Posts by Gnom

    Was du suchst, wirst du ganz sicher nicht zum fertigen Download finden...

    Du kannst das mit Python machen. Aber der Aufwand ist enorm!

    Wenn du schon mal Erfahrung mit HTML gemacht hast, warum solltest du dann anfangen, dich in die Programmierung einer Grafikoberfläche unter Python einzuarbeiten? Du kannst mit Python oder PHP auf dem Raspi ALS SERVER deine Anwendung genauso gut serverseitig programmieren und musst kein Client-ServerSystem from the scratch entwickeln.

    Ein kleines Tablet, Handy, evtl sogar ein HTML-Fähiger eBook-Reader (ePaper - lange Laufzeit) könnte dir als Client dienen (letztere werden sich nur schwer mit einem Barcodeleser verbinden lassen).

    Natürlich kannst du auch einen Client entwickeln, was ungleich mehr Arbeit ist. Dann würd ich dir aber zu einem ESP8266 oder ESP32 raten - der kann WLAN und hat sicher auch genügend Speicher. Beim Bildschirm solltest du dich dann aber schlank halten. Wie wäre es mit einem 4,2" ePaper Display 400x300 Pixel. Die Akkus und der Tragekomfort werden es danken. (Wie soll jemand arbeiten, wenn er einen Raspi, ein 7" TFT und ein 300g Akkupack am Arm hat?) Einen Codescanner könntest du seriell anbinden oder mittels Kamera und passender Software realisieren.
    Aber der Aufwand - ich sagst noch mal - ist um ein vielfaches höher, als ein Tablet/Handy und eine Webanwendung zu benutzen.

    Sorry, wenn ich mal offen bin:

    Du hast keine Ahnung, stellst Anforderungen, die völlig unrealistisch sind, hast einen Lösungsansatz, den keiner hier teilt und lässt dir nichts sagen.

    Wenn du schon jetzt weißt, dass wir dir nicht helfen können, solltest du gar nicht erst fragen.

    Out of the Box? 7" Display, Raspberry und Akku für 12 Stunden am Arm - mit eingebautem Barcodescanner? Viel Vergnügen bei der Suche.

    Du solltest dich ein bisschen damit befassen, wie man Wünsche mit Möglichkeiten abgleicht, statt auf phantastische Illusionen zu bestehen.

    Wäre es nicht einfacher, du machst das mit einer Webanwendung und nimmst ein paar billige Tablets als Clients? Einen Barcodescanner könntest du per USB anklinken - der simuliert ja sowieso nur eine USB-Tastatur.

    Ein Tablet kriegst du für deutlich unter 100 € - viel billiger wirds mit Raspi + Bildschirm+ Gehäuse + Akku + Ladeelektronik, usw. usf. auch nicht.

    Bei den Akkulaufzeiten wirst du Kompromisse machen müssen. Aber das musst du beim Raspi auch. Ggf. hängt man das Teil in der Mittagspause noch mal ans Ladegerät...

    Hallo!


    Die einzelnen Paletten sollen also von oben mit Lichttastern erfasst werden? Du schriebst "kein Reflex" - aber die Dinger heißen Reflexions-Lichttaster und messen das von der Palette reflektierte Licht. Du wolltest sicher ausdrücken, dass du keine Reflektoren irgendwo hinkleben musst.

    Du wirst aber vermutlich mehr GPIOs brauchen, als der Pi bereitstellt, musst also Porterweiterungen nutzen. Es gibt fertige Hats (z. B. von Prindopia) oder du bastelst dir selbst was.


    Der Pi könnte als Webserver für das Tablet programmiert werden und die Daten auf diese Weise anzeigen.


    Du wirst allerdings recht lange Kabel haben, die allerhand Störsignale auffangen. Deine Abfrage der Lichtschranken sollte deshalb besser nicht mit Interrupts arbeiten (wird bei den Porterweiterungen eh schwierig), sondern einfach zyklisch die Zustände abfragen und erst dann einen Zustand ändern, wenn mehrere Abfragen hintereinander das gleiche Ergebnis geliefert haben.


