Posts by nurazur

    Bei Mikrocontrollern gibt es in der Regel kein Betriebssystem und der Prozessor arbeitet 100% der Zeit das eine Programm ab, dass man da laufen lässt, ist also zu 100% immer damit beschäftigt

    Naja, das hängt ganz davon ab wie smart der Programmierer das "eine Programm" implementiert. Auf einem Mikrokontroller basiertem System arbeitet der Kontroller die ihm gegebenen Aufgaben ab (Auslastung bis 100%), wenn er fertig ist geht er schlafen (0 % Auslastung). Aufwachen tut er entweder durch einen Wecker (im Mikrokontroller eingebaut), oder durch ein äußeres Ereignis, zB. einen Taster. Ziel ist dabei immer möglichst viel Ressourcen zu sparen (Stromverbrauch).

    Ist ein Betriebssystem aktiv, macht das im Prinzip ein Management der Ressourcen. Beim Raspberry kann man das Betriebssystem durch dummes Programmieren praktisch komplett lahm legen indem man 100% der Ressourcen beansprucht.

    Heisst also, dass rpi-lgpio installiert ist und nicht rpi.gpio, richtig?

    Hast du denn RPi.GPIO unter Trixie nachinstalliert?

    Nein, habe ich nicht. Es ist einfach da, aber import RPi.GPIO gibt einen Fehler. Wohlgemerkt, ich arbeite hier mit einem Pi1 Model B. Das Image stammt vom Archiv.

    Den Fehler kann man vermeiden, und RPi.GPIO funktioniert in meinem Skript:

    Quote

    $ RPI_LGPIO_REVISION="800012" python
    Python 3.11.2 (main, Apr 28 2025, 14:11:48) [GCC 12.2.0] on linux
    Type "help", "copyright", "credits" or "license" for more information.
    >>> import RPi.GPIO
    >>>

    Bei bookworm gilt das Gleiche.

    Das Image das der Raspberry Pi Imager mir anbietet funktioniert bei mir nicht. Ich habe mir daher ein Image vom Archiv geholt:

    2025-10-01-raspios-trixie-armhf-lite.img

    Ich benutze zum Testen einen Pi 1 Model B.

    $ cat /etc/os-release
    PRETTY_NAME="Raspbian GNU/Linux 13 (trixie)"
    NAME="Raspbian GNU/Linux"
    VERSION_ID="13"
    VERSION="13 (trixie)"
    VERSION_CODENAME=trixie
    DEBIAN_VERSION_FULL=13.1
    ID=raspbian
    ID_LIKE=debian
    HOME_URL="http://www.raspbian.org/"
    SUPPORT_URL="http://www.raspbian.org/RaspbianForums"
    BUG_REPORT_URL="http://www.raspbian.org/RaspbianBugs"

    Erst einmal ein update durchgeführt (Ohne update wird php nicht gefunden) und apache2 installiert.

    Danach php


    Ergebnis:

    $ php -v
    PHP 8.4.11 (cli) (built: Oct 17 2025 01:23:38) (NTS)
    Copyright (c) The PHP Group
    Built by Debian
    Zend Engine v4.4.11, Copyright (c) Zend Technologies
    with Zend OPcache v8.4.11, Copyright (c), by Zend Technologies

    phpinfo.php:

    der Grund für meine etwas plumpe Antwort war, dass der verlinkte Batteriehalter evtl. nicht für Flat-Tops geeignet ist und möglicherweise keinen verlässlichen Kontakt macht. Jedenfalls ist das meine Erfahrung. In der Fassung ist der Pluspol so etwas wie eine Niete mit einer Vertiefung in der Mitte, und die ist für den flachen Pluspol manchmal zu tief. Ich hoffe das ist verständlich erklärt?

    Batteriehalter mit Federkontakten funktionieren zuverlässig mit beiden Arten von Batterien, sind aber in der Regel teurer.

    ich würde gerne mal ein kleines Projekt umsetzen wollen. Dazu wurde ich gerne auf dem Balkon ein Microphone hinstellen und den lärm messen.

    Was ist Lärm?

