Posts by picollo

    Für die wenigen die es interessiert, es funktioniert auch mit Buster. Sehr stabil läuft es mit diesen Einstellungen, aktive Kühlung vorausgesetzt.


    In der config.txt:

    Code
    max_usb_current=1
    program_usb_timeout=1
    arm_64bit=1
    over_voltage=2
    arm_freq_min=600
    arm_freq=1800

    Parameter "program_usb_timeout=1" eignet sich hervorragend, um den erhöhten Anlaufstrombedarf von SSD/HDD am USB3.0 Port abzufangen und das System stabil zu halten.
    Parameter "over_voltage=2" ist nur erforderlich, wenn weitere Parameter zur Erhöhung des Taktes für die GPU, HEVC, H.264 u. a. eingetragen werden. Je höher der Takt, um so höher der "over_voltage=*" Eintrag (max. 15).
    Der Parameter "arm_freq_min"600" senkt die Idle-Frequenz und damit auch die Verlustleistung ohne spürbare Verzögerungen; die Temperatur sinkt dabei um ca. 1 bis 2°C im laufenden Idli-Betrieb.


    Mit den o. g. Einstellungen kann ich einen stabilen Betrieb des Raspi sicherstellen, ohne das System zu stark zu beanspruchen. Wie gesagt, ggf. "over_voltage=2" weg lassen, wenn alles gut läuft.


    Nicht vergessen: before desaster, Sicherungskopie und Fall-Back SD-Karte erstellen!
    Da ich ein Dual-Boot eingestellt habe, konnte ich testweise (mit Boot-Ausfällen wegen unzureichendem over-voltage-Parameter) bis 2.100GHz Übertakten, die GPU-Frequenz u. a. auf 900MHz erhöhen und mit "over_voltage=12" flimmerfreies HEVC 4K 60fps Video abspielen. Aber das ist grenzwertig ... und war nur ein Test. Mit der Fall-Back SD-Karte aber kein Problem.


    Meine Einstellungen oben sind aber relativ sicher. Ein Langzeittest steht noch aus.


    CPU:
    Hardware : BCM2835

    Revision : d03114

    Serial : 10000000f7b6c079

    Model : Raspberry Pi 4 Model B Rev 1.4

    Logisch richtige Erklärung. Ich habe bei meinen Tests schon viele Abstürze erlebt. Aber das eine ganze Festplatte oder Partition unmöglich zu restaurieren war, hatte ich erst einmal erlebt.

    Selbst ein macOS-Image (APFS) auf einer Linux ext4-Partition, über SMB gemountet, die auch noch defekt war, konnte ich durch ein fsck -f "die entsprechende ext4-/..partition" auf dem Linux Server restaurieren, so das dieses "Linux fremde Image" auf dem Mac wieder ohne Datenverlust über das Netzwerk geöffnet werden konnte.

    Also die Filesysteme von heute sind schon recht stabil.

    So ist es. "nofail" in der fstab ist Ok, soweit man weiß was man tut.
    Deswegen habe ich auch immer eine SD-Karte mit System drin die nur dann bootet, wenn keine Festplatte an USB angeschlossen ist. So kann ich das System im Fehlerfall neu booten und der Sache auf den Grund gehen.

    Hmm, wenn ich jetzt noch wüsste was die einzelnen Parameter bedeuten… :)


    Muss danoch irgendwo ein nofail rein damit das System auch startet wenn die Platte einen Fehler hat oder nicht dran steckt?

    man fstab :

    nofail do not report errors for this device if it does not exist.

    Also es gibt keine Fehlermeldung, wenn ich das am USB-Port angeschlossene Laufwerk (eine Festplatte im ext. Gehäuse) ausgeschaltet habe. Ist es eingeschaltet wird es gemountet.