    Technisch dürfte das alles kein Problem sein.

    Eine Zigarrenkiste von der Größe wird vor dem ersten etwas größeren Kieselstein kapitulieren. Von Dreck, Regen, Schnee und Eis, Kälte und Hitze brauchen wir da gar nicht reden. Das Problem ist wahrscheinlich weniger die Programmierung als vielmehr die Mechanik des ganzen Gefährts. Wenn es nicht gerade auf englischem Rasen fahren soll, wirst du zwei Nummern größer ansetzen müssen. Abgesehen davon wird wahrscheinlich recht bald ein vorbeikommendes Lebewesen das Teil entweder erlegen und ausweiden oder mit in seine Höhle (oder ins heimische Kinderzimmer) nehmen.

    Ein relativ illusorisches Anliegen, meiner Meinung nach.


    Die Powerbank wird nicht lange halten. Was du mit einer Solarzelle auf dem Dach eines so kleinen Gerätes tagsüber aufladen kannst, ist nach wenigen Stunden (wenn nicht Minuten) verbraucht. Der Pi braucht einfach zu viel Strom.

    Ich hab mal auf die Schnelle gegoogelt und ein Solarmodul (13x20 cm) mit 4 W Peak gefunden.


    Meine 83 KW Solaranlage auf dem Dach (mit optimierter Ausrichtung) bringt einen Faktor 2,6 - also 2,6 KWh pro installiertes KW Peak in 24 h (im Jahresdurchschnitt). In guten Sommermonaten ist es ein Faktor 5,2. In dunklen Wintermonaten 0,3.


    Ein solches kleines Modul würde also im Sommer maximal 20 Wh/Tag bringen, im Winter 1,2 Wh/Tag.

    Das entspricht bei 5 V einer Dauerleistung von ca. 170 mA (im Sommer) und 10 mA im Winter. Verluste aller Art sind da nicht mal eingerechnet... Praktisch wird der Wert deutlich niedriger sein.

    Im Juli könntest du einen Pi damit noch am Leben halten. Allerdings ohne Kamera, GPS, GSM und vor allem ohne Motorantrieb. Im Winter wird das gar nichts. Schon die Kälte wird dem Akku zusetzen...


    Wenn überhaupt, geht es höchstens mit einer Ladestation, an der sich das Gerät gelegentlich mit Strom vollsaugt (wie ein Staubsaugerroboter). Wenn er autark durch die Welt fahren soll, kommt er aber nicht weit.. Natürlich könntest du auch immer nur so viel rumfahren, wie der Akku hergibt... dann bleibt das Teil stehen, bis wieder mal die Sonne drauf scheint. Wenn der Akku voll ist, gehts weiter. Der wird dann aber deutlich mehr mehr stehen als fahren.

    Ziemlich aufwändig. Willst du die dann alle verkabeln oder lieber alle paar Monate die Batterien wechseln? Die ESPs werden da auch nicht lange hängen, wenn es sich mal rumspricht, dass man die dort kostenlos von der Wand knibbeln kann... ;-) es sei denn, du baust sie unterputz ein. Und ein Netzwerk mit Hunderten von Sendern und Empfängern wird dir auch Kopfzerbrechen machen.

    Das mit der Sendestärke ist ohnehin nicht so richtig zuverlässig. Da spielen viele Faktoren rein.

    Wenn du über die Empfangssignalstärke gehst, dann eher mit wenigen Sendern an exponierten Orten.


    Ich hab bei einer RFID-Lösung ein besseres Gefühl. Die Tags sind passiv, brauchen also wenig Wartung, und können in engen Abständen angebracht werden. Damit hast du bei Bewegungen ein relativ zuverlässiges Signal. Und preiswert ist es auch. Allerdings müsste man mal testen, welche Frequenten geeignet sind, was die Reader Kosten und wie nah man an die Tags dran muss, um sie zu erkennen.

