Posts by Gnom

    Der RT-Kernel Patch verbessert die Latenzen von knapp 400 µs auf unter 100, also eine Verbesserung um den Faktor 4-5. Die langen Ausführungszeiten durch den BS-Overhead verschwinden aber damit ebenso wenig wie langwierige Funktionsaufrufe an BS und Libs. Ganz zu schweigen von der Interpretation des Python-Codes.
    Dass ein compiliertes Programm auf einem µC hier deutliche Vorteile hat, ist wohl nicht zu bestreiten.
    Ob's sinnvoll ist, ein hochgezüchtetes SoC zu nehmen, es mit einem Betriebssystem zu beladen und dann ein RT-Management draufzustülpen oder alternativ diesen Boliden auf einen nackten Microcontroller abzuspecken - darüber kann man streiten. Warum aber dann nicht gleich einen ausgemusterten Xeon-Prozessor programmieren?
    Eine Signalerfassung mit 1 KHz ist für einen Arduino mit Sicherheit zu bewältigen - und zugleich preiswert.
    Andererseits kann der Pi ja auch über eine serielle Schnittstelle mit den üblichen Datenraten (115200 Baud) kommunizieren und über I2C üblicherweise zwischen 400 kb/s und 1 mb/s. Da lacht der doch prinzipiell über 1 KHz...
    Wenn uns rsp2017 endlich verraten würde, was das für ein ominöses Signal ist und was er damit machen will, könnten wir vielleicht auch mal greifbare Aussagen produzieren.

    Die Atmosphäre ist Harmlos, da ist nicht viel unangenehmes drin. Mit den Temperaturen wirds schon heftiger - aber jedenfalls sparen wir uns das Gewicht von Kühlkörpern.
    Wir haben ca. 15 Jahre Zeit, wenn wir vor den Amis dort sein wollen... Bei 228 Mio Km Entfernung brauchen wir eine Reisegeschwindigkeit von "nur" 1735 Stundenkilometer (wenn wir ihn heute noch losschicken). Wenn wir erst mal aus dem Gravitationsfeld der Erde raus sind, schafft das doch jede bessere Silvesterrakete...

    2,6 GJ - wenn wir ein übliches 5V 2,5 A Netzteil des Pi als Antrieb nutzen, brauchen wir 6,6 Jahre, um ihn auf die passende Geschwindigkeit zu kriegen...
    Schwerionenantrieb? Ist das das Ding in meinem Galaxy Note, dessentwegen ich nicht mal nach München fliegen konnte?
    Wir wickeln ihn in Goretex-Kleidung und drumherum noch ne Jacke von Jack Wolfskin oder Engelbert Strauß - das Zeug ist - wenn man der Werbung glauben darf - so stabil und schützend, da kann dann doch kaum mehr was passieren...
    :cool:

    Mit einem Microcontroller kannst du wesentlich schneller arbeiten. Es hängt aber nicht zuletzt auch davon ab, was du mit dem Signal genau machen willst. Je komplizierter die Berechnungen hinter jedem Signalimpuls, desto schwieriger wird es. Vielleicht kannst du dein Programm mit einem Arduino realisieren, der kann Befehle im Microsekundenbereich abarbeiten. Die Auswertung eines 1KHz-Signals müsste damit zu erschlagen sein. Es gibt aber noch schnellere µC, z.B. NXP LPC. Wenn es mit einem µC nicht geht, musst du deine Logik (zumindest in Teilen) mit einer Schaltung aufbauen. Möglich wäre auch (abhängig von der Aufgabe) ein Zerstückeln des Signals und Verteilen auf mehrere Auswertungsgeräte. 1 KHz könnte auch schon was für einen kleinen DSP sein - vielleicht eignet sich ein TI TMS/C2000.
    Kannst du uns etwas genauer sagen, was für ein Signal das ist und was du damit machen willst?