    Naja, für dich und andere Linux-Aficionados wäre das ein Leichtes, für mich als kleinen Heimanwender schon mit unüberwindbaren Hürden verbunden. Klar, wie das prinzipiell geht könnte ich objektorientiert beschreiben und Ähnliches hab ich auch in den Anfängen der objektorientierten Ära unter Windows unzählige Male selber programmiert. Aber ob ich die Syntax und Semantik unter Linux noch mal allumfassend verinnerliche - vermutlich altersbedingt eher doch nicht mehr… :)

    Erstell dir doch wie beschrieben einen Eintrag in der /etc/fstab Datei. Ich habe sogar mehrere Einträge für verschiedene Festplatten vorgenommen. Das ist kein Hexenwerk, kann man im Netz zusammen suchen und oberhalb meines Beitrages ist ja schon ein Beispiel aufgeführt.

    Meine fstab ist für den Zugriff von einem Mac aus optimiert (user_xattr,acl) und auf eine Partition einer ext. Festplatte sichere ich das System.

    Da sind einige Festplatten aufgeführt, die nicht unbedingt immer aktiviert sind. Der Grund ist, das ich unterschiedliche Festplatten für unterschiedliche Aufgaben manuell per mount-Befehl (sudo mount -a) aktiviere oder deaktiviere (mit umount /srv/icy1tb z. B.) und die ich nicht immer aktiviert haben möchte. Der Eintrag nofail in der fstab bewahrt mich vor Fehlermeldungen für Laufwerke, die ich nicht aktiviert habe.
    Solange die Kiste läuft geht das mounten auch via WLAN und Terminal vom iPhone aus, sofern die Festplatten in den ext. Gehäusen mit Strom versorgt sind.

    Das schöne am Raspi ist, das es Bastelware ist und man viele Projekte mit etwas Lesen von Dokumentationen selbst realisieren kann. Und wenn es nur dazu dient, Mediatheken von Macs über das Netzwerk (SMB) zu sichern.


    Ja, seltsam. Sie funktioniert ja gut. Es könnte auch sein, das die anderen angeschlossenen HDD und SSD in Kombination mit der ICY BOX zu dem Crash führen.


    Aus dem syslog:


    Dec 15 23:37:03 raspberrypi kernel: [ 851.190623] sd 0:0:0:0: [sda] tag#0 uas_eh_abort_handler 0 uas-tag 24 inflight: CMD OUT

    Dec 15 23:37:03 raspberrypi kernel: [ 851.190627] sd 0:0:0:0: [sda] tag#0 CDB: opcode=0x8a 8a 00 00 00 00 00 7e 80 31 d0 00 00 00 08 00 00

    Dec 15 23:37:03 raspberrypi kernel: [ 851.212380] scsi host0: uas_eh_device_reset_handler start

    Dec 15 23:37:08 raspberrypi kernel: [ 856.292673] usb 2-2.2: Disable of device-initiated U1 failed.

    Dec 15 23:37:14 raspberrypi kernel: [ 861.412737] usb 2-2.2: Disable of device-initiated U2 failed.

    Dec 15 23:37:14 raspberrypi kernel: [ 861.493275] usb 2-2.2: reset SuperSpeed Gen 1 USB device number 3 using xhci_hcd

    Dec 15 23:37:14 raspberrypi udisksd[1593]: Error performing housekeeping for drive /org/freedesktop/UDisks2/drives/ST4000DM004_2CV104_ZFN35Y50: Error updating SMART data: Error sending ATA command CHECK POWER MODE: Unexpected sense data returned:#0120000: 70 00 02 00 00 00 00 0a 00 00 00 00 04 01 00 00 p...............#0120010: 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 ................#012 (g-io-error-quark, 0)

    Dec 15 23:37:14 raspberrypi kernel: [ 861.517575] scsi host0: uas_eh_device_reset_handler success

    Dec 15 23:37:14 raspberrypi kernel: [ 861.517905] sd 0:0:0:0: [sda] tag#6 timing out command, waited 7s

    Dec 15 23:37:14 raspberrypi kernel: [ 861.517916] sd 0:0:0:0: [sda] tag#6 UNKNOWN(0x2003) Result: hostbyte=0x00 driverbyte=0x0e cmd_age=43s

    Dec 15 23:37:14 raspberrypi kernel: [ 861.517924] sd 0:0:0:0: [sda] tag#6 CDB: opcode=0x85 85 06 20 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 e5 00

    Dec 15 23:37:19 raspberrypi kernel: [ 866.957733] sd 0:0:0:0: [sda] tag#16 data cmplt err -75 uas-tag 1 inflight: CMD