    Quote

    Lärm ist jedes unerwünschte laute Geräusch. Das Ohr nimmt die Geräusche auf und verarbeitet die darin enthaltenen Informationen. Lärm wird sehr subjektiv wahrgenommen, das heißt, jeder Mensch empfindet Geräusche unterschiedlich, den einen stören sie nicht oder nur wenig, den anderen nerven sie. Laute Musik regt zum Beispiel manche Personen auf, andere finden sie schön und wieder andere lässt sie völlig kalt.

    link

    Wie messen?

    In der Industrie wird der gemessene Schall mit dem Frequenzgang des menschlichen Ohrs kompensiert. Das sog. A-Filter gleicht einigermaßen den Frequenzgang aus. Man geht also davon aus dass ein Schallpegel bei Frequenz x nach Kompensierung mit dem A-Filter auch bei Frequenz y als gleich laut empfunden wird. Dass das hinten und vorne nicht stimmt weiß man aus Forschungen seit 50 Jahren. Da die Empfindung der "Lautheit" unglaublich schwer in Einheiten ausgedrückt werden kann, behilft man sich in der Praxis mit dem A-Filter. Du müsstest also als Minimum, um "Lärm" messen zu können ein A-Filter anwenden. Wie laut du persönlich den Lärm empfindest, kann man AFAIK nicht in Zahlen ausdrücken.

    Ich bin sicher dass moderne Signalprozessoren das A-Filter in Echtzeit können. Vielleicht gibt es sogar eine Schaltung für ein analoges Filter?

    Zum Thema Reflexionen: Die lassen sich nur, und wirklich nur, in einer Echokammer vermeiden. Wer jemals in so einer Umgebung war, merkt schnell wie unnatürlich sich das anfühlt. Die meisten berichten von einem gewissen "Druck auf den Ohren". Mir gings genauso. Das heißt, Lärm ohne Reflexionen zu messen ist unmöglich. Insofern bin ich eher bei der Kugel-Charakteristik wenn es um die Schalleinwirkung auf dem Balkon geht, denn die Reflexionen spielen bei der Beurteilung des Lärms eine große Rolle.

    Wenn du den Schallpegel, der auf der Kreuzung unten auf der Strasse entsteht, messen willst, brauchst du ein Richtmikrophon.

    klar, ein Microcontroller reicht hier vollkommen aus, aber der ADC sollte schon 16 bit Auflösung haben. Mir ist leider kein Microcontroller bekannt der tatsächlich volle 16 bit hat. Die allermeisten AVR's z.B. haben nur 10 bit, die neueren teilweise 12 bit. Die STM32L Serie soll "quasi 16 bit" per oversampling bieten. Eigentlich ist es ein 12 bit ADC. Aber ob das funktioniert habe ich noch nicht ausprobiert. Da ist mir ein spezialisierter externer ADC ehrlich gesagt lieber. Für einen PT100x Sensor brauchst du ja auch am besten 2 symmetrische Kanäle und eine Stromquelle. Der Strom wird eingeprägt in die Schaltung mit dem PT100 und dem Referenz-widerstand in Serie. Wenn du in das Datenblatt des ADS1120 schaust, sind Applikationsschaltungen für alle möglichen PT100 (2-Leiter, 3-Leiter, 4-Leiter) genau beschrieben. Heißt, dass der Chip für genau solche Anwendungsfälle gedacht ist. So ein Modul kostet übrigens beim Chinesen meines Vertrauens < 5 EUR.

    Die bekanntesten Sensoren sind die KT100

    äh, KT100? Du meinst wohl eher PT100/ PT1000. Das sind die am weitesten verbreiteten RTD's (resistive temperature device) .

    Als AD Wandler benutze ich schon länger den ADS1120 (16 bit) bzw den ADS1220 (24 bit). Schaltungstechnisch sind die perfekt um Widerstände, z.B einen PT100, PT1000 oder ein Thermoelement zu messen. Die AD Wandler gibts auf kleinen Platinen montiert zu kaufen, leider sind diese meist nur für die Messung von Thermoelementen ausgelegt, so dass man sie für die Messung eines RTD umbauen muss. Ist aber kein Problem, bei Bedarf helfe ich gerne. Die werden mit I2C Bus gesteuert, und es gibt gute Bibliotheken.

