkonfiguration auf, die noch aus der Installationsumgebung stammten. Die habe ich bereinigt. Damit scheint der Rechner zu booten. Zumindest bezieht er per DHCP eine IP-Adresse auf seinen im Debian-Installer gesetzten Hostnamen und lässt sich unter der auch anpingen.


    Leider erreiche ich den Rechner per ssh nicht. openssh-server ist installiert. Ich dachte, der sollte automatisch starten. Leider kann ich kein "systemctl is-enabled" ausführen, um das abzufragen, da ich nur per chroot aus dem grml auf das System komme. Ich habe auch noch versucht ein "/sbin/sshd -p 2222" in die /etc/rc.local einzutragen, aber auch auf Port 2222 antwortet mir kein SSH-Server. Irgendjemand noch eine Idee, wie ich aufs gebootete System komme?

    Dir sind hier einige konkrete Fragen gestellt worden. Bis jetzt sehe ich nicht, daß Du eine davon beantwortet hättest. Eine genauere Vorstellung Deine Konzeptes hast Du bis jetzt auch nicht geliefert. Es tut mir leid, aber ich stelle mir eine Diskussion bzw. einen Austausch anders vor.

    Performance entscheidet nicht darüber ob KI oder nicht.

    Natürlich nicht. Trotzdem gehe ich davon aus, daß man eine gewisse Mindestperformance braucht, wenn man eine KI realisieren will, die in einigermaßen angemessener Zeit reagiert. Abgesehen davon: Was entscheidet denn Deines Erachtens "darüber ob KI oder nicht"?

    Hast Du noch eine SD-Karte rumliegen? Dann installiert Dir doch mal eine spezialisiertes Image wie z.B. motionEyeOS. Wenn das funktioniert, kannst Du ein Hardwareproblem schon mal mit ziemlich hoher Sicherheit ausschließen.

    NatureWeAre : Ich sehe, daß Du den Eingangspost editiert hast. Persönlich hätte ich einen separaten Post zur Klarstellung besser gefunden, das hätte den Diskussionsverlauf nachvollziehbarer gemacht und auch die hinzugekommenen/genauer erklärten Aspekte deutlich hervorgehoben.


    Ich habe immer noch nicht genau verstanden, was Du realisieren möchtest und warum Du ein Cluster aus Raspberry Pis für das Mittel der Wahl hältst. Interpretiere ich das hier:

    Cluster, bedeutet erstmal nur, dass alle Prozesse, die auf Devices zugreifen, auf einem RasPi paralell laufen, damit die KI-Rechner von diesen Prozessen befreit werden können.

    dahingehend richtig, daß die eigentliche KI gar nicht auf dem Raspberry laufen, sondern dieser als Schnittstelle zwischen KI und Außenwelt fungieren soll?


    Vielleicht kannst Du ja Dein Konzept, sowohl insgesamt als auch das des KI-Kernels, etwas detaillierter erläutern. Vielleicht wird ja dann klarer, was Du vorhast und wie der Raspberry da reinpasst.


    Noch kurz zu einigen weiteren Aussagen:

    Die ersten DOS-Rechner hatten eine ähnliche Performance, wie der heutige Raspi, allerdings mit 33MHz und 4MB RAM.

    Nein, nicht annähernd. Zumindest ist mir keine Metrik bekannt, nach der das der Fall wäre.

    Der DOS-Rechner hatte kein WLan, Bluetuth, noch LAN und auch keine sonstigen GPIO-Schnittstellen, die vom Betriebssystem unterstützt werden mussten.

    Ohne diese Prozesse, lässt sich die Performance des Raspi um Faktor 1800/33=54 steigern.

    Damit stimmt natürlich auch diese Schlußfolgerung nicht. Zumal mir nicht klar ist, wie Du ohne jegliche Schnittstellen Devices ansprechen möchtest.

    Würde das nicht reichen, verteilt man die Rechenleistung auf mehrere weitere Raspis.

    Auch das habe ich noch nicht verstanden: Geht es Dir nun um Performance oder ist Dir die eher egal? Im ersteren Fall halte ich den Raspberry nach wie vor für keine gute Wahl, im letzteren verstehe ich nicht, warum Du mehrere zu einem Cluster verbinden möchtest.

    Was sucht ihr hier, wenn Eurer Meinung nach der Raspi nichts taugt?

    Ich glaube nicht, daß irgendjemand hier dieser Meinung ist. Der Raspberry ist eine großartige kleine Maschine, aber das macht ihn nicht zum universellen Mittel der Wahl für alle Zwecke. Überspitztes Analogon: Wenn Du auf die Idee kämest, Deinen nächsten Umzug statt mit einem Transporter mit einem "Cluster" aus 20 Fahrrädern durchzuführen, würdest Du selbst in einem Fahrradforum sicherlich nicht ausschließlich Zustimmung ernten.


    P.S. Es heißt "Turingmaschine" (nach Alan Turing). Warum Du dieses theoretische Konstrukt hier immer wieder anführst, erschließt sich mir ebenfalls nicht. Du scheinst es als Synonym für eine wie auch immer geartete Beschränktheit aktueller Rechnerarchitekturen zu verstehen. Wie Du diese Beschränktheit dann aber mit HIlfe eben dieser Architekturen überwinden willst, verstehe ich nicht.