    Um so interessanter ist RFID - weil du die Tags überall hinkleben kannst und so ein engmaschiges Netz auch an komplexen Klettergebilden im Raum aufbauen kannst. Schau auch mal nach NFC - da gibts ne ne Low-Energy-Bluetooth-Variante von RFID - könnte auch interessant sein.

    Ich bin auch der Meinung, dass ein Pi gar nicht in Frage kommt - wegen Größe, Kosten und vor allem Energieverbrauch.

    Mit einem µC ist das sicher besser lösbar.

    Für die Höhenmessung käme man vielleicht präziser mit einer Signallaufzeitmessung hin. Allerdings wirds mit Funksignalen nichts werden - die sind zu schnell für einen der üblichen µC. Es gibt spezielle Messtransceiver, aber die sind natürlich teuer. Schallsignale gingen vielleicht. Bei Laufzeitdifferenzen um 3 ms/meter wären Abweichungen unter 1m leicht messbar. Man bräuchte aber zwei Schallsignale (von oben und unten), müsste einen richtungsunabhängigen Empfänger haben und die Schallsignale dürften nicht verdeckt werden (z. B. durch den Körper des Kletterers). Auch Reflexionen sind problematisch. Das macht die Sache recht schwierig. Andersrum könnten die µC Schallsignale senden und mehrere Empfänger werten die Laufzeiten aus und bestimmen daraus die Position. Einzelne Empfänger, die wegen Hindernissen ein Schallsignal nicht oder verspätet bekommen, könnten rausgerechnet werden.

    Eine andere Möglichkeit wäre eine Messung der Signalstärke. Man könnte ein relativ engmaschiges Empfängernetz über die Wand ziehen und die einzelnen µC mit sehr kurzen Reichweiten an diese Empfänger senden lassen. Aus den Signalstärken der Empfänger könnte man die Position abschätzen. Der Sender müsste sich ja zwischen den Empfängern mit den stärksten Empfangspegeln befinden. Bewegung des Senders verändert die Signalpegel. Auch hier haben aber Hindernisse, vor allem der Körper des Kletterers, Einfluss. Je dichter das Empfängernetz, desto zuverlässiger dürfte die Ortung sein. Natürlich gehts auch andersrum. Die Sender sind in der Wand und der µC am Gurt misst die Signalstärken. Jeder Veränderung der Signalstärke bedeutet jedenfalls eine Bewegung des Empfängers oder wenigstens einer Person in der Nähe des Empfängers. Bewegungen des Empfängers müssten wenigstens für einen Teil der Signale proportionale Änderungen der Signalstärke zur Folge haben. Bewegungen von Personen in der Nähe des Empfängers wirken eher nichtproportional. Auch Veränderungen der Lage des Empfängers (drehen kippen, ...) wirken auf die Empfngsstärke. Ich stell mir schwierig vor, zwischen den verschiedenen Einflüssen zu unterscheiden. Trotzdem müsste eine grobe Positionsbestimmung damit möglich sein.

    Ich hab kürzlich ein paar Beiträge zu IPS (Indoor Positioning System, Indoor Positionsbestimmung) gelesen. Das ist sicher ein Stichwort, wo man weitersuchen kann. Dort tauchen immer wieder RFID, Bluetooth und Ultra-Wideband als Basis auf.

    RFID hätte den Vorteil, dass es kostengünstig ist (1000 Tag-Etiketten für 170 € - wenn sowas geeignet ist... bei 50 cm Abstand würde das für 250 qm reichen). Man könnte die Wand mit einem engmaschigen Netz aus Tags bepflastern und den µC mit diesen Tags kommunizieren lassen. Da die Reichweite kurz ist, sind immer nur wenige Tags erreichbar und geben so Aufschluss über die Position. Man bräuchte auch keinerlei Elektronik außerhalb der Gurte. Es gibt da aber viele verschiedene Techniken und Frequenzen... da muss man wohl schauen, was am besten geeignet ist.