    Ob man die Anzeige mit einem DA Wandler direkt manipulieren kann, wage ich zu bezweifeln, weil die ja einen passiven Widerstand erwartet und keine Spannung. Hier könnte theoretisch ein Digipot helfen, aber die sind meist für Audio Anwendungen ausgelegt und haben Widerstände zwischen 5 und 100KOhm. Aber in diesem Bereich kenne ich mich nicht aus, da ist Recherche angesagt.

    Eine zweite eher theoretische Lösung könnte sein, den Widerstand mit einem MOSFET zu emulieren, indem man die Drain-Source Strecke als Widerstand betrachtet, den man mit der Gate Spannung regulieren kann. Die Gate Spannung könnte man dann mit einem DA-Wandler bzw PWM herstellen. Inwieweit das praktikabel ist, weiß ich nicht. Mit MOSFET Kennlinien habe ich das letzte mal als Student gespielt (Praktikum elektrische Messtechnik).

    Eine dritte auch eher theoretische Lösung könnte eine Widerstandskaskade sein (z.B. 1,2,4,8,16,32,64,128 Ohm). Indem du alle Widerstände in Reihe schaltest und jeden mit einem MOSFET kurzschließen kannst, kannst du jeden Widerstand zwischen 0 und 255 Ohm in 1-Ohm Schritten herstellen.

    Andererseits wird die Anzeige, wenn sie einen Widerstand erwartet und keine Spannung, einen kleinen Strom durch den Widerstand schicken um den Wert ermitteln zu können. Den Strom gilt es zu ermitteln. Dann kannst du mit einem DA Wandler und einem Widerstand in Reihe einen zweiten Strom dazu addieren, und somit die Anzeige manipulieren. Ist wahrscheinlich was ich als erstes probieren würde.

    funtktioniert, wie ich es brauche.

    also ich würde das so auf gar keinen Fall implementieren. Da hier pausenlos eine Endlosschleife läuft, ist der Raspi zu nahezu 100% beschäftigt, was aus meiner Erfahrung heraus nicht nur den Raspi erhitzt sondern auch das gesamte System instabil macht. Du kannst das leicht überprüfen indem du die CPU Auslastung mit top im Terminal überprüfst. Bei mir sind das 98% Auslastung. Der richtige Ansatz ist meiner Meinung der von hyle in Beitrag #7 mit dem Auszug aus der Dokumentation.

    Der Rest ist auch OK wenn man schönes Python schreiben will. Ob es auch effizienter ist, weiß ich nicht.

    Zur Frage inwieweit der Luftdruck die ***relative*** Luftfeuchte beeinflusst, habe ich im Internet keinerlei Formeln gefunden die diesen Zusammenhang beschreiben. Bergwichtel kann mir in dieser Richtung auch nicht weiter helfen. Die Antwort von ChatGpt empfand ich dahingehend klar und verständlich.

    Ich habe mich dann noch an einen Thread des Ex-Users Andreas erinnert, der jedenfalls von diesem Thema jede Menge Ahnung hat (wohl auch beruflich bedingt). Auch in diesem Beitrag beschreibt er die ***relative*** Luftfeuchte als unabhängig vom Luftdruck. Wo der Luftdruck allerdings durchaus eine Rolle spielt ist bei der Berechnung des Taupunkts. Hier der Link:

    https://forum-raspberrypi.de/forum/thread/48095-raumentfeuchtung-theoretische-grundlagen/?postID=436852#post43685

    Entschuldige bitte, aber Zeugs von der sogenannten KI lese ich prinzipiell nicht.

    Das verstehe ich gut und respektiere das natürlich. Kannst du mir daher eine Formel geben (oder einen Link) wie man den aktuellen Luftdruck korrekt in der Berechnung der relativen Feuchte berücksichtigen kann? Ich finde leider nix Konkretes, immer nur qualitative Kommentare.

    Ach ja, eine Frage habe ich noch:

    Ein altes analoges Hygometer (mit Frauenhaar) könnte man evtl. zum groben Kalibrieren einsetzen. Die waren relativ genau.