    Kann mal eben einer ausrechnen, wie viel Energie wir benötigen, um den Pi aus dem Schwerkraftfeld der Erde zu kriegen? Da brauchen wir ne große Steinschleuder. :thumbs1:
    Und die Energieversorgung? Schießen wir eine Sonnensegel hinterher oder schaffen wir das mit ner alten Zink-Kohle Batterie? :s
    WLAN kann der Pi ja. Und die Marsianer sind doch sicher ans Internet angeschlossen... :shy:


    Wenn das was wird, würd ich meinen Urenkeln auch gerne erzählen, dass ich da mitgemacht habe... :cool:

    Kannst du nicht sowas wie eine Hosts-Datei anlegen. Bin da in Linux nicht firm, aber unter Windows schreibt man die Namen und IPs in eine Datei "Hosts" bzw. "Lmhosts" und die werden bei der Namensauflösung durchsucht. Sowas gibts in Linux sicher auch.

    Du könntest die IPs regelmäßig (cron) anpingen und negative Ergebnisse in eine Datei schreiben. Das sollte mit einem Shellscript gehen. Die Datei kannst du dann beliebig auswerten.


    Ich habe meinen Raspi A+ ohne SD-Karte eingeschaltet also ohne OS und messe an den GPIOs 6 (Pin 31), 5 und 4 ca. 3 Volt. schalte ich jeweils 660 Ohm und ein Messgerät zwischen diese GPIOs und Masse, messe ich nur 65μA. daher meine Annahme, dass es sich um Input und Pullup handelt.


    EDIT3: Moment mal. Im Datenblatt S. 102 steht unter ALT0 und Gpios 4, 5, und 6 ja soger "High". Gnom: Hast du evtl. bei GPIO 31 geguckt, statt bei GPIO 6 (Pin 31)?


    Ich bin davon ausgegangen, dass GPIO hier die physischen Pinnummern meint, denn GPIO 31 gibt es ja gar nicht - die gehen doch nur bis 26.


    Hast du die gleichen Messergebnisse, wenn du mit Software auf Input/Pullup schaltest? Und kannst du ihn auf Pulldown und auf Output Low/High umschalten und was misst du dann?


    Was misst du im Vergleich an den anderen Pins und wie korrespondiert das mit der Liste?


    Kannst du notfalls die betroffenen (oder alle) GPIOs von deiner Roboterelektronik trennen (mit nem Treiber IC oder sowas), bis nach dem Start der Software ein definierter Zustand da ist? Das erschiene mir ohnehin sinnvoll, bevor da Teil versehentlich die Weltherrschaft übernimmt, weil beim Booten irgendwo ein Bit umkippt. :lol:

    Pin 31 müsste eigentlich low sein. Alle GPIOs stehen meines Wissens nach dem Booten auf Input.
    Die defaults für Pullup/down findest du hier auf Seite 102.
    Wenn die GPIOs auf Input stehen, hängt der High/Low-Wert davon ab, was von außen draufgegeben wird.
    Versteh ich dich richtig, dass er auf OUTPUT HIGH steht?
    Pin 31 wird auch für das RTS Signal der seriellen Schnittstelle verwendet. Kann sein, dass das OS da rumpfuschelt. RTS steht auf high, wenn das Gerät Daten senden möchte.


    Real existierende Widerstände finde ich besser.