    Wenn SIL2 für eine Schutzabdeckung genügt... also der PFD-Wert (probability of failure on demand) zwischen 1/100 und 1/1000 liegt... dann vielen Dank! Wenn ich zweimal täglich eine Schutzabdeckung öffne, funktioniert die Abschaltung der Maschine im ungünstigen Fall alle 2 Monate einmal nicht. Da hätte ich dann doch bedenken.

    Andererseits sind, wie ich gelesen habe, die Anforderungen von SIL4 so hoch, dass sie nicht mal bei Autos Anwendung finden.

    Das Ganze ist möglicherweise auch ziemlich interpretationswürdig. PFD bezieht sich vielleicht auch nur auf Funktionen, die viel seltener ausgelöst werden - ein Not-Aus zum Beispiel, den ich vielleicht zweimal im Jahr betätige. Dann wären meine Finger statistisch erst frühestens nach 50 Jahren ab... Ohnehin ist vieles in diesem Bereich sehr schwer greifbar. :conf:

    Umsetzbar ist das sicher - so dass ein paar LEDs blinken und die Pis auf einen Fehler korrekt reagieren. Nur für den harten Praxiseinsatz wird man die nötigen Prüfbescheinigungen wohl eher nicht bekommen. Natürlich kann man mit Redundanzen so ein System sicherer machen. Für welche Anwendungen es dann aber sicher genug ist, kann man kaum abschätzen. Insofern sollten deine Erläuterungen auf die möglichen Mängel des Systems hinweisen.


    Letztlich ist es eine nette Spielerei, von der ein ernsthafter Maschinenentwickler aber die Finger lassen sollte. :cool:

    Hallo!


    Also, dein Betreuer hat offenbar sehr gute Nerven...
    Not-Aus-Knöpfe müssen nach allem was ich weiß direkt die Antriebsströme abschalten. Eine Wirkung über zwischengeschaltete Steuerungen ist gewöhnlich nicht zulässig. Da sollte der Pi schon mal nicht eingesetzt werden.

    Schutzabdeckungen und Zutrittssicherungen hängen doch normalerweise direkt an der Maschine. Wenn schon eine SPS drin ist, macht die das doch gleich mit. Wieso soll da ein Pi eingesetzt werden? Geht es nur um zusätzliche Sicherung zu den bestehenden Mechanismen der SPS?

    Für den praktischen Einsatz ist der Pi in diesem Bereich wohl kaum geeignet. Ich möchte nicht wissen, wie viele Prüfungen und Zertifikate eine SPS haben muss, bis sie sicherheitskritische Elemente steuern darf... Es geht wohl eher darum, dass du ein Verständnis für die prinzipielle Funktionsweise solcher Sicherheitssteuerungen entwickelst.


    Zur Verbindung könntest du noch WLAN verwenden (wobei regelmäßige Ausfälle damit quasi garantiert sind) oder vielleicht ein serielles Bussystem (RS485 würde sich als schnell und zuverlässig anbieten).


    Was die Redundanz angeht, müsste ein Sicherheitssystem immer vom schlimmsten Fall ausgehen. Also, nehmen wir an, die Maschine hat einen Eingang über den sie gesagt bekommt, dass sie loslaufen darf (ohne Signal an dem Eingang macht sie nichts bzw. stoppt sofort).

    Eine Schutzabdeckung muss ein aktives Signal geben, wenn die sie geschlossen ist (sonst würde bei einem Kabelbruch das falsche Signal kommen).

    Der Schalter der Abdeckung könnte aber auch klemmen, so dass nach dem Öffnen das Signal weiter anliegt. ich weiß nicht, wie solche Schalter intern aufgebaut sind, aber die sollten zwei unabhängige Kontakte in Serie haben. Vielleicht liegt das außerhalb deiner Aufgabe, aber ich würde ggf. auch die Schalter redundant auslegen, wobei jeder Pi beide Schalter auswertet.