    Ich bin gespannt auf eine Alternative, die nicht schon vom Betriebssystem in die Knie gezwungen wurde.

    Da kann ich Dir nicht folgen. Meinst Du, andere Linuxsysteme würden vom Betriebssystem mehr in die Knie gezwungen als ein Raspberry? Woran machst Du das fest?

    Wenn man im Internet recherchiert, findet man viele Posts darüber wie hoch die performance sein soll.

    Wenn man im Internet recherchiert, findet man auch viele Posts darüber, daß die Erde flach (oder wahlweise hohl) ist. Wahr wird's davon trotzdem nicht.

    Mich begeistert der Beweis für Intelligenz. Nicht geschwindigkeit.

    Dann wiederhole ich meine Frage: Was versprichst Du Dir von einem Cluster aus Raspberry Pis gegenüber einer beliebigen anderen Plattform?

    Hallo NatureWeAre ,


    herzlich Willkommen im Forum! Ich finde es schön, daß Du ein großes Projekt angehen willst. Inhaltlich bin ich aber bei dreamshader und Linus : Der Pi erscheint mir hier nicht die richtige Plattform zu sein. Oder was genau versprichst Du Dir von

    auf Basis eines Clusters Parallelverarbeitung

    ? Falls Du da einen Performancegewinn erwartest, wirst Du, fürchte ich, enttäuscht werden. Du wirst mit keiner Menge von Raspberrys mehr Leistung erhalten, als wenn Du das gleiche Geld in PC-Hardware steckst.


    Ich drücke Dir trotzdem die Daumen, daß Du genug Interessenten für Deinen Verein findest. Wobei

    Lediglich der Sorce, sollte zum Zwecke der Pflege

    beim Entwickler verbleiben.

    mich persönlich abschrecken würde.

    Die Lösung teile ich gerne. Ob ich, wenn ich die habe, auch das Problem verstehe, wird sich zeigen. ;)

    Glaube ich mittlerweile auch, aber ein bis zwei Versuche mache ich noch, bevor ich die Kiste zu einem Monitor schleppe.

    Und die folgende Frage ist auch noch interessant: Hat die SSD msdos als Parttitionsschema? Oder nur GPT?

    Ich glaube, ich habe die meisten denkbaren Varianten durch. Vielleicht sollte ich das aber noch mal systematischer angehen.

    Gilt das nur für den Debian-Installer oder generell für Linux/grub? Bei der grml-debootstrap-Methode kann ich ja vorher partitionieren, wie ich lustig bin. Anschließend kann ich dann per chroot in die neue Installation wechseln und nach Belieben grub in allen möglichen Varianten installieren. Damit sollte es doch möglich sein, das System in einen bootfähigen Zustand zu bringen, oder?


    Übrigens ist der grml-USB-Stick MBR only. Davon bootet der Rechner ja auch im MBR-Modus. Zumindest finde ich im grml-Livesystem kein /sys/firmware/efi.

    Steht die SSD nicht in der Bootreihenfolge wird das wohl nichts.

    Meinst Du? Nach meiner Erfahrung booten die meisten BIOSe standardmäßig von bootbaren SATA-Laufwerken, ohne daß man die explizit einstellen muß. Boot vom USB-Stick funktioniert ja auch ohne Aktivierung im BIOS.

    Hast du mal, nach grml-debootstrap in die Partition "gechrootet", grub manuell neu installiert und "update-grub" ausgeführt?

    Ja, mehrfach, ohne Erfolg. Trotzdem vielen Dank für den Tip.

    Kann es sein, das da ein CSM im Bios aktiviert werden muss.

    Keine Ahnung. Da ich keinen Zugriff aufs BIOS habe, kann ich es leider auch nicht ausprobieren.


    Wenn ich das "CSM" richtig interpretiere, bräuchte ich das ggfs. doch nur für legacy boot, oder? UEFI sollte funktionieren. Ich schau noch mal.

    Nächstes Update: Ich bin kurz vorm Aufgeben. Ich kriege das System einfach nicht zum Booten von der SSD.


    Ich hab diverse Varianten probiert, stretch und buster sowohl mit MBR als auch mit GPT, nix hat funktioniert. Ich habe auch versucht, die SSD per Adapter an mein Notebook zu hängen (Mac), den Installer zu booten und auf die SSD zu installieren.


    Alle Installationen, auch mit grml-debootstrap, liefen problemlos durch. Keine bootete.


    Irgendjemand noch eine Idee? Ich kann nicht mehr wirklich alle Varianten, die ich probiert habe, im Detail aufzählen, dafür sind's zu viele. Vielleicht hat ja jemand eine idiotensichere Idee, wie ich eine bereits erfolgte Installation auf sdX bootfähig mache.


    Mainboard ist das Asrock N3150DC-ITX, laut Handbuch ist das UEFI-fähig ("64Mb AMI UEFI Legal BIOS with GUI support").

    Update: Funktioniert, der Rechner bootet vom USB-Stick und ich kann per SSH drauf zugreifen.


    Jetzt muss ich nur noch meine SSD mit Strom versorgt bekommen, dann kann's losgehen.