    Das hat mit "besseren" Widerständen zunächst gar nichts zu tun.
    Die Registereinstellungen bewirken, dass die internen Treiber, also Stromverstärker (im Grunde schwachbrüstige Transistorsstufen zwischen 2 und 8 mA), parallel zugeschaltet werden, damit der gewünschte Strom unter Einhaltung der spezifizierten Spannung (mindestens 1,3 V für ein High-Signal) geliefert wird. Mit anderen Worten, wenn man einen Pin, der Standardmäßig auf 8 mA eingestellt ist, mit 12 mA belastet, wird die Spannung unter 1,3 V sinken (weil die Verstärker überlastet werden - überlastet heißt hier, dass die Spannung unter die spezifizierten 1,3 V sinkt und nicht, dass der GPIO beschädigt wird). Das Ausgangssignal könnte dann von anderen Eingängen (externer Geräte) nicht mehr als High-Signal erkannt werden (sofern diese 1,3 V erwarten).
    In besonderen Fällen könnte man also einstellen, welcher Pin noch bei welcher Last in der Spezifikation liegen und somit mindestens 1,3 V liefern soll. Die Summe von 50 mA kann trotzdem nicht überschritten werden. Bis 16 mA kann man (unabhängig von der Registereinstellung) keinen GPIO zerstören, wohl aber überlasten im Sinne von Spannungseinbruch unter 1,3 V. Bei mehr als 16 mA an einem GPIO hat man keine Gewähr mehr für Schadenfreiheit. Ein Kurzschluss führt auf jeden Fall zum Schaden. Wie weit die Spannung bei einem Strom über dem eingestellten Registerwert einbricht und wie lange der Pi das aushält, ist nicht genannt.
    Für andere Computer mit dem gleichen SoC wäre es denkbar, eine stärkere Spannungsquelle zu verwenden und damit mehr GPIOs mit höheren Strömen zu versorgen. Theoretisch spricht nichts dagegen, alle 17 GPIOs mit 16 mA zu versorgen (=272 mA). Vielleicht gibt es ja eines Tages irgendeinen Orange-, Maracuya-, oder Coconut-Pi (oder Pi 4B, 5B, 6B), der das kann...


    In der Praxis wird in den allermeisten Fällen das alte Rezept dienlich sein: Alle Ausgänge mit Widerständen (das sind dann die, die Andreas meint) auf max. 3 mA drücken, dann kann nichts passieren.


    Und um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen: 162,5 Ohm würden dir 8 mA auf die LED ziehen. Die Einstellung garantiert dann mindestens 1,3 V - wenn es aber wirklich nicht mehr ist, wird die LEDs erstmal gar keinen Muckser machen, weil die Forwardspannung schon 2 V ist. Folglich fließt dann gar kein (oder nur wenig) Strom, was wiederum zur Folge hat, dass die Spannung am GPIO wieder steigt... wodurch wiederum mehr Strom fließt und was dann wiederum zum Einbruch der Spannung führt... usw. Ob und wo sich dann ein Gleichgewicht einstellt, wage ich nicht zu prognostizieren.

    Nein, du musst die Pins nicht einstellen. Die Pins liefern so viel Strom, wie deine Last zieht - bis es britzelt und der Pi kaputt ist. Die Einstellung priorisiert sozusagen nur, welche GPIOs zuerst mehr Strom liefern sollen (genauer gesagt, bis zu welchem Strom ein Pin versuchen soll, die Spannung im spezifizierten Bereich zu halten und nicht einbrechen zu lassen). Am besten lässt du die Einstellungen unverändert und sorgst dafür, dass kein GPIO mehr als 2-3 mA zieht, alle zusammen nicht mehr als 50 mA (siehe unten).


    Testweise kannst du mal 5-10 mA ziehen, aber du wirst gleich ganz herbe Hinweise bekommen, dass man sowas nicht macht.
    Wenn deine LED 2 V Forwardspannung hat, rechnest du (3,3-2)/330 ~ 4 mA. Da kann erstmal nichts passieren. Die LED wird schwach leuchten, aber du siehst, ob es klappt.


    Wenn du mehr LEDs schalten willst, nimm jeweils einen einfachen Transistor (z.B. BC547C) und gehe vom GPIO auf die Basis mit (3,3-0,7)/0,002 = ca. 1300 Ohm (0,7 ist der Spannungsabfall im Transistor).
    Die LED hängst du mit einem Widerstand von (5-2)/0,01 = 300 Ohm zwischen einen 5V Pin des Pi und den Kollektor des Transistors.
    Den Emitter des Transistors an Ground.