    Der Pi muss ebenfalls ein aktives Signal erzeugen, wenn er der Ansicht ist, dass die Abdeckung zu ist. dabei muss sichergestellt sein, dass das Signal nicht eingeschaltet bleibt, wenn sich der Pi aufhängt.

    Die Pis sollen sich gegenseitig kontrollieren. Müssen sich also mitteilen, was sie gerade gemacht haben und wie sie den Zustand der Abdeckung erfasst haben. Nur wenn beide übereinstimmen, senden beide das gleiche Schaltsignal an den Ausgang.

    Die beiden identischen Schaltsignale müssten dann über eine UND-Logik an den Maschineneingang gehen.

    Mehr Sicherheit würde ein gepulstes Signal geben, das über ein retriggerbares Monoflop mit Verzögerung oder eine vergleichbare Schaltung die Maschine nur am laufen hält, wenn es in regelmäßigen Abständen kommt. Hängen beide Pis, bleiben die Signale aus und die Maschine schaltet nach der Verzögerung ab.

    Erkennt ein Pi, dass der andere hängt, müsste er die UND-Logik abschalten, die Maschine alleine am Laufen halten und eine Warnung ausgeben.

    Das wäre so das, was ich mir mit meinem Hintergrund auf die Schnelle dazu zusammenreimen kann. Dass man sowas ernsthaft mit Pis umsetzt , kann ich mir nicht vorstellen.


    Wenn du etwas googelst, findest du allerhand interessante Sachen, wie z.B. das oder das. Hier wird schon im Foto deutlich, wo das Problem ist - ein Pi ist kein Sicherheitssystem (eine SPS auch nicht unbedingt).


    Python kannst du wahrscheinlich in Grundzügen relativ schnell erlernen. Für die Feinheiten, die ein sicherheitsrelevantes System abdecken sollte, wirst du aber ne Weile brauchen. Vielleicht gibts noch Sprachen, die für sowas speziell gerüstet sind, da bin ich aber überfragt.


    Je nach Komplexität der Signale wäre es vielleicht einfacher, die Steuerung aus Elektronikbauteilen aufzubauen, statt zu programmieren. Im Grunde gehts doch nur um einfache Vergleiche. Mit Logikbausteinen und ein paar Transistoren und Relais hätte man bei einfachen Konfigurationen wahrscheinlich eine zuverlässigere Lösung.



    Wie heißt denn der Hersteller? Ich würde doch gerne vermeiden, zukünftig vielleicht zufällig eine Maschine von der Firma zu kaufen, die ihre Sicherheitsentwicklungen einem Technikerabsolventen aufdrücken und ihn dabei offenbar so im Regen stehen lassen, das er sich die Infos im Internet zusammensuchen muss... :lol:

    Jetzt sag mir nicht, die Pis sollen elektrische Sägen im Produktionsprozess steuern?


    Könntest du, bevor es wieder in eine Salamischeibchen-Aktion ausartet mal wirklich ausführlich und genau sagen, worum es eigentlich geht?


    Was ich bisher verstanden habe:

    - Die Programmierung soll mit Codesys erfolgen. Das ist eine Entwicklungsumgebung für Speicherprogrammierbare Steuerungen, die auch auf dem Pi läuft. Die GPIOs des Pi werden dann vermutlich wie die Ein-/Ausgänge einer SPS gesteuert.

    - Signalleuchten bei Störungen ist auch halbwegs verständlich


    Alles andere ist mir noch weitgehend unklar:

    - Welche Werte werden an den Eingängen erfasst?

    - Was sollen die Ausgänge genau schalten?

    - Welche Alternativen sollst oder willst du untersuchen und warum? Geht es dabei um alternative Verbindungen oder um alternative Programmiersprachen? Deine Aussagen sind widersprüchlich. Du sagst Ethernet ist entschieden und Codesys ist vorgegeben. Insofern: Von welchen Alternativen redest du eigentlich?

