Cloud-Init ist der De-facto-Standard für die Initialisierung von Cloud-Instanzen und wird nun auch auf Raspberry Pi OS (beginnend mit der Debian Trixie-Basis) unterstützt. Die Konfiguration erfolgt über die YAML-basierten Dateien user-data und network-config, die auf der Boot-Partition liegen. user-data dient zur Einrichtung von Benutzern, Passwörtern, Zeitzonen, SSH-Schlüsseln und der Installation von Paketen. Besonders nützlich für Maker-Projekte sind die Raspberry Pi-spezifischen Erweiterungen, die das Aktivieren von GPIO-Schnittstellen wie I2C, SPI, 1-Wire oder der seriellen Konsole erlauben. Die Netzwerkkonfiguration in network-config nutzt Netplan und ermöglicht die einfache Vorkonfiguration von WLAN- oder Ethernet-Verbindungen. Dadurch entfällt das manuelle Anschließen von Monitor und Tastatur für die Ersteinrichtung. Cloud-Init ist besonders vorteilhaft, wenn viele Raspberry Pis identisch und reproduzierbar eingerichtet werden müssen, was es zu einem mächtigen Tool in IoT- oder Schulungs-Szenarien macht.
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