Das OneWire-Protokoll nutzt nur eine einzelne Leitung für die Stromversorgung (parasitärer Modus) und den Datenaustausch, was die Verkabelung stark vereinfacht. Es handelt sich um ein Master-Slave-System, bei dem ein Master (oft ein Mikrocontroller wie der ESP32 oder Raspberry Pi) mit einem oder mehreren Slaves (Sensoren oder Chips) kommuniziert. Der entscheidende Vorteil ist, dass jeder Slave eine weltweit eindeutige 64-Bit-Seriennummer besitzt, die es dem Master ermöglicht, viele Geräte an derselben physikalischen Leitung zu adressieren (Multidrop-Fähigkeit). Die bekanntesten Anwendungen sind digitale Temperatursensoren wie der DS18B20. Die Übertragungsgeschwindigkeit ist vergleichsweise gering, aber ausreichend für einfache Messdaten. Für die korrekte Funktion muss an der Datenleitung in der Regel ein Pull-up-Widerstand angebracht werden.