    - Ihr verwendet doch bereits Codesys und folglich SPS-Steuerungen? Wie kommunizieren denn bisher die Maschinen/Komponenten untereinander? Die meisten modernen Steuerungen arbeiten mit Feldbussystemen über TCP/IP (Ethernet Kabel). Codesys wird dem Programmierer wohl entsprechende Funktionalitäten bereitstellen.

    - Was heißt Steuerung der Maschine? (Gehrungssäge? Da muss ja auch ein Werkstück rein. Ist das vollautomatisiert? Wie soll das ablaufen. Was genau soll gesteuert werden?)

    - Was heißt Überwachung? Was genau soll überwacht werden?

    - Was genau heißt sicherheit

    - und was genau soll redundant sein und warum?

    Kannst du uns diese "redundante Kleinsteuerung" mal genauer erläutern? Zwei Pis mit identischen Ausgängen bringen dir ja wenig, wenn dann einer was anderes macht als der andere... und keiner von beiden weiß, welcher jetzt Recht hat.

    Was wird denn gesteuert?

    Häng besser einen AD-Wandler dran und lass den Pi die numerischen Werte auslesen und verarbeiten.

    Wenn du mehrere Regler hast, kannst du auch einen kleinen Mikrocontroller nehmen - die haben meist mehrere AD-Wandlereingänge und du kannst alle Reglerstellungen über eine Datenverbindung auslesen.

    Und den 1 KOhm-Schutzwiderstand habt ihr schon wieder vergessen? Es gibt Leute die sind sich sicher, dass der Pi bei output high mit direkter Verbindung zu GND Schaden nimmt. Auch wenn ich persönlich diese Meinung nicht teile, halte ich den Schutzwiderstand generell für sinnvoll (jedenfalls sinnvoller als externe PLUS interne Pullups).

    Das einfachste wäre eine direkte Ethernet-Verbindung. Schau dir erstmal die verlegten Kabel an. Neuere Gebäude sind gewöhnlich generell mit Cat5/6/7-Kabeln verkabelt - es ist dann nämlich egal, ob man ein analoges Telefon, ein digitales Telefon, IP-Telefon oder einen PC/Switch an die Dose klemmt. Da du aber offenbar keine RJ45-Dosen in der Wand hast, nehme ich an, dass dort keine Ethernet-Kabel liegen. Falls doch, kannst du vier Adern für Ethernet benutzen, 2 oder 4 weitere brauchst du wohl noch für dein Telefon. Sofern also genügend Adern da sind, ist das kein Problem. Wenn ein Ethernet-Kabel dort liegt, hast du mindestens 8 Adern, das genügt.


    Wenn dort nur ein hgw Telefonkabel liegt, wird es schwieriger. Du kannst versuchen (sofern genügend Adern da sind), das Kabel wie ein Ethernetkabel zu benutzen. Allerdings werden die Eigenschaften des Kabels wahrscheinlich keine vernünftige Verbindung ermöglichen, die über wenige 10 Meter hinaus geht. beachte, dass du jeweils verdrillte Adernpaare (sofern überhaupt verdrillt) korrekt benutzt. Es wäre durchaus hilfreich, wenn du in deiner Frage gleich vorab genauere Infos gegeben hättest, wie viel Meter genau "relativ weit" ist und was für ein Kabel (Adernzahl, Typ) da genau liegt.


    Nächster Lösungsansatz: WLAN. Wenn die beiden Punkte nicht allzu weit entfernt sind, könntest du sie über WLAN verentzen. Wenn die Kabel das nicht hergeben, ist WLAN jedenfalls einfacher, als IP über seriell zu tunneln.


    Weitere Idee: Wie wäre es einfach mit einer Vernetzung über das Internet mit VPN? Im Zweifel gibt es ja wenigstens an einem Punkt einen Internetzugang. In dem anderen könnte man einen Zusätzlich installieren (wenn es wirklich gebraucht wird, werden die 39 € im Monat keinen umbringen). Falls ein kabelgebundener Internetzugang dort nicht möglich ist, könntest du per LTE oder UMTS ins Internet.