    Inwiefern können analoge Hydrometer "relativ genaue" Daten liefern? Verstehe ich das richtig dass du ein "altes" analoges Hydrometer (welches den aktuellen Luftdruck nicht messen kann, jedenfalls nach meinem Verständnis) verwenden würdest um einen top-modernen Chip zu kalibrieren, der den aktuellen Luftdruck ebenfalls nicht in die Berechnung mit einfließen lassen kann ? Was ist denn der Vorteil?


    PS (1) zum Thema KI: vor 30 Jahren gabs viele Leute die mit "diesem sogenannten Internet" nichts anfangen konnten, es gab ja das Fax. Vor 15 Jahren gabs viele Leute die kein Smartphone brauchten, sie hatten ja einen Blackberry. Das verstehe und respektiere ich.

    PS (2) wieder was gelernt (ich dachte es sind Pferdehaare):

    Quote

    Besonders geeignet zur Verwendung in Hygrometern sind blonde Frauenhaare, da diese besonders fein sind. Dabei reagieren diese bei einer Luftfeuchtigkeitsveränderung um 10 % mit einer Längenänderung von im Mittel 0,25 %.

    Nimm besser einen SHT31 oder einen BME280. Der DHT22 ist ein Schätzeisen.

    Genau. SHT4x ist hier zu empfehlen, hat eine geringfügig bessere Spec. als der SHT3x. Die Berechnungsformel für die relative Feuchte steht genau beschrieben im Datenblatt. Sensirion hat eine Bibliothek auf Github. Kauft auf keinen Fall billige Chips vom Chinesen, die funktionieren zwar, sind aber nicht vertrauenswürdig.

    Der DHT22 war vor 12 Jahren schon obsolet, ich hatte immer Aerger damit. Einen defekten DHT22 hatte ich mir aufgehoben, ein Jahr oder so liegen gelassen und nochmal probiert. Plötzlich zeigte er wieder vernünftige Werte an.

    Bei meinen Projekten ist schon lange kein DHT22 mehr drin.

    Bergwichtel

    leider kann ich dir nicht ganz folgen.

    Da der Sensor keinen Drucksensor enthält, was zur Bestimmung der relativen Luftfeuchtigkeit genauso wichtig ist wie die Temperatur, kann er gar keine relative Luftfeuchtigkeit ermitteln.

    Ich verstehe dich so dass der momentane Luftdruck zur Bestimmung der relativen Luftfeuchte von entscheidender Bedeutung ist. Da ich davon noch nie etwas gehört habe, bin ich deinem Link

    Etwas Literatur dazu: Feuchtegenauigkeit entmystifiziert: Was Sie für exakte Messungen wissen müssen

    nachgegangen. Dort steht:

    Quote

    Der Gesamtgasdruck wird bei den üblichen Messungen der relativen Luftfeuchtigkeit normalerweise nicht berücksichtigt.

    Daraufhin hab ich mich auf die Suche begeben um herauszufinden was jetzt richtig ist, habe ehrlich nicht viel verwertbares gefunden und habe am Ende mal mal die KI befragt:

    Quote

    ich möchte mit einem handelsüblichen Sensor von Sensirion die Luftfeuchte messen. Jemand hat mir gesagt, dass der Luftdruck bei der Messung eine Rolle spielt. Kannst du mir sagen wie groß der Einfluss des Luftdrucks auf das Messergebnis ist, und hast du eine quantitative Formel dazu?

    Antwort:

    Würdest du dem zustimmen?


    Noch eine Frage:

    Geflunkert wird beim Marketing. Er hat zwar einen Sensor für Temperatur und für Feuchtigkeit. Was verschwiegen wird, daß das zur Bestimmung der relativen Luftfeuchtigkeit nicht ausreicht.

    Also ich halte Sensirion für eine seriöse Firma, deren Sensoren (SHT2x, SHT3x, SHTC3, SHT4x) ich seit über 10 Jahren (gerne) verwende. Ich kenne die Datenblätter fast auswendig. Aber über Luftdruck habe ich dort noch nie was gelesen. Was hat ein Datenblatt mit Marketing zu tun?