    Dec 15 23:37:19 raspberrypi kernel: [ 866.957749] sd 0:0:0:0: [sda] tag#16 CDB: opcode=0x88 88 00 00 00 00 01 28 5d 3d 00 00 00 00 08 00 00

    Dec 15 23:37:50 raspberrypi kernel: [ 898.032572] sd 0:0:0:0: [sda] tag#16 uas_eh_abort_handler 0 uas-tag 1 inflight: CMD

    Dec 15 23:37:50 raspberrypi kernel: [ 898.032585] sd 0:0:0:0: [sda] tag#16 CDB: opcode=0x88 88 00 00 00 00 01 28 5d 3d 00 00 00 00 08 00 00

    Dec 15 23:38:17 raspberrypi kernel: [ 924.656724] sd 0:0:0:0: [sda] tag#27 uas_eh_abort_handler 0 uas-tag 24 inflight: CMD OUT

    Es ist dieser 4-USB HUB, der in Verbindung mit o. g. ICY BOX IB-366StU3+B und einer eingebauten Samsung 4TB HDD ggf. zum Absturz des Systems führt *). Die HDD ist aber Ok, auch das Filesystem drauf.

    Ansonsten funktioniert dieser Primewire HUB sehr gut und bietet hohe Übertragungsraten.


    *) Zugriff vom iPad Air 4 via WLAN auf das SMB Share mit 2,7 TB Foto- und Video-Daten.

    Information zur Verträglichkeit:
    Die ICY BOX IB-366StU3+B, ein USB3.0 Gehäuse für 3.5" SATA Festplatten, kann an USB-HUBs bei intensiven Festplattenzugriffen Probleme machen und führt zum Absturz des ganzen Systems. Der getestete USB-HUB ist ein Primewire USB 3.2 GEN1 HUB 4-Port.

    Direkt an den USB3.0 Anschluss des Raspberry Pi 4B angeschlossen funktioniert die ICY BOX tadellos, auch im parallelen Betrieb mit dem USB-HUB, der an den anderen USB3.0-Port des Raspberry Pi 4B angeschlossen ist und im Betrieb drei weitere Festplatten/SSD versorgt.

    Die ICY BOX IB-366StU3+B meldet sich wie folgt
    Bus 002 Device 002: ID 174c:55aa ASMedia Technology Inc. Name: ASM1051E SATA 6Gb/s bridge, ASM1053E SATA 6Gb/s bridge, ASM1153 SATA 3Gb/s bridge, ASM1153E SATA 6Gb/s bridge

    Meine Hoffnung liegt bei einer Samsung MU-PA500B, also einer T5. Läuft deine T5 am USB-Port oder hast du eine externe Stromversorgung?

    Ich bin zwar nicht gefragt, aber meine Samsung T5 500GB läuft ohne Adapter an dem USB 3.0 Port der Raspberry Pi 4B.
    Ob das eine 1TB oder 2TB auch schaffen weiß ich nicht.
    Aber:
    laut Bedienungsanleitung letzte Seite sind es nur 0,8A Strombedarf für alls T5. Damit müsste eine 2TB Samsung T5 auch direkt am Raspi laufen. Die Samsung T7 wird das nicht können, die benötigt 1,5A.

    ... Muss man handbrake für den Raspi wirklich selber kompilieren oder gibt es da fertige Pakete? Vielleicht macht in diesem Zusammenhang auch Multiboot Sinn? Muss ich da aufpassen, dass die CPU nicht zu heiß wird?

    Tu dir das nicht an, HandBrake läuft zu langsam - viel zu langsam. Und ja, es gibt fertige Pakete für den Raspi. Wenn, dann sollte der Raspberry Pi dafür aktiv gekühlt werden. Videotoolbox wird nicht unterstützt, es ist eine ältere Version von HandBrake (1.2.2 (armv7l).

    Das Original Netzteil, nix anderes. Funktionierte sofort bestens mit zwei HDD/SSD dran und bootet auch davon. So sicher, das man sogar Mediatheken vom Mac in macOS-Images drauf speichern kann (via SMB-Fileshare).