    Da Du das Teil ja in dem Fall nicht schlafen legen ... kannst ...


    Warum eigentlich nicht? Es würde doch genügen, alle paar Minuten die Verbindung zu checken.
    Und für die Anzeige würde doch eine LED genügen, die nur anzeigt, wenn das Wlan NICHT funktioniert. Wenn die noch im 2 Sekunden Rhythmus kurz blitzt...
    Wenn das Teil dann alle 5 Minuten 15 Sekunden aktiv ist... das könnte die Betriebsdauer um den Faktor 20 erhöhen. Wären immerhin fast 3 Monate. Bei 10 Sekunden alle 10 Minuten schon Faktor 60 ~ 8 Monate... Keine Ahnung, ob das realistisch ist, erstmal nur als Zahlenspielerei.

    Wie wäre es, die Stromversorgung von Pi-GPIOs und Sensorleitung zu trennen? Hast du mal versucht, einen Optokoppler dazwischen zu schalten.
    Pi-seitig 3,3V wahlweise als High oder Low-Level über den Optokoppler schalten.
    Die Sensoren mit 12-24 V ansteuern und über einen höheren Widerstand (4K7-10K) auf den Eingang vom Optokoppler. Ggf. noch einen Kondensator dazu.


    Ich plane gerade so einen Aufbau, habe erste Funktionstests gemacht, aber noch keine Erfahrungen im Praxiseinsatz. Ich gehe davon aus, dass bei 12V Sensorspannung die Störeinflüsse von Spannungsspitzen geringer sind. Auch die Einflüsse von elektromagnetischen Impulsen (Leuchtstofflampen und sowas) sollten geringer sein. Meine Optokoppler sind 817C - die bekommen dann so gut 2 mA und schalten damit hinreichend durch, um am GPIO erkannt zu werden.
    Weiterer Vorteil: Du spatzt dir nicht gleich dein ganzes System, wenn mal jemand das Sensorkabel mit 230 V beschickt.


    Hat jemand Erfahrung mit so einer Konfiguration?


    Gnom: Meine Betonung in dieser Werbung des Anbieters liegt auf Ladegerät, bezogen auf Netzteil. Menno, keiner versteht mich. =(


    Ooooch, da hast du auch wieder recht! :blush: Aber die ganzen positiven Attribute erfüllen ihren Zweck... Lieber ein total obergeiles Ladegerät als ein durchschnittlich stabilisiertes Netzteil. :lol:


    Interessant sind die negativen Kundenrezensionen bei Amazon:
    "Nicht zu gebrauchen. Mein pi 3 stürzt alle 2 Tage ab und ist nicht mehr ansprechbar."
    "Mit diesem Netzteil einen Raspberry PI 3 zu betreiben gleicht einem Glücksspiel."
    "... es nicht mal annähernd die beworbene Leistung zu bringen imstande ist."
    " Jedoch nach ein paar Tagen dürfte beim USB- Stecker eine Lize gebrochen sein und ein Wackelkontakt stellte sich ein."
    "So etwas ist einfach nur schlecht."
    "Der PI meldet dauernd zu wenig Strom, mit anderem Equipment läuft alles super. Don't Buy."
    "Nach drei Monaten wurde der Raspberry pi instabil und stürzte ständig ab und der Bereich um den Micro USB Stecker wurde heiß, eine Spannungsmessung ergab 7V, danke für die kaputte 128gb micro SD."
    "Leider lief der Pi mit dem Netzteil sehr instabil ..."
    "Es eignet sich nicht für meinen Raspberry pi. Ständig 'under power'."
    "so heiß geworden das sich das Gehäuse verformt hat. Ist gleich in den Müll gewandert."
    "Mein Raspberry PI3 zeigt aber permanent Spannungsprobleme an wurde heiß."


    Ein sehr empfehlenswertes Gerät offenbar. :P