Der Begriff Repository kommt ursprünglich aus der Versionskontrolle (z.B. Git) und beschreibt dort einen Speicherort für den gesamten Projektverlauf (Quellcode, Historie, Metadaten). In der Welt von Debian und darauf basierenden Systemen wie dem Raspberry Pi OS hat der Begriff eine spezifischere, zentrale Bedeutung: Es ist ein Server oder eine Reihe von Servern, auf denen die binären (installierbaren) und Quell-Pakete der Distribution abgelegt sind.
Der Zugriff auf diese Repositories wird über die Datei /etc/apt/sources.list (und die Dateien im Verzeichnis /etc/apt/sources.list.d/) konfiguriert, in der die URLs der Paketquellen eingetragen sind. Dadurch weiß das System, wo es nach Software-Updates und neuen Anwendungen suchen muss. Typische Debian-Repositories sind in Sektionen unterteilt, wie main (freie Software), contrib (freie Software, die von unfreier Software abhängt) und non-free (proprietäre Software). Die Organisation der Repositories gewährleistet die Stabilität und Sicherheit des Systems, da alle Pakete von den Distributoren gepflegt werden.