    Erst als allerletzte Lösung würde ich versuchen, TCP/IP über eine serielle Leitung zu tunneln. Lösungen dafür sind käuflich so weit ich sehen konnte nicht zu bekommen. Falls doch, hab ich sie nicht gefunden. (Andersrum, also serielle Geräte über IP zu tunneln, gibt es massenweise.) Falls es sie gibt, sind sie bestimmt nicht ganz billig. Serielle Verbindungen sind relativ langsam. RS485 (würde ich übrigens RS232 ganz klar vorziehen) bringt gerade mal maximal 12 MBit/s, also 1,5 MByte/s (brutto!). Die Ethernet-Pakete müssen durch ein Gateway in serielle Signale umgesetzt, in ein Protokoll verpackt und auf der Gegenseite wieder entpackt werden. Das Ganze transparent und möglichst vollduplex. Da Ethernet wesentlich schneller ist als RS485, müssen die Pakete gepuffert werden und das Gateway muss mit dem LAN muss entsprechend langsam kommunizieren, ohne Verbindungsabbrüche zu provozieren.


    Wenn du mal unter "IP over RS485" oder "IP over serial" googelst, findest du die einen oder andere Website, die einen Eindruck davon vermittelt, wie anspruchsvoll dieser Ansatz ist.

    Irgendjemand hat es allerdings erfolgreich realisiert. Der zugehörige Artikel ist aber nur nach Anmeldung zugänglich. Schau mal hier oder googel unter "Facility networking with IP over RS485".


    Falls die Ansprüche sehr gering sind und du geschichtlich interessiert bist... im letzten Jahrtausend war die Datenübertragung über Telefonstrippen durchaus gebräuchlich. Vielleicht findest du in einem gut geführten Museum noch zwei Modems oder Akkustikkoppler... :lol:


    Und ganz ganz zum Schluss ist mir in deinem Beitrag das Wort "Veranstaltungsraum" aufgefallen. Du redest von "einem Raum" und "relativ weit auseinander"? Was ist das? Ein Büro? ein Schulungsraum? eine Sporthalle? Eine Messehalle? Wie wäre es einfach, wenn du in dem "Veranstaltungsraum" ein anständiges Ethernetkabel verlegst? Da gibts doch sicher einen Kabelkanal oder ne abgehängte Decke. Notfalls Fußleisten oder selbstklebende hübsche Leitungsführungskanäle.

    Wenn du die Messwerte nicht zeitnah brauchst, sondern es genügt, sie stündlich zu übertragen, könntest du einen sparsamen µC (z.B. Arduino Pro Mini) nehmen und mit Funkmodulen (866 MHz) an einen Empfänger schicken, der sie ins Netz weiterleitet. Die µC mit Temperatursensor und Sender kannst du mit Batterien bis zu mehrere Jahre betreiben (Hardware und Software optimiert, also vor allem stromfressende LEDs und Spannungsregler entfernen und Schlafmodus nutzen). Extrem niedrige Temperaturen, die den Batterien zu schaffen machen könnten, wird es ja im Gewächshaus eher nicht geben.

    Als Empfänger ginge ein ESP oder ein Arduino mit Ethernet-Shield. 866 MHz hat gute Reichweiten, wenig Störungen (wenn sich alle an die Regeln halten) und brauchen deutlich weniger Strom als ein ESP.

    Ja, so ungefähr.


    Du kannst den Schwimmer wie beschrieben anschließen, solltest aber zur Sicherheit noch einen 1000 Ohm Widerstand zwischen GPIO und das Kabel zum Schwimmer schalten.

    Den GPIO programmierst du als Input mit internem Pullup-Widerstand (kannst wenn nötig oder gewünscht auch einen externen Pullup anschließen).

    Dann kannst du den GPIO abfragen. Schalter offen = GPIO high. Schalter geschlossen = GPIO low.