Posts by JojoS

    Ponos :

    Ich habe den Sensor mit dem gleichen Messprinzip wie vom Giessomatsensor gebaut. Etwas anders ist die Messung der Kapazität durch Messung der Zeitkonstante. Nach langen Versuchen sind andere und ich zu dem Ergebnis gekommen das zwar die Kapaitätsmessung gut funktioniert, die Kapazität sich aber nicht linear zur abtrocknenden Erde verhält. Und das ist einfach ein KO Kriterium. In der Bachelorarbeit ist der wichtige Teil, das Messergebnis, ein Strich: kein Messeffekt. Was ist aus dieser Arbeit und dem Einsatz auf der Gartenshow geworden? Ich konnte nichts dazu finden.

    Ein Sensor der hier glaube ich noch nicht behandelt wurde ist der 'Chirp', wobei ich mir sicher bin das der Xiaomi dessen Prinzip nutzt, Messung der Dämpfung bei einer Messfrequenz im MHz Bereich.

    Vom Fred R. kommen auch keine belastbaren Messergebnisse, relevant wäre eine Messung die Gewicht, Tensiometer und Giessomatsensor im gleichen Topf vergleicht. Die Beschreibung der Theorie reicht nicht, die Praxis zeigt ob alle Effekte berücksichtigt wurde und ob ein Sensor funktioniert.

    Ich habe gerade andere Prioritäten und die Bewässerungssteuerung zurückgestellt, aufgegeben habe ich das noch nicht.

    Schöne Arbeit, keine Frage.

    Nur was nützt die schöne Berechnung wenn der Sensor in der Praxis nicht funktioniert? Letzte Seite und S.70:

    Zitat:


    "An dieses Sensorgerät war ein Bodenfeuchte-Sensor angeschlossen. Hier wurde wieder mit

    einem feuchten Tuch der Erdboden simuliert. Die Formel zur Bestimmung des Wassergehal-

    tes (Formel 2.10) wurde im Programmcode der Basisstation implementiert und führt durch

    die unterschiedlichen Eigenschaften des Tuches zu Werten über 100 %. Der Messwert beibt

    während des Testes hindurch konstant – hier kann entweder ein Messfehler vorliegen, oder die

    Verdunstung hat zu keiner nennenswerten Veränderung der Kapazität des Sensors geführt.

    Durch einen zukünftigen Test mit Erde soll dieser Effekt weiter untersucht werden."


    Die Kalibrierung mit einer Stufenprobe ist ok, das haben schon viele gemacht. Aber wenn der Sensor in der Erde steckt und die Erde trocknet geht der Messwert nicht linear mit dem trocknen wieder runter. Die Pflanzen sind lange verdurstet und der Sensor zeigt ok an -> nicht brauchbar.

    Der gleiche Effekt ist hier auch wieder 'wissenschaftlich bewiesen'.

    Die Ausgaben und die Arbeit kann man sich einfach sparen.

    Hallo,

    habe ebenfalls diese TCRT5000 Reflex LS benutzt und auch keine sauberen Pulse bekommen. Ich habe dazu diesen Hinweis gefunden: https://forum.fhem.de/index.php?topic=54408.0

    Meine Platine habe ich jetzt umgebaut aber noch nicht wieder getestet, werde ich jetzt in Kürze testen.

    Angeschlossen an einen ESP12 mit ESPEasy und dem 3D Druckgehäuse nach dieser Anleitung:

    https://mwinkler.jimdo.com/sma…ensoren/stromz%C3%A4hler/

    ich habe NodeRed, InfluxDB und Grafana nun auch laufen und weitere Tests gemacht. Dabei bin ich auch an dem Punkt wo du und andere eine Temperaturabhängigkeit festgestellt haben: https://www.mikrocontroller.net/topic/451574#5486474. Ich bin jetzt aber überzeugt das dieser kap. Sensor ein sehr guter Füllstandsmesser ist, aber für die Erdfeuchtemessung fehlt da noch was an Optimierung. Die Temperaturempfindlichkeit kommt mMn daher das die obere Erdschicht trocknet und damit der Füllstand, also die Fläche der feuchten Erde am Sensor sinkt und die Kapazität verringert. Bei fallender Temperatur zieht die Feuchtigkeit wieder hoch und die Kap. steigt. Es reicht minimale Feuchtigkeit um einen Kondensator mit höherer Kap. zu bekommen.

    Deshalb nochmal eine Frage zu den Xiaomi Sensoren, wie groß und wo ist da die kap. Sensorfläche? Ich würde jetzt vermuten das die relativ klein ist und weit unten in der Erde um nur die Feuchtigkeit in der Mitte des Topfes zu erfassen.

    Danke für die Tipps.

    Zu den DB: wenn ich das richtig verstehe werden die Daten in mySQL und Influx geschrieben, Grafana könnte aber auch direkt aus mySQL lesen? Wird in Influx ein kürzerrer Zeitraum geloggt für einen schnelleren Zugriff?

    Und du setzt ja ziemlich dicke Hardware ein, reicht der RPi nicht für die DB? Das Problem beim RPi ist ja das ständiges Schreiben auf die SDcard nicht gut ist, wie waren deine Schreibzyklen als du noch mit dem RPi gearbeitet hattest?

    Danke für deine Antwort,


    Wenn die Sensorfläche nicht komplett im Wasser ist: Könnte es sein, dass der Anteil, welcher heraus ragt, auf das verdunstende Wasser reagiert?

    Zur Messung der Luftfeuchte taugt das Prinzip ja nicht, aber wenn sich an Teilen der aus dem Wasser herausragenden Fläche in Oberflächennähe (und kaum bewegter Luft) ggf. Tau-ähnliche Zustände einstellen? Also nahezu 100% rel. Luftfeuchte ...

    ja, soetwas vermute ich ja auch. Bzw. es hängt noch mit den Ablagerungen zusammen denn wenn ich die wegwische ist der Effekt weg und der Messwert wieder stabil.

    Im Boden hatte ich meine Sensoren noch nicht getetstet, das wäre jetzt der nächste Schritt. Erst hatte ich Temperaturschwankungen oder die Stromversorgung (Batterie mit StepUp Regler) in Verdacht, aber das hat keine grossen Einflüsse. Ich hoffe das diese Ablagerung sich im Boden nicht bilden, das hängt vermutlich davon ab wie weit man die Erde trocknen lässt.

    Meine Datenaufzeichnung besteht bisher aus ein bisschen JavaScript, das kann mit deiner DB+Grafana Installation nicht mithalten. Ich versuche gerade NodeRed auf dem RPi zu installieren, aber mein Image ist wohl schon zu verbastelt, das will nicht. Grafana könnte dann auch darauf aufsetzen, nächste Baustelle. Hast du evtl. noch einen Link für den Grafana Einstieg?

    Einen Xiaomi Sensor werde ich auf jeden Fall auch mal bestellen. Da stört mich bisher nur die geringe Reichweite, für den Garten müsste ich Gateways bauen. Ich hatte angefangen mit Funksensoren, die erste Platine für einen Bewegungsmelder mit PIR, aber die verwende ich mittlerweile auch als Türklingelerkennung, Temperatur/Luftfeuchte sensor, Briefkastenmelder und mit einem zusätzlichen R habe ich eben eine Auswertung für die Sensorfolie.

    Schönes WE, ist ja gerade Traumwetter für die Pflanzen (wenn man genug gießt (:)

    Hallo,

    ich beschäfftige mich jetzt auch seit einiger Zeit mit der Feuchtemessung und hatte mich auch mal durch diesen Thread gelesen. Da anfangs als Hauptproblem beim kapazitiven Sensor eine ordentliche Versiegelung von Sensorplatinen erkannt wurde habe ich die Sensoren etwas anders gebaut: einfach aus Laminierfolie und Kupferfolie (aka Schneckenband im Baumarkt). Vorgestellt hatte ich das hier: https://www.mikrocontroller.net/topic/451574

    Die Sensoren sind dicht, da bin ich mir nach mehrwöchiger Testzeit sicher. Ich habe aber einen anderen Effekt bemerkt: Ein Sensor im Wasserglas hat nach einiger Zeit stark schwankende Werte angezeigt. Das Glas steht in meinem Arbeitszimmer und weil es ja seit einiger Zeit sehr warm ist sind da die Fenster auf und tagsüber ist es meist windig. In dieser Zeit schwanken die Werte und der Effekt wurde mit der Zeit stärker. Das Wasser im Glas verdunstet, der Wasserstand fällt und der Sensor muss weniger anzeigen. Im Trend passt das, aber es gibt viele Spitzen nach 'mehr Wasser'. Was deutlich sichtbar ist das ist natürlich die Ablagerung von Kalk+Salzen+Nitrat auf dem Glasrand und der Sensorfolie. Heute habe ich die Folie saubergewischt - und schon sind die Werte wieder stabil.

    Ich interpretiere das nun so das ich hier stark auf die Luftfeuchte bzw. die Feuchtigkeit in den Ablagerungen reagiere. Der Sensor ist direkt an der Oberfläche am Empfindlichsten, schon wenige mm weiter (in Luft) reagiert er kaum. D.h. das geringste Mengen Feuchtigkeit in der Schmutzschicht den Wert stark ändern.

    Deshalb jetzt an die Experten hier die Frage: wie sehen eure Sensoren nach längerem Einsatz in der Erde aus? Durch Düngung bringt man ja auch hygroskopische Salze ein die sich evtl. auf dem Sensor ablagern und durch diese Verschmutzung würde ich vermuten das bei längerem Einsatz die Werte tendenziell Spitzen nach oben bringen.

    Wenn die Xiaomi Sensoren auch kapazitiv arbeiten aber stabilere Werte liefern muss das ja einen Grund haben. Was mir da auffällt ist das die Schenkel da weiter auseinander sind (das sind doch auch die Sensorflächen?) und damit eventuell unempfindlicher arbeiten. Mit meinen Folien kann ich das auch schnell nachbauen, aber der Verdunstungstest dauert natürlich seine